Die Wertschöpfungskette Lebensmittel nachhaltig denken

Von Wertschöpfung zu Wertschätzung

Seit 2012 fungiert der AgrarThinkTank als Plattform für junge LandwirtInnen und bietet Raum für Weiterbildung, Ideen, Entwicklung und Umsetzung von zukunftsfähigen Denkansätzen, die notwendig sind, um ökosozial zu denken und zu handeln. Er ist eine Kooperation des Ökosozialen Forums mit den agrarischen Jugendorganisationen Österreichs, um gemeinsam die Zukunft der Landwirtschaft mitzugestalten.

Beim AgrarThinkTank am 16. Mai haben wir gemeinsam mit jungen LandwirtInnen den Versuch gewagt, die Wertschöpfungskette Lebensmittel neu zu denken:

Die landwirtschaftliche Produktion befindet sich inmitten einer Wertschöpfungskette, auf die zahlreiche Einflüsse wirken. Oftmals stoßen Handlungen von einzelnen Akteuren auf Unverständnis in der Bauernschaft, selbiges gilt jedoch auch umgekehrt. Austausch und Weiterbildung kann einen Beitrag dazu leisten, um Missverständnisse auszuräumen und Zusammenarbeit zu fördern. Kooperation und Kommunikation sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Aber was sind die Handlungsmotive der einzelnen Akteure? Wie kann man die Kommunikations- und Kooperationsbasis neu denken?

Die Wertschöpfungskette bei Lebensmitteln schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern muss auch ein Auskommen mit dem Einkommen ermöglichen. Um die Kooperation entlang der Wertschöpfungskette neu zu denken, baucht es individuelle Lösungen, innovative Betriebe mit Weitblick und LandwirtInnen, die über den Tellerrand blicken. Es braucht veränderungsbereite junge Menschen, wie jene beim AgrarThinkTank, die ihre Zeit dafür nutzen, um sich weiterzubilden, anstatt zu jammern.

Entlang der Wertschöpfungskette gemeinsam ein Wertesystem schaffen, das gleichermaßen Mensch, Umwelt und Wirtschaft mitdenkt, muss der Anspruch an uns alle sein. Nicht nur sind die Menschen von der Landwirtschaft, die ihr Essen auf den Teller bringt abhängig, viel mehr ist die Wertschöpfungskette ein System, in dem das Miteinander gelebt werden kann. Durch offenen und direkten Dialog und Austausch untereinander und mit den KonsumentInnen kann Vertrauen geschaffen werden. Dazu ist es notwendig, für einander einzustehen und das gemeinsame Wertesystem zu leben.  Um Kooperation neu zu denken, braucht es QuerdenkerInnen mit Weitblick.

Ökosozial ist, was Arbeit schafft, die Umwelt schützt und die Wirtschaft stützt. Das gilt besonders für eine Wertschöpfungskette, die jeden Menschen betrifft!

 
About the Author

Hans Mayrhofer

Hans Mayrhofer

DI Hans Mayrhofer studierte Agrarökonomie an der BOKU Wien und startete seine Laufbahn als agrarpolitischer Referent im Niederösterreichischen Bauernbund. Anschließend managte er als Büroleiter das Rektorat an der Universität für Bodenkultur Wien und wechselte von dort im Sommer 2011 ins Büro von Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich. Seit Juli 2012 ist Mayrhofer im Ökosozialen Forum tätig, wo er unter anderem die Wintertagung, die größte agrarische Informations- und Diskussionsveranstaltung in Österreich, betreute. Seit 1. 1. 2014 ist Mayrhofer Generalsekretär des Ökosozialen Forums. An den Wochenenden kümmert er sich um seinen landwirtschaftlichen Betrieb im niederösterreichischen Lichtenegg. Seine Leidenschaft gilt darüber hinaus dem Reisen in ferne Länder..

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