Fehlendes Engagement zur Diversitätsförderung

Talente werden nicht genutzt

LGBT Great und die Brunel University Business School erstellten erstmals eine Studie über das Ausmaß unterstützender Maßnahmen für LGBT+ im Finanzdienstleistungs-Bereich. In der Studie, Aiming for Great, wurde festgestellt, dass die meisten Unternehmen in Emea, Apac und den USA überhaupt keine diesbezüglichen Richtlinien haben.

Bei der Förderung von Vielfalt geht es nicht nur darum, die Anzahl der Frauen und der schwarzen, asiatischen und ethnischen (Bame) Minderheiten zu erhöhen. Es ist notwendig, alle Personengruppen miteinzubeziehen. Diese Umfrage hat sich darauf spezialisiert, Unterstützungsmöglichkeiten für LGBT+ Personen am Arbeitsplatz herauszufinden. Es gibt derzeit schätzungsweise 532 Millionen Menschen, die sich dieser Gruppe zugehörig fühlen und laut Prognosen wird diese Zahl weiter steigen.

Aus der Förderung gemischter Teams ergeben sich viele Vorteile. Unternehmen sollten sich daher der Vielfalt annehmen und dies bereits im Vorstand sichtbar machen. Denn es wäre schade, den Talentepool von LGBT+ -Mitarbeitenden sowie anderen Minderheiten nur aufgrund der Annahme, dass Inklusion nicht unterstützt wird und allgemein ein unfreundliches Klima im Unternehmen herrscht, abzuschrecken.

Eine bessere Performance wird auch von 86% der Befragten untermauert, die nach ihrem „Coming Out“ bei der Arbeit mehr Selbstvertrauen und Motivation bekundeten. Es ist also offensichtlich, dass eine offene und Inklusion fördernde Kultur dieses talentierte Personal auch an das Unternehmen bindet. Sichtbare Vorbilder auf Vorstandsebene, aber auch externes Engagement können dabei unterstützend wirken.

Die RBI ist in diesem Bereich mit Programmen wie LGBTI Business Resource Group Embrace oder BRich bereits sehr engagiert, es besteht jedoch weiterhin Bedarf.

 
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Kathrin Haider

Kathrin Haider

Im Bachelor-Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien beschäftigt sich Kathrin Haider neben finanz- und betriebswirtschaftlichen Themen auch mit Change-Prozessen und Nachhaltigkeit. Die Arbeit im Group Sustainability Management der RBI ist für die Burgenländerin die perfekte Ergänzung dazu. Mithilfe diverser Texte bezüglich langfristig erfolgreicher Wirtschaft möchte sie gemeinsam mit ihrem Team auf mögliche Probleme aufmerksam machen und Veränderung bewirken.

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