Nachhaltigkeit ist Europa nicht egal

  • Mit dem Ökosozialen Nachhaltigkeits-Radar europäischer Regionen 2018 hat das Ökosoziale Forum die Performance der europäischen Regionen in allen Bereichen der Nachhaltigkeit verglichen.
    Fünf Jahre nach dem ersten Sustainabilty-Check hat das Ökosoziale Forum wieder die europäischen Regionen (auf NUTS-2-Ebene) unter die Nachhaltigkeits-Lupe genommen und hinsichtlich ihrer ökonomischen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit untersucht. Wie schon 2013 schneiden auch bei dieser Neuauflage der Studie die skandinavischen Regionen gut ab. Doch auch Schweizer Regionen können als Vorbild dienen.

Vor allem Regionen nördlicher Länder Europas schaffen es besonders gut das Nachhaltigkeitsdreieck zu schließen und denken Mensch, Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen mit. Schweden, die Schweiz und Finnland weisen die meisten Regionen mit den höchsten Punkten auf. Danach folgt an sechster Stelle im Ranking Österreich.

Mit dem Ökosozialen Sustainability Check europäischer Regionen 2018 haben wir ein solides Instrument zur Verfügung, mit dem der Fortschritt europäischer Regionen auf dem Weg zur Umsetzung einer nachhaltigen ökosozialen Marktwirtschaft gemessen und evaluiert werden kann. Klar ist, dass es einen intensiven Dialog zwischen Gemeinden und Regionen und der Europäischen Union braucht. Gerade in den Bereichen sozialer, natürlicher und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit gibt es massive Unterschiede innerhalb der Länder, eine nationale Strategie greift oft zu kurz. Das sieht man zum Beispiel sehr gut an Italien wo die nördliche Region unter den Besten ist, die südliche hingegen zum Schlusslicht gehört. Eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie muss daher auf regionale Gegebenheiten Rücksicht nehmen. Oder anders gesagt: Think global, act local!

Österreich an 6. Stelle im Nachhaltigkeitsranking

Die österreichischen Bundesländer schneiden im europäischen Vergleich sehr gut ab und zeigen eine homogene Performance über alle Regionen verteilt. Insgesamt liegen die österreichischen Bundesländer im europäischen Vergleich im vorderen Drittel. Wobei Oberösterreich, Steiermark und Wien Spitzenreiter sind.

Österreich ist in Summe auf einem guten Weg, denn alle Bundesländer haben im ökosozialen Nachhaltigkeits-Radar europäischer Regionen 2018 gut abgeschnitten. Das gilt es weiter auszubauen. Ein wichtiges Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie Österreichs muss sein, die Idee der ökosozialen Marktwirtschaft noch intensiver voranzutreiben. Im Sinne des dreifachen Nachhaltigkeitsprinzips: natürlich nachhaltig, sozial nachhaltig und wirtschaftlich nachhaltig, müssen wir uns für ein enkerltaugliches Europa einsetzen! Wir haben die Aufgabe, heute schon an morgen zu denken und deinen Schritt weiter zu gehen.

Der ökosoziale Sustainability Check europäischer Regionen 2018 stellt ein Messinstrument dar, um das Programm der Ökosozialen Marktwirtschaft weiterzuentwickeln und Fortschritte zu überprüfen. Wir stehen am Anfang eines Weges zu einem nachhaltigeren Europa, den wir unbedingt verfolgen müssen, um uns nicht selbst das Wasser abzugraben.

 

Die Ergebnisse des Nachhaltigkeits-Radars europäischer Regionen 2018 inklusive aller Graphiken stehen Ihnen unter www.ökosozial.at zur Verfügung.

 

 
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Hans Mayrhofer

Hans Mayrhofer

DI Hans Mayrhofer studierte Agrarökonomie an der BOKU Wien und startete seine Laufbahn als agrarpolitischer Referent im Niederösterreichischen Bauernbund. Anschließend managte er als Büroleiter das Rektorat an der Universität für Bodenkultur Wien und wechselte von dort im Sommer 2011 ins Büro von Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich. Seit Juli 2012 ist Mayrhofer im Ökosozialen Forum tätig, wo er unter anderem die Wintertagung, die größte agrarische Informations- und Diskussionsveranstaltung in Österreich, betreute. Seit 1. 1. 2014 ist Mayrhofer Generalsekretär des Ökosozialen Forums. An den Wochenenden kümmert er sich um seinen landwirtschaftlichen Betrieb im niederösterreichischen Lichtenegg. Seine Leidenschaft gilt darüber hinaus dem Reisen in ferne Länder..

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