Humanvermögensbericht der Raiffeisen Bankengruppe zeigt: Investitionen in Aus- und Weiterbildung rechnen sich

  • Humanvermögensbericht 2015

  • Die Raiffeisen Bankengruppe Österreich präsentierte Mitte November 2016 den ersten Humanvermögensbericht einer mehrstufigen Bankengruppe im deutschsprachigen Raum. Als Projektverantwortliche freue ich mich, dass darin erstmalig der Beitrag der Raiffeisen Bankengruppe zur heimischen Humankapitalbasis (durch Aus- und Weiterbildung generiertes Leistungspotenzial der Beschäftigten) und seine volkswirtschaftliche Bedeutung erhoben wurde. Der Bericht wurde auf Basis einer umfassenden Fragebogenerhebung mit geprüften Daten aus dem Jahr 2015, gemeinsam mit dem Economica Institut für Wirtschaftsforschung unter der Leitung von Christian Helmenstein, erstellt.

„Nach der Analyse des ökonomischen Fußabdrucks und der publizierten Ökobilanzierung in den beiden Vorjahren, vervollständigt der vorliegende Humanvermögensbericht die Darstellung der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung Raiffeisens in Österreich. Der Bericht liefert wissenschaftlich erhobene Kennzahlen, die zeigen, dass wir mit unseren Humankapitalinvestitionen einen überdurchschnittlichen Beitrag zu Wirtschaftswachstum und Produktivität leisten. Schließlich zählt Humankapital neben Innovationen zu den wichtigsten Faktoren wirtschaftlichen Wachstums“, so Walter Rothensteiner, Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbands und Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, über die Beweggründe für die Berichtserstellung.

Die Highlights daraus:

20 Millionen Euro Ausgaben pro Jahr für Weiterbildung

Mit Ausgaben für Aus- und Weiterbildung von 816 Euro pro Beschäftigten (Österreich-Durchschnitt: 425 Euro) und 25,4 Weiterbildungsstunden pro Jahr (Österreich-Durchschnitt: 10 Stunden) leistet die Raiffeisen Bankengruppe einen weit überdurchschnittlichen Beitrag zum heimischen Produktivitäts- und Wirtschaftswachstum. Denn, jeder Euro, der in betriebliche Aus- und Weiterbildung investiert wird, erhöht die Wertschöpfung um 3,60 Euro.

Regionalität schafft Zeitkostenersparnis und schont die Umwelt

Die flächendeckende Präsenz der Raiffeisen Bankengruppe führt für die Beschäftigten zu vergleichsweise kurzen Arbeitswegen mit durchschnittlichen Pendelzeiten von 10,1 Minuten (Österreich-Durchschnitt: 18,6 Minuten). Das Resultat der kurzen Wegzeiten lässt sich monetär mit 10,6 Millionen Euro Zeitkostenersparnis bewerten. Auch auf die Umwelt hat dieser Effekt – durch die Einsparung von mindestens 3,3 Tonnen CO2-Äquivalent – positive Auswirkungen.

Ausbildung von 40 Prozent aller Bank-Lehrlinge

Die Raiffeisen Bankengruppe bietet Arbeitnehmern Perspektiven entlang aller Ausbildungsniveaus. 2015 wurden in der Raiffeisen Bankengruppe 40 Prozent aller Bank-Lehrlinge in Österreich ausgebildet. 82 Prozent der jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nach ihrem positiven Lehrabschluss in den fixen Personalstock übernommen.

Beschäftigte sind produktiver als der Branchenschnitt

Die Produktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisen Bankengruppe ist um 17 Prozent höher als im Branchendurchschnitt. Darüber hinaus sind die Beschäftigten überdurchschnittlich gut ausgebildet und tendenziell jünger als im österreichischen Schnitt.

Hohe Investitionen in die Gesundheitsvorsorge

Zahlreiche Präventionsmaßnahmen im Gesundheitsbereich führen zu überdurchschnittlich hohen Pro-Kopf-Ausgaben von 141,55 Euro und einer Gesamtsumme von 3,5 Millionen Euro jährlich für die betriebliche Gesundheitsförderung.

Den Humanvermögensbericht können Sie online unter folgendem Link abrufen.

 
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About the Author

Andrea Sihn-Weber

Andrea Sihn-Weber

Mag. Andrea Sihn-Weber ist gebürtige Wienerin, studierte Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und absolvierte eine Ausbildung zur zertifizierten CSR-Managerin. Seit 2012 leitet sie die Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement in der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG. Diese Aufgabe beinhaltet die Umsetzung aller nachhaltigkeitsrelevanten Maßnahmen für die RZB-Gruppe im In- und Ausland. Darüber hinaus ist sie Geschäftsführerin der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative. Über diese Plattform werden unterschiedlichste Projekte im Bereich Klimaschutz, erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz umgesetzt. Davor war sie viele Jahre bei der Raiffeisen-Leasing tätig, wo sie als Marketing- und PR-Leiterin die erfolgreiche Positionierung des Unternehmens im Bereich der Ökoenergie und Elektromobilität verantwortete. Privat bereist sie seit vielen Jahren die Länder Südostasiens, wo sie von den Menschen, aber auch von Fauna und Flora begeistert ist.

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