ÖsterreicherInnen wollen Energiewende

  • Regelmäßig lassen wir die Einstellung der ÖsterreicherInnen zur Energiewende vom Meinungsforschungsinstitut GfK repräsentativ abfragen. Im Februar wurden 750 Personen befragt. Hierbei zeigt sich, dass trotz hoher Zufriedenheit mit der Umweltsituation sich die ÖsterreicherInnen Sorgen über den Klimawandel machen: rund zwei Drittel erachten diesen als ‚ziemlich‘ bzw. ‚sehr bedrohlich‘.

Die Energiewende soll ihrer Meinung nach rasch erfolgen, einer Nutzung der fossilen Energieträger stehen die Befragten skeptisch gegenüber. Der Aussage, wonach die Energiewende möglichst rasch umgesetzt werden soll und die Nutzung von Wind, Wasser, Photovoltaik und Biomasse jene der fossilen Energieträger ablösen soll, stimmten sogar 49% ‚sehr zu‘ – der höchste Wert seit diese Frage erhoben wird (2013). 64% der Befragten sind aber mit der heimischen Energie- und Klimapolitik unzufrieden.

Stromproduktion in Atomkraft- und Kohlekraftwerken findet die höchste Ablehnung. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass ihnen bei der Erzeugung von Strom die Vermeidung von klimaschädlichen Treibhausgasen ‚sehr wichtig‘ ist. Die Eigenversorgung Österreichs von Stromimporten erachten insgesamt 86% der Befragten als wichtig an. Die Bevölkerung sieht eine Chance in der Schaffung regionaler Arbeitsplätze bei der Stromerzeugung und eine Stärkung der ländlichen Regionen durch heimische Energieträger. Die regionale Erzeugung von Strom sehen 89% der Befragten als wichtiges Ziel an. Die Frage nach der Einschätzung der Kostenanteile für die Energiewende an den Gesamtkosten für Energie in einem Durchschnittshaushalt fällt überraschend positiv aus. Die Fragestellung („Gehen wir davon aus, dass ein durchschnittlicher Haushalt im Jahr etwa 3.000 Euro für Energie ausgibt. Von diesem Betrag sind etwa 100 Euro als Beitrag zur Energiewende für Ökostrom eingerechnet, sozial schwächer gestellte Haushalte sind davon großteils befreit. Wie beurteilen Sie diesen Beitrag zur Energiewende?“) beantwortete die Hälfte der Befragten mit ‚das ist in Ordnung‘, nur für 13 Prozent war der Betrag zu hoch.

 
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Antonio Fuljetic-Kristan

Antonio Fuljetic-Kristan

DI Antonio Fuljetic-Kristan ist seit 2010 Pressesprecher des Österreichischen Biomasse-Verbandes und Chefredakteur der Zeitschrift ökoenergie. Er studierte Forstwissenschaften an der Universität für Bodenkultur Wien und hat sich im Rahmen postgradualer Lehrgänge ein Fachwissen in Öffentlichkeitsarbeit und Exportmanagement angeeignet. Mit seiner Gattin und dem fünfjährigen Sohn bestreitet er den Alltag und wandert am liebsten mit seinem Hund in seiner Heimat – dem Wienerwald.

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