Aktuelle Studie zur Generation Z

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

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Die Arbeitswelt steht vor einem Wandel. Dieser zeigt sich auch bei der sogenannten „Generation Z“ – der Bevölkerungsgruppe, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurde, und in naher Zukunft ins Berufsleben einsteigt, beziehungsweise schon darin wirkt.

Die berufundfamilie Service GmbH hat die Vorstudie „Generation Z und ihre Erwartungen an die zukünftige Arbeitswelt“ gemeinsam mit dem Campus M21 durchgeführt.

Die Befragung von über 180 Studierenden der Generation Z beinhaltet folgende Themen und Einzelinterviews, aus denen Hypothesen für eine Online-Befragung abgeleitet werden:

  • Forderungen an Arbeitgeber
  • Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben
  • Maßnahmen zur Bindung an das Unternehmen
  • Arten der Bewerbung

Dabei wurden die acht wesentlichen personalpolitischen Handlungsfelder Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information und Kommunikation, Führung, Personalentwicklung, finanzielle Leistungen sowie Serviceleistungen bearbeitet.

Nachfolgende Ergebnisse können als Grundlage für weitere repräsentative Studien sowie Trends und Handlungsempfehlungen für (zukünftige) Arbeitgeber genutzt werden.

Die Ergebnisse kompakt

Anders als erwartet, bevorzugt die Generation Z eher die Arbeit vor Ort als Home-Office. Fahrtzeiten von etwa 45 Minuten sind dabei unproblematisch. Trotzdem ist die freie Wahl, wo man arbeitet, entscheidend. Co-Working-Spaces und vor Allem öffentliche Plätze schließen die meisten als Ort zum Arbeiten aus.

Allgemein sollte die Flexibilität im Beruf in gewisse Rahmenbedingungen eingebettet sein. Dies zum Beispiel durch interne Aufzeichnung der geleisteten Dienstzeiten verbunden mit Gleitzeitangeboten und fixer Festlegung von Office-Zeiten, oder einer begrenzten Erreichbarkeit außerhalb des Büros.

Ein angemessenes Gehalt, sichere Arbeitsplätze sowie Gesundheitsförderung als Zusatzleistung sind für die Generation Z entscheidend. Dafür sind sie auch bereit, Mehrarbeit zu leisten – vor Allem wenn es um Projekte geht oder monetäre Vorteile und Karrierechancen damit verbunden sind. Auch bei Überstunden möchte sich die Generation Z ihre Optionen zu Ausbezahlung oder Zeitausgleich offenhalten.

Als Digital Natives möchten die zukünftigen Arbeitskräfte die virtuelle Kommunikation zwar nutzen, gleichzeitig zählt für sie auch das persönliche Gespräch mit Kollegen, Geschäftspartnern und vor Allem auch der Führungskraft. Deshalb wünschen sich die Befragten feste Tage, an denen die Vorgesetzten vor Ort und verfügbar sind. Allgemeine oder unternehmensinterne Angelegenheiten werden weiterhin bevorzugt per Mail kommuniziert, während WhatsApp und andere Messenger-Dienste im privaten Bereich bleiben sollen.

Das Privatleben lässt sich für die Zielgruppe durch Teilzeit oder Ähnliches an sich gut mit der Arbeit verknüpfen. Fast alle Befragten bezeichnen sich als Familienmensch und würden daher für die Betreuung von Verwandten von Vollzeit auf Teilzeit wechseln. Eine Verminderung der Arbeitsstunden wäre für sie auch denkbar, wenn es die finanzielle Situation erlaubt. Immerhin ein Drittel würde schlichtweg für mehr Freizeit auf Vollzeitanstellung verzichten.

Daraus wird deutlich, dass die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben wichtiger wird – genauso wie die persönliche Verwirklichung und die eigenständige Verantwortung. Dahingehend wünscht sich die junge Generation Weiterbildungsmöglichkeiten im Beruf, die finanziell unterstützt werden und nicht in Konflikt mit der täglichen Agenda stehen.

Man möchte als Individuum gefördert und gefordert werden. Deshalb sollten sich Arbeitgeber die Ergebnisse der Vorstudie – beziehungsweise die nachfolgende repräsentative Studie – als Anknüpfungspunkt für weitere Überlegungen zu Nutze machen.

Die gesamte Studie können Sie hier nachlesen.

 

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