Ideale solare Bedingungen

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Solaranlagen und Biomasse sind die ideale Kombination, wenn es darum geht, die Wärmewende endlich in Gang zu bringen. Seit Mai gibt es für Privatpersonen den (in der Zwischenzeit bereits um 20 Millionen Euro aufgestockten) „Raus aus Öl“-Bonus.

Seit August läuft auch die vom Klima- und Energiefonds initiierte Förderaktion „Solarthermie – solare Großanlagen“ für Gewerbe- und Industriebetriebe. Denn eben dort besteht anhaltend ein enorm großer Energiebedarf für Wärme, Heizung und Kühlung. Wie in den Privathaushalten ist es auch hier das Ziel, fossile Energieträger gegen erneuerbare zu ersetzen. Dadurch soll CO2 eingespart, sowie Energie effizient und kostengünstig bereitgestellt werden.

Im Rahmen dieses Förderprogramms wird es heuer erstmals Planungs- und Machbarkeitsstudien für Großanlagen mit mehr als 5.000 m2 Kollektorfläche geben, die bis zu 100 Prozent gefördert werden und den Unternehmen (wie beispielsweise Heizwerken) einen Anreiz zur Umsetzung bzw. zum Ausbau solarer Großanlagen geben sollen.

Aber zurück zur eingangs erwähnten „Super-Kombi“: Roger Hackstock (Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar) zufolge, ist die Zeit jetzt ohnehin „günstig wie nie, um von Öl auf erneuerbare Wärme umzusteigen“, denn „kombiniert man den Heizungstausch mit einer Solarwärmeanlage, bekommt man im Schnitt 49 Prozent der Investition von Bund und Land zurück“. In mehreren Bundesländern liegt die Solar/Erneuerbare-Kombiförderung sogar bei über 50 Prozent. Am attraktivsten ist der Umstieg derzeit in Kärnten, wo es über 60 Prozent Förderung gibt.

Und genau diese Solar/Erneuerbare-Kombi ist auch für Gewerbe und Industrie interessant: Während die erforderliche Wärmemenge im Winter von Heizwerken bereitgestellt wird, könnte der Betrieb im Sommer von solarthermische Anlagen übernommen bzw. zumindest stark entlastet werden – oder wie es im Förderprogramm heißt: „Aus Gründen der Energieeffizienz sind die Schwachlastzeiten des Heizkessels insbesondere im Sommer großteils durch die Solaranlage abzudecken.“

Die Förderaktion umfasst ein Budget von bis zu 2,5 Mio. Euro und läuft bis zum 26.02.2021.

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Antonio Fuljetic-Kristan

Antonio Fuljetic-Kristan

DI Antonio Fuljetic-Kristan ist seit 2010 Pressesprecher des Österreichischen Biomasse-Verbandes und Chefredakteur der Zeitschrift ökoenergie. Er studierte Forstwissenschaften an der Universität für Bodenkultur Wien und hat sich im Rahmen postgradualer Lehrgänge ein Fachwissen in Öffentlichkeitsarbeit und Exportmanagement angeeignet. Mit seiner Gattin und dem fünfjährigen Sohn bestreitet er den Alltag und wandert am liebsten mit seinem Hund in seiner Heimat – dem Wienerwald.

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