Assistive Technologien

Das Group Sustainability Management der RBI möchte diesmal im Zuge ihrer Informationsserie zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung auf das Thema Digitalisierung & Assistive Technologien eingehen.

Warum Menschen mit Behinderung bei technischen Lösungen oft PionierInnen sind.

Barrierefreiheitbringt Vorteile für alle, davon ist das Team rund um Andrea Sihn-Weber fest überzeugt. Darum sind auch und besonders in diesen herausfordernden Zeiten bestmögliche Lösungen für alle Mitarbeitenden wichtig.

Was genau sind assistive Technologien und was haben sie mit Digitalisierung zu tun?

Assistive Technologien unterstützen Menschen mit Behinderungen dabei, ihre Arbeit sowie ihren Alltag möglichst selbstbestimmt zu verbringen. Jene Soft- und Hardware, die speziell entwickelt wurde, um Menschen mit Behinderung bei der Nutzung des Computers zu unterstützen, bezeichnet man als assistive Technologien[1].

Die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsabläufen bietet somit auch eine große Chance für die gleichberechtigte Teilhabe von allen Menschen auf dem Arbeitsmarkt[2].

Derzeit gibt es viele neue Anforderungen an Homeoffice und Digitalisierung für alle Mitarbeitenden.

Durch unterschiedliche Lösungen können Personen z.B. in Meetingsituationen Informationen in Echtzeit erfassen. Assistive Technologien sind vielfältig und auf individuelle Bedürfnisse ausgelegt. Es gibt keine Universallösung, sodass jede Person auf Technologien zurückgreifen kann, die für sie persönlich am besten funktionieren. Viele Assistive Technologien wurden zwar für Menschen mit Behinderungen entwickelt, aber können dann von allen Mitarbeitenden genutzt werden.

Beispiele für assistive Technologien[3] und Nutzen für alle Mitglieder der Gesellschaft

Bildschirmlupen, Kontraste und andere visuelle Hilfsmittel unterstützen Personen beim Lesen. Sie können sowohl die Schrift, die Größe, den Zeichenabstand und die Farbe von Texten verändern als auch mit Sprache synchronisieren, um die Lesbarkeit und Erkennbarkeit von Texten und Bildern zu verbessern oder zu ermöglichen. Diese Hilfsmittel können bereits für Personen mit leichten Sehschwächen eine erhebliche Erleichterung oder eine Präventionsmaßnahme darstellen, wenn z.B. häufig am Computer gearbeitet wird. In vielen Betriebssystemen kann man beispielsweise Hintergründe in dunkler Farbe anzeigen lassen und den Augen mehr Abwechslung gönnen.

Auch Screenreader werden von blinden Menschen benutzt, um textliche Informationen in Sprache oder Braille auszugeben und Vorlesesoftwares helfen sowohl blinden Menschen als auch Menschen mit Lernschwierigkeiten beim Erfassen von Texten. Darüber hinaus können diese Softwares von allen genutzt werden, um beim Autofahren oder in anderen Situationen arbeitsrelevante Texte oder Mails „lesen“ zu können.

Untertitelungssoftwares sorgen dafür, dass das Gesagte in einem Meeting in Echtzeit als Untertitel am Bildschirm erscheint. Menschen mit Hörbehinderungen erfahren so eine große Erleichterung. Auch Personen, die z.B. in einem fremdsprachigen Meeting, einem Meeting mit schlechter Audioqualität sind oder aus verschiedenen Gründen keinen Ton abspielen können, freuen sich zuweilen über Untertitel.

Spracherkennungssoftwares werden anstelle der händischen Eingabe von Personen mit Mobilitätseinschränkungen genutzt, helfen aber natürlich ebenfalls blinden und sehbehinderten Personen bei ihrer Arbeit am Computer. Alexa und andere Spracherkennungssoftwares sind das beste Beispiel dafür, dass assistive Technologien heute Vorteile für alle Menschen bringen können. Viele Personen nutzen diese Softwares mittlerweile vorwiegend, um Bequemlichkeit und Effizienz zu steigern.

Alternative Zeigegeräte werden von körperbehinderten Menschen benutzt, um eine Maus- oder Schaltflächenaktivierung zu simulieren. Beispiele hierfür sind der Trackball oder die Mundmaus.

Darüber hinaus stellen alternative Tastaturen praktische Technologien für seh- und körperbehinderte Menschen. Sie erleichtern die Eingabe beispielsweise durch größere und farbige Tasten. Eine einarmige Tastatur und eine Braillezeile sind weitere Beispiele für alternative Tastaturen. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Tastaturen, die auf verschiedene Bedürfnisse eingehen und beispielsweise Tasten enthalten, die eine erleichterte Bedienung durch die Steuerung verschiedener Anwendungen wie Helligkeit, Ton und viele mehr ermöglichen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an ergonomischen Tastaturen und Mäusen, die für alle Menschen präventiv und schonend wirken, indem sie eine natürliche Haltung der Hände unterstützen. Auf diese Weise werden Spannungen in Muskeln, Sehnen und Gelenken vermieden.

Assistive Technologien und Unterstützung in der RBI

Wussten Sie, dass der Nachhaltigkeitsbericht der RBI für das Jahr 2019 erstmals einen hohen Grad an Barrierefreiheit aufweist?

Das RBI Group Sustainability Management ist für alle Themen im Nachhaltigkeitsbereich zuständig und befasst sich damit auch – gemeinsam mit HR – mit den Themen Behinderung & Inklusion. Es besteht dazu beispielsweise auch ein enger Austausch mit dem Bereich der ZHS Office- & Facilitymanagement GmbH.

Weitere interessante Einblicke zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung finden Sie hier.

Fragen richten Sie bitte an vielfalt2020@rbinternational.com

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Anita Lang

Anita Lang

Mag. Anita Lang arbeitet seit 2012 in RBI Group Sustainability Management und beschäftigt sich dort vor allem mit Nachhaltigkeitsberichterstattung und mitarbeiterrelevanten Themen. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war sie in leitenden Positionen in der Unternehmenssteuerung, beispielsweise bei Pressel Versand Gmbh (Staples Inc.) tätig. Im Mittelpunkt stand dabei immer der Mensch und die bestmögliche Nutzung seiner Potenziale und Energien, auch für die Gemeinschaft sowie die verantwortungsvolle Unternehmensführung, die auch einen respektvollen Umgang mit der Natur beinhaltet. Kraft tankt sie gerne beim Wandern, meist in ihrer Wahlheimat Baden, oder beim Praktizieren von Urban Tribal Dance, Yoga oder Meditation.

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