Globalisierung macht die Wirtschaft verletzbarer durch Klimawandel

  • Eine Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung vom Juni 2016 weist auf eine interessante Studie hin, die einen weiteren weitreichenden Aspekt zwischen der Verflechtung von Klimawandel und Wirtschaft aufzeigt.

Dabei haben das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und die Columbia University erstmals zusammengearbeitet, und die Anfälligkeit des globalen Wirtschaftsnetzwerkes für Hitzestress zu untersuchen. Am Beispiel der Leistungsminderung von Arbeitskräften durch Extremtemperaturen zeigt die Analyse erstmalig, wie die immer weiter gewachsene Vernetzung der globalen Lieferbeziehungen Produktionsverluste verstärken kann, weil diese Verluste sich leichter über Ländergrenzen hinweg fortpflanzen.

Die Studie deckt globale Handelsflüsse zwischen 26 Industriesektoren ab – von Bergbau und Rohstoff-Gewinnung über Textil- und Bekleidungsgewerbe, Post und Telekommunikation, bis hin zur Verbrauchernachfrage in 186 Ländern. Die Forscher konzentrierten sich auf die weniger vorhersagbaren Effekte von kleinen täglichen Störungen durch Extremtemperaturen, die zu Hitzestress bei Arbeitskräften in der Bauwirtschaft, der Landwirtschaft und anderen Wirtschaftssektoren führen. Sie führten Computersimulationen mit Daten zu Temperatur, Bevölkerung und dem globalen Wirtschaftsnetzwerk von 1991 bis 2011 durch, basierend auf bereits existierender Forschung zu Temperatureffekten auf Arbeitsproduktivität.

Aufgezeigte Ergebnisse sind u.a.:

  • Die Anfälligkeit des Wirtschaftsnetzwerkes für Hitzestress hat sich im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt
  • Bei ungebremstem Klimawandel wird die Zunahme von Wetterextremen starke Auswirkungen auf die natürlichen und gesellschaftlichen Systeme haben

Weiterführende Informationen zu dem veröffentlichten Artikel finden Sie unter:

https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/globalisierung-macht-die-wirtschaft-verletzbarer-durch-klimawandel

http://advances.sciencemag.org/content/2/6/e1501026.full

http://advances.sciencemag.org/content/advances/suppl/2016/06/07/2.6.e1501026.DC1/1501026_SM.pdf

http://www.nature.com/news/climate-economics-make-supply-chains-climate-smart-1.14636?WT.ec_id=NATURE-20140206

 
About the Author

Tanja Daumann

Tanja Daumann

Dr. Tanja Daumann ist in Oberösterreich aufgewachsen. Seit 2012 arbeitet Sie in RBI Group Sustainability Management. Die Aufgaben umfassen das Reporting und Monitoring der umweltbezogenen Daten für die RBI und Netzwerkbanken in CEE sowie die Verbundunternehmen inkl. der Berichterstattung im Nachhaltigkeitsbericht und im Carbon Disclosure Project. Darüber hinaus wird die Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative betreut.

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