„Moneytor“ hilft Lebensmittelabfälle zu vermeiden

Ein sorgsamer Umgang mit Lebensmitteln ist bei GO Gastro & Catering sehr wichtig. Daher ist GO Gastro & Catering Partner der Initiative “United Against Waste“ und nimmt mit zwei Küchenstandorten – Europaplatz sowie bei der Firma Engel in Schwertberg – am Programm “Moneytor“ teil.

Dieses Online-Tool dient dazu, Lebensmittelabfälle in Großküchen laufend zu überprüfen und nach Möglichkeit einzusparen. Durch eine monatliche Gegenüberstellung der Lebensmittelabfälle mit der Menge der ausgegebenen Speisen und einem Vergleich mit anderen Betrieben bekommt man Handlungsempfehlungen. Das System hilft, das Thema Lebensmittelabfallvermeidung in die täglichen Arbeitsabläufe zu integrieren.

Ergebnisse der wissenschaftlichen Abfallerhebung 2018

Die erste wissenschaftliche Abfallerhebung für das Jahr 2018 ergab bei 87 Betrieben einen durchschnittlichen Verlustgrad von 22 Prozent. GO Gastro & Catering lag mit einem Verlustgrad von nur 11 Prozent deutlich unter dem Durschnitt. Es ist zu beachten, dass im Verlustgrad auch unvermeidbare Zubereitungsreste, wie etwa Rindsknochen (für die täglich frisch zubereitete Rindssuppe) enthalten sind.

Als „Gesunde Küche“ ausgezeichnet

Drei Standorte der GO Gastro & Catering (Mitarbeiterrestaurant RLB OÖ, Krabbelstube von Engel Austria GmbH in Schwertberg und Küche bei Biohort GmbH in Neufelden) wurden Ende 2018 mit dem Zertifikat „Gesunde Küche“ ausgezeichnet. Bei der Speiseplangestaltung arbeitet das Küchenteam am RLB OÖ-Standort mit der Diätologin Andrea Kasper-Füchsl zusammen. Anfang 2018 wurden alle Unterlagen für die Prüfung dem Projektteam „Gesunde Küche“ vom Land OÖ zur Verfügung gestellt. Die Zertifizierung erfolgte in mehreren Schritten.

Speisepläne auf Herz und Nieren geprüft

Den Anfang machte ein Basisseminar der „Gesunden Küche“. Danach wurden die Speisepläne und die dazugehörigen Rezepte dem Projektteam der „Gesunden Küche“ geschickt. Sie wurden auf Herz und Nieren geprüft und in einem anschließenden persönlichen Termin besprochen. Lob gab es viel für die Abwechslung im Speiseplan, die täglichen vegetarischen Gerichte und die Verwendung von Hülsenfrüchten und Pseudogetreide. Aufholbedarf besteht dagegen noch bei der Nutzung von Vollkornmehlen.
Was zu Hause meist schon umgesetzt wird, ist in der Gemeinschaftsverpflegung durch das Warmhalten bzw. anschließende Portionieren oft schwierig. Dazu ist viel Zeit zum Austesten nötig.

Auszeichnung an 24 Betriebe verliehen

Bei einem Festakt in den Linzer Redoutensälen Ende 2018 verlieh Gesundheits-Landesrätin Mag. Christine Haberlander die Auszeichnung an 24 neue Betriebe.

Was ist „Gesunde Küche“?

Die Auszeichnung „Gesunde Küche“ des Landes OÖ ist ein Markenzeichen für ernährungsphysiologische Qualität sowie regionale und saisonale Küche. „Gesunde Küche“-Betriebe bieten abwechslungsreiches Essen, das auch an den jeweiligen altersentsprechenden Bedarf angepasst ist. Auch traditionelle Hausmannskost wird berücksichtigt. Ausgezeichnete „Gesunde Küche“-Betriebe verpflichten sich beim Erstellen der Speisepläne und Rezepte folgende Grundsätze zu beachten:

  • Lebensmittelvielfalt mit regelmäßigem Angebot von Gemüse und Obst.
  • Gezielter Einsatz von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen & Samen, fettarmen Milchprodukten.
  • Sparsame Verwendung von Zucker und Fett bei der Zubereitung der Gerichte.

Hard Facts – 2018 (Standorte RLB Europaplatz, GRZ und Blumautower)

  • 5.000 kg Rindsknochen wurden für die Herstellung der täglich frisch zubereiteten Rindssuppe verwendet.
  • 80.000 kg Frischgemüse wurden verkocht.
  • 10.000 kg Erdäpfel fanden Verwendung.
  • 22 Prozent der verspeisten Gerichte waren vegetarisch.
 
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Florian Brunner

Florian Brunner

Mag. Florian Brunner begann 2008, nach dem Abschluss des Wirtschaftsinformatikstudiums, an der JKU Linz, in der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich zu arbeiten. Seit Mitte 2012 ist er für den Aufbau eines konzernweiten Nachhaltigkeitsmanagements verantwortlich. Bei ihren Aktivitäten sieht sich die Raiffeisenlandesbank OÖ auch den Werten ihres Begründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen verpflichtet, stellt daher das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt und handelt auf Basis der Werte Solidarität, Subsidiarität und Nachhaltigkeit. Für Mag. Brunner darf im ganzheitlichen Nachhaltigkeitsprozess die ökonomische Dimension nicht in den Hintergrund treten. Nur durch eine Balance zwischen der ökologischen, der sozialen und der ökonomischen Dimension können die Themenbereiche Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility erfolgreich weiterentwickelt werden.

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