Wenn das Wasser bis zum Hals steht …

  • Sommerhitze 35 Grad auf dem Thermometer

  • Im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen oft Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen. Vergessen wird dabei oft, dass auch Dürreperioden, Überflutungen, Erdbeben und andere Naturkatastrophen zur Flucht zwingen. Künftig wird es aufgrund des Klimawandels zu einer verstärkten Migration kommen. Wenn die Prognosen zutreffen, dann wird es im Nahen Osten und Nordafrika so heiß werden, dass Menschen in vielen heute besiedelten Gegenden nicht mehr leben können.

Insgesamt leben 500 Millionen Menschen in dieser Region. Darüber hinaus leben rund 200 Millionen Menschen in Küstengebieten, die nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegen. Armutsbekämpfung muss Hand in Hand gehen mit dem Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Der Kampf gegen den Klimawandel ist Gebot der Stunde. Erfreulich ist, dass das Europäische Parlament das Pariser Abkommen so schnell ratifiziert hat und dass auch die USA und China an Bord sind. Zusammen sind die beiden Länder für 40 Prozent des CO2 Ausstoßes verantwortlich. Nun muss das Abkommen im Sinne einer neuen Ära in der Klimapolitik rasch umgesetzt werden. Ich erwarte mir konkrete Umsetzungsziele in Marrakesch.

Ziel muss natürlich sein, dass weniger Menschen ihre Heimat verlassen müssen und wir mithelfen, die Schwachstellen vor Ort auszugleichen. Es gibt bereits zahlreiche Initiativen, wo Wissen und Erfahrungen aus Europa in die betroffenen Ländern ‚exportiert‘ werden. So gibt es zum Beispiel Projekte zu modernem Saatgut, das weniger Wasser benötigt, oder zum Ausbau von Bewässerungsanlagen. Hier sollten wir vor allem auch seitens der Europäischen Union verstärkt Initiativen setzen. Entscheidend ist, dass die Sicherheitspolitik, Umweltpolitik und Entwicklungspolitik auf globaler Ebene eng zusammenarbeiten.

 
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Hans Mayrhofer

Hans Mayrhofer

DI Hans Mayrhofer studierte Agrarökonomie an der BOKU Wien und startete seine Laufbahn als agrarpolitischer Referent im Niederösterreichischen Bauernbund. Anschließend managte er als Büroleiter das Rektorat an der Universität für Bodenkultur Wien und wechselte von dort im Sommer 2011 ins Büro von Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich. Seit Juli 2012 ist Mayrhofer im Ökosozialen Forum tätig, wo er unter anderem die Wintertagung, die größte agrarische Informations- und Diskussionsveranstaltung in Österreich, betreute. Seit 1. 1. 2014 ist Mayrhofer Generalsekretär des Ökosozialen Forums. An den Wochenenden kümmert er sich um seinen landwirtschaftlichen Betrieb im niederösterreichischen Lichtenegg. Seine Leidenschaft gilt darüber hinaus dem Reisen in ferne Länder..

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