ISS ESG Review 2019

Auch im Jahr 2019 konnte die RBI ihr gutes Ratingergebnis aus dem Jahr 2018 bestätigen und behält Rang drei in der Kategorie Financials/Commercial Banks & Capital Markets. Besser geratet wurden nur zwei niederländische Banken (NIBC Bank N.V. und ABN AMRO Group N.V.). Als zweites österreichisches Unternehmen ist die Verbund AG im Ranking vertreten. Sie belegt den zweiten Platz (gleiche Platzierung wie im Vorjahr) in der Kategorie Utilities/Electric Utilities. 

Neben dem Erstellen eines Rankings beschäftigt sich der ISS ESG Review 2019 mit einem Vergleich der ESG (Environmental, Social, Governance)-Performance von Schwellen- und entwickelten Ländern. Hier zeigt sich sehr deutlich, dass es bei den Schwellenländern noch großen Aufholbedarf gibt. Nur in der Kategorie Electirc Components schneiden die Schwellenländer besser ab. In den übrigen Kategorien betragen die Unterschiede in der Performance bis zu 20%.
Des Weiteren wird im Bericht die Nachhaltigkeitsperformance von 1600 Großunternehmen in Industrieländern und jene von 800 Großunternehmen in Schwellenländer gemessen. Der Zeitraum erstreckt sich von 2013 bis 2018. Für die Industrienationen lässt sich sagen, dass nur noch weniger als ein Drittel aller Unternehmen über eine schlechte Nachhaltigkeitsperformance verfügt. Im Jahr 2013 war es noch über die Hälfte der Unternehmen. Vor allem der Anteil der Unternehmen mit einer mittelmäßigen Nachhaltigkeitsperformance ist von 2013 bis 2018 von 30 auf 47% gestiegen. 
Ein ähnlich gutes Resümee kann man bei den Schwellenländern leider nicht ziehen. Noch immer weisen knapp 60% der Großunternehmen eine schlechte Nachhaltigkeitsperformance auf. Trotz dieser negativen Erkenntnis lässt sich ein positiver Trend in den Schwellenländern ablesen. Die Zahl der schlecht performenden Unternehmen hat um knapp 20% Prozentpunkte abgenommen und die Anzahl der mittelmäßig performenden Unternehmen hat sich fast verdoppelt (von 17 auf 33 %). 

Ein weiterer Punkt, der im Bericht zu finden ist, ist, dass 41% der Geschäftsmodelle einen positiven Beitrag zu den SDGs leisten, aber auch 27% das Erreichen dieser mehr oder weniger stark behindern. Der restliche Teil der Geschäftsmodelle hat einen beeinflusst die SDGs weder positiv noch negativ. Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Öl, Fast Food und Tabak behindern mit ihren Geschäftsmodellen die Umsetzung der SDGs. 

 

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