Biodiversität

Warum wir die Vielfalt brauchen

Im Jahr 1992 in Rio de Janeiro, Brasilien, wurde das Thema Klimawandel das erste Mal thematisiert. Unteranderem wurden auf dieser Konferenz erstmalig Themen zu Klimaschutz, Bekämpfung der Wüstenbildung und Biodiversität diskutiert.

Ein paar Jahre später stellte Österreich seine eigene Biodiversitätsstrategie vor, denn Naturschutz und nachhaltiger Nutzen sollten national in einer eigenen Biodiversitätsstrategie verankert werden.

Doch warum brauchen wir gerade eine Biodiversitätsstrategie?

Österreich ist bis jetzt eines der artenreichsten Länder der Welt, allerdings sind mittlerweile viele heimische Arten vom Aussterben bedroht. Immer mehr Arten ziehen sich in kältere Klimazonen zurück und es kommen automatisch viele invasive Spezies. Mittlerweile sind rund eine Millionen Arten vom Aussterben bedroht, insbesondere Amphibien. Das Erschreckende daran ist, dass wir an dieser Situation
selbst schuld sind. Würden wir besser auf unsere Umwelt achten, wäre es nicht so weit gekommen. Am Verlust der Biodiversität sind vor allem versiegelte Flächen schuld. Somit wird Lebensraum zerstört und damit geht auch die Luftverschmutzung einher.

Aber wofür brauchen wir eigentlich die Artenvielfalt?

Zur Lebensmittelsicherheit zum Beispiel: Wenn viele Insekten verschwinden, fehlt es an Bestäubern für die Blüten unserer heimischen Pflanzen. Viele Bäume und andere Pflanzen können keine Früchte mehr tragen und wir haben Ernteausfälle. Somit ist unsere Nahrung bedroht und wir müssen sie aus anderen Ländern importieren, was auch wieder schlecht für das Klima ist.

Eine plausible Biodiversitäts-
strategie

Im Juli hat das Bundesamt für Nachhaltigkeit und Tourismus zur Kick-Off Veranstaltung des Biodiversitätsdialoges 2030 eingeladen. Im Zuge dieser Veranstaltung wird bis Oktober 2020 versucht, eine plausible Biodiversitätsstrategie für Österreich und international zu schaffen. Bis Dezember diesen Jahres wird anhand von interdisziplinären Projekten und Workshops versucht, eine möglichst breite Masse dazu einzuladen ihre Ideen einzubringen.

Die „alte“ Version von der Biodiversitätsstrategie soll aber weiterhin beibehalten werden. Die aktuelle Biodiversitätsstrategie hat den Artikel 6 des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) als Grundlage. Dieses Übereinkommen umfasst fünf Handlungsfelder.
Nur die Umsetzung bereitet noch viele Probleme. Aber auch hier kann die einzelne Person schon viel erreichen, wie beim Klassiker: nachhaltiger handeln. Hierfür braucht es mehr Bewusstseinsbildung durch die nötige Aufklärung in der Gesellschaft. Zum Beispiel durch Produktkennzeichnungen und Labels kann einiges erreicht werden.

 
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Magdalena Dorau

Magdalena Dorau

Magdalena Dorau studiert an der Universität für Bodenkultur „Umwelt- und Bioressourcenmanagement“ und macht derzeit ein Praktikum im Ökosozialem Forum Österreich und Europa. Neben dem Studium engagiert sie sich ehrenamtlich bei Global 2000 und im Ökosozialem Studierendenforum.

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