SUSTAINABLE DEVELOPMENT REPORT 2019

Weiterhin globaler Aufholbedarf

Viel geredet aber wenig erreicht?
Der aktuelle „Sustainable Development Bericht 2019 enthüllt, ob und wie weit die ausgewerteten Länder ihrem Versprechen, die UN- Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, in den letzten Jahren nachgekommen sind.


„Was als historischer Gipfel begann, könnte als reines Lippenbekenntnis enden!“

Dr. Christian Kroll


Wie alles begann

Im Jahr 2015 beschlossen die Delegierten der 193 Länder auf der UN Klimakonferenz in Paris das Klimaabkommen, das die Begrenzung der globalen Erwärmung unter 2°C bis zum Jahr 2030 zum Ziel hatte. Um dieses Ziel weltweit zu erreichen, wurden die 17 Sustainable Development Goals (das berühmte Plakat mit den bunten Icons), vereinbart. Die Fortschritte der einzelnen Länder werden schon zum vierten Mal von den unabhängigen Experten des Sustainable Development Solutions Network und der Bertelsmann Stiftung im Rahmen des jährlichen Sustainable Development Reports analysiert und beziffert.

Das Vorankommen ausgewerteten Länder sowie deren Vergleich bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele wurden durch die Entwicklung des SDG-Index sowie des interaktiven SDG-Dashboards ermöglicht. Es fällt sofort auf, mit welchen Herausforderungen die jeweiligen Industrie- und Entwicklungsländer konfrontiert sind.

Werden die globalen Ziele bis 2030 erreicht?

Die Autoren des Berichts stellen fest, dass kein Land im Stande ist, die 17 Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen.

Bemerkenswert ist, dass sich Österreich im internationalen SDG Vergleich auf dem fünften Platz befindet, obwohl von den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen drei Ziele („Nachhaltige/r Konsum und Produktion“,„Maßnahmen zum Klimaschutz“ sowie „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“) massive Defizite aufweisen und elf nur mittelmäßig bzw.schlecht umgesetzt werden. Zur Gänze hat das Land nur zwei Ziele („Keine Armut“ sowie „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“) verwirklicht. Auch die Spitzenreiter des SDG-Index Dänemark, Schweden und Finnland – haben hohen Aufholbedarf bei Themen wie „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“,„Maßnahmen zum Klimaschutz“ sowie ;„Leben an Land“ und ;„Leben unter Wasser“.

Diese Entwicklungen sind darauf zurückzuführen, dass viele Länder bisher die kritischen Schritte zur Umsetzung der SDGs gar nicht unternommen haben. Die Autoren plädieren daher abschließend dafür, die Lücke zwischen Worten und Taten zu schließen, indem die gewünschte Transformation auf den Prinzipien der Inklusion, der Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch sowie der Kreislaufwirtschaft beruht.Die Forderung richtet sich in erster Linie an die Staats- und Regierungschefs, adressiert aber auch Unternehmen und die Bürgergesellschaft.


„Jeder und jede Einzelne möge sich für die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele einsetzen!“

Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer

Um diesen berühmten Worten Folge zu leisten, finden Sie den gesamten Bericht hier zum Nachlesen.

 

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