Wir wollen lebensphasenorientiertes Arbeiten ermöglichen

Für ihr familienfreundliches Engagement wurde die Raiffeisenlandesbank OÖ Ende Jänner zum dritten Mal in Folge mit dem Audit „berufundfamilie“ vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet.

„Intern“ hat mit Projektleiterin Monika Mitter-Neuhauser über die aktuelle Projektarbeit, erreichte Meilensteine und Ziele gesprochen.

Vor zehn Jahren wurde die Raiffeisenlandesbank OÖ zum ersten Mal mit dem Zertifikat „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Was hat sich seither getan?

Enorm viel, aber das Wichtigste ist: Familienfreundlichkeit wird bei uns aktiv gelebt und gezielt unterstützt. Zu dieser Bewusstseinsbildung hat das große Engagement der Projektgruppe „Beruf und Familie“ wesentlich beigetragen. Wir sind der festen Überzeugung: Familienfreundlichkeit zahlt sich aus!

Was sind aus Ihrer Sicht die erreichten Meilensteine?

2010 waren wir mit der Errichtung eines eigenen Betriebskindergartens mit Krabbelstube sicher Vorreiter beim Thema Familienfreundlichkeit. Besonders geschätzt und in Anspruch genommen werden zudem der Sommerkindergarten, die Vielzahl an flexiblen Arbeitszeitmodellen, die Möglichkeit von Smart Office, die Maßnahmen, um Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern die Rückkehr in den Job zu erleichtern und natürlich die familienfreundlichen Sozialleistungen.

Sie haben die Projektleitung im Vorjahr von der Personalabteilung übernommen. Welche neuen Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Ich möchte mich vorweg bei allen bedanken, die sich für dieses Projekt engagiert haben. In den kommenden drei Jahren wird die Kommunikation im Fokus stehen. Wir wollen intern und extern unser Image verbessern und als familienfreundlicher Arbeitgeber wahrgenommen werden, der auf die Lebensphasen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeht und ein Arbeitsumfeld schafft, in dem Beruf und Privates bestmöglich vereinbart werden kann. Forcieren wollen wir künftig z.B. die Väterkarenz. Weitere Schwerpunkte sind u.a. Smart Office, Arbeitsort und -organisation und familienfreundliche Führungskultur.

Aktuell arbeitet ein 14-köpfiges Team im Projekt „berufundfamilie“ mit. Wie können sich die einzelnen Projektmitglieder hier einbringen?

Jeder von uns kann Erfahrungen, Anliegen oder Wahrnehmungen einbringen und wir versuchen dann in der Gruppe, Lösungen und Maßnahmen zu finden. Meine Aufgabe ist die Organisation sowie Motivation. Alle Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer haben gleiche Rechte und Verantwortlichkeiten – und das zusätzlich zu ihrem eigentlichen Aufgabenbereich. Daher ein großes Danke an alle für ihr Engagement und die Führungskräfte, die dieses ermöglichen.

Warum wird deiner Meinung nach das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer wichtiger?

Familienfreundlichkeit stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Aktuelle Studien zeigen, dass das für 90 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entscheidend ist bei der Berufs- und Unternehmenswahl. Familiäres und Privates wird in Zukunft immer wichtiger werden. Ich denke da etwa an das Thema Pflege in der eigenen Familie. Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, um solche Situationen nachhaltig zu meistern. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen wissen, dass die Raiffeisenlandesbank OÖ ein Unternehmen ist, in dem lebensorientiertes Arbeiten möglich, sowie ein familienbewusstes Führen eine Selbstverständlichkeit ist.

 
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Florian Brunner

Florian Brunner

Mag. Florian Brunner begann 2008, nach dem Abschluss des Wirtschaftsinformatikstudiums, an der JKU Linz, in der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich zu arbeiten. Seit Mitte 2012 ist er für den Aufbau eines konzernweiten Nachhaltigkeitsmanagements verantwortlich. Bei ihren Aktivitäten sieht sich die Raiffeisenlandesbank OÖ auch den Werten ihres Begründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen verpflichtet, stellt daher das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt und handelt auf Basis der Werte Solidarität, Subsidiarität und Nachhaltigkeit. Für Mag. Brunner darf im ganzheitlichen Nachhaltigkeitsprozess die ökonomische Dimension nicht in den Hintergrund treten. Nur durch eine Balance zwischen der ökologischen, der sozialen und der ökonomischen Dimension können die Themenbereiche Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility erfolgreich weiterentwickelt werden.

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