Smart Meter – Mein Weg zum intelligenten Stromzähler Vol.1

(c) chalermphon/Adobe Stock

Wie im letzten Artikel versprochen, lasse ich euch an meinem Weg zum eigenen Smart-Meter, um damit die Stromkosten für die Klimaanlage zu reduzieren, teilhaben.

Was ist ein Smart-Meter?

Da ich nicht davon ausgehen kann, dass sich alle Leser hier mit ihrem Stromzähler auseinandersetzen, hier noch eine kurze Erklärung was das überhaupt ist.

Smart Metering ist das computergestützte Messen, Ermitteln und Steuern von Energieverbrauch und -zufuhr. Dabei sind Unternehmen und Privathaushalte gleichermaßen relevant. Smart Meter sind intelligente, vernetzte Zähler für Ressourcen und Energien wie Wasser, Gas oder Strom. Als Stromzähler sind sie Teil des Smart Grid, des intelligenten Stromnetzes.

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Wie funktioniert das Smart-Meter Opt-in?

Wie im letzten Artikel beschrieben möchte ich im Sommer, wenn die Sonne scheint, meine Klimaanlage mit günstigem Sonnenstrom betreiben. Da ich die Wohnung miete und deshalb keine eigene Photovoltaikanlage bauen kann, die natürlich den günstigsten Strom produziert, weil die Netzkosten & Abgaben wegfallen. Das einzige, was ich also tun kann, ist zumindest dann den Strom zu nutzen, wenn alle anderen gerade ins Netz einspeisen und dadurch der Strompreis sinkt. In Wien ist der einzige Anbieter, der mir ermöglicht von günstigen Strompreisen im Sommer zu profitieren mein Greenstar Gewinnerkollege Simon Schmitz von aWATTar, aber nur dann wenn ich bereits einen Smart Meter besitze. Was ich nicht wusste, dass man den Prozess einen Smart-Meter installiert zu bekommen, beschleunigen kann, indem man an die Wiener Netze ein ganz einfaches Mail schreibt. Folgendes Mail habe ich also vor einigen Wochen an die smartmeter@wienernetze.at geschickt. Eine genaue Info zum Smart-Meter Opt-in gibts auch hier.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte hiermit meinen ausdrücklichen Wunsch platzieren, an meiner Stromanlage (Zählpunkt-ID [33-Stellen hier eintragen, oder] [Anlagenadresse hier eintragen]) ein intelligentes Messgerät ("Smart Meter") installiert zu bekommen. Laut Absatz 5, IME-VO Novelle 2017 (https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/II/2017/383/20171215), die seit Dezember 2017 in Kraft ist, haben die Verteilnetzbetreiber dies auf Kundenwunsch zu ermöglichen, ungeachtet des Projektplans für den flächendeckenden Rollout, und spätestens binnen 6 Monaten, in meinem Fall also bis spätestens [Heutiges Datum + 6 Monate eintragen]. Ich bitte um eine kurze schriftliche Bestätigung, dass Sie dieses Schreiben erhalten haben.

Mit freundlichen Grüßen,

[Name eintragen]

Awattar – https://www.awattar.com/blog/smartmeteroptin

Welche Firmen ermöglichen die direkte Verbindung mit der Strombörse?

In Wien gibt es mit aWATTar derzeit nur einen Anbieter, der die Möglichkeit bietet, direkt mit den Strompreisen an der Börse gekoppelt zu werden (wenn auch nur im Viertelstundentakt), aber in den anderen Bundesländern gibt es noch andere. Hier eine vielleicht nicht endgültige Liste. Wer mehr kennt einfach melden.

Nun heißt es Abwarten, bis die Wiener Netze kommen und den Zähler tauschen. Da er am Gang ist, muss ich dafür nichtmal zuhause sein. Danach werde ich auf den stündlichen Tarif umstellen und mir überlegen, wie ich die Klimaanlagen dann steuere und wie ich mit dem neuen Zähler nun vielleicht auch meinen Stromverbrauch visualisieren und dadurch optimieren kann. Ich lasse euch dann wissen, wie es weitergeht.

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About the Author

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel ist österreichische Solarunternehmerin und passionierte Energiebloggerin. Nach dem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien widmete sie sich als eine der wenigen Wirtschaftsabsolventen bereits im Jahr 2008 dem Thema Solarenergie. 2011 gründete sie die Solarberatung Dachgold mit Fokus auf die Beratung von Unternehmen welche in Photovoltaik oder Solarthermie investieren möchten. Ihr Spezialgebiet ist die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energieträger und in diesem Gebiet vor allem das Thema Gestehungskosten in all seinen Ausprägungen. 2014 initiierte sie gemeinsam mit dem Anlagenbauer 10hoch4 die Aktion Tausendundein Dach mit dem Ziel 1001 Unternehmensdächer bis 2020 zu solarisieren. In diesem Zusammenhang hält sie laufend Vorträge über die Kosten und Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien und warum kein Weg an einer unternehmenseigenen Photovoltaikanlage vorbeiführt.

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