Genossenschaftliches Carsharing

  • (c) Raiffeisen Vorarlberg. Caruso Carsharing

  • Kürzlich bin ich über das Carsharing-Projekt „Caruso“ gestolpert. „Caring is sharing“ heißt es. Das setzen der Bregenzer Unternehmer Dipl.-Ing. Hubert Rhomberg und Carsharing-Anbieter Dipl.-Ing. Christian Steger-Vonmetz mit ihrem Carsharing-Projekt Caruso um. Das genossenschaftliche Modell sorgt für umweltschonende Mobilität in Vorarlberg.

    Das Prinzip von „Caruso“ ist denkbar einfach: Wer selbst ein Auto besitzt, stellt es, immer wenn er es nicht braucht, auf www.carusocarsharing.com zur Verfügung. Hat jemand keinen eigenen Wagen, benötigt aber gerade einen, reserviert er auf der Website eines der verfügbaren Autos in seiner Umgebung und kann schon losfahren. Das gilt für Private genauso wie für Betriebe und öffentliche Stellen.

Raiffeisen Vorarlberg unterstützt das Projekt für ein flächendeckendes Carsharing im Ländle und begleitet es nun als neues Mitglied des Revisionsverbands der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg. Fragt man Herrn Mag. Dr. Jürgen Kessler, Leiter des Revisionsverbands der RLB Vorarlberg, so betont dieser, dass die bewährte Rechtsform der Genossenschaft momentan eine Renaissance erlebt. Mehr Informationen zur Rechtsform Genossenschaft sowie deren Vorteile kann man auch hier nachlesen: http://www.kooperieren.at/

Der Trend Dinge zu nutzen, ohne sie selbst besitzen zu müssen, hält an. Österreichweit gibt es inzwischen einige private Carsharing-Plattformen wie beispielsweise “Carsharing24/7“  oder „Autoshare“. Gewerbliche Anbieter in der eigenen Region (inklusive Preisvergleich) findet man am Leichtesten hier: http://www.carsharing-vergleich.at

Zugegeben, es spricht aber auch viel für privates Carsharing: Ein Vorteil ist die Nutzungsgebühr in der die Wartungs- und Reparaturkosten, um die sich der Carsharing-Teilnehmer nicht kümmern muss, inkludiert sind. Die effiziente Nutzung ist ein weiteres positives Merkmal. Wer ehrlich ist, muss zugeben dass ein Fahrzeug generell eher ein „Stehzeug“ ist. Durch Carsharing, insbesondere das privat organisierte, wird das Fahrzeug effizient und ressourcenschonend genützt. Die Rechnung hierbei ist einfach: Normalerweise kommt auf eine Person ein Auto. Beim privaten Carsharing besitzen jedoch mehrere Personen ein Auto, es werden also Materialien und Ressourcen sowie CO2-Emissionen, die durch die Produktion entstehen, eingespart. Ein weiterer „Zusatz“-Effekt ist die Förderung des bewussten Umgangs mit dem Auto. Man überlegt sich beim Carsharing womöglich zweimal, ob man das Auto benützt, oder doch lieber das Fahrrad und die Öffentlichen Verkehrsmittel. Natürlich gibt es aber auch beim Carsharing Nachteile: Ein wesentlicher Nachteil ist die eingeschränkte Unabhängigkeit. Spontanität ist nicht immer möglich und man muss sich mit anderen Carsharing-Teilnehmern organisieren. Carsharing ist in den Städten inzwischen zwar schon weit verbreitet, aber im ländlichen Raum oft noch wenig vertreten. Auch für Berufspendler ist Carsharing eher wenig geeignet. Idealer wäre in diesem Fall beispielsweise sich einer Fahrgemeinschaft anzuschließen. Wer das Auto schließlich als Statussymbol sieht, wird sich mit Carsharing auch eher weniger anfreunden können.

Nicht jeder nützt sein Auto gleich. Eine erfolgreiche Carsharing-Nutzung hängt also ganz vom Nutzertyp und dessen Gewohnheiten bzw. Vorlieben an.

 
Posted in:
About the Author

Ulrike Capelare

Ulrike Capelare

Als akademisch geprüfte Werbekauffrau begann sie ihre Tätigkeit in der Marketing- und PR-Abteilung der Raiffeisen-Leasing 2003. Diese begann sich 2007 im Bereich der Ökoenergie zu positionieren, eine Aufgabe die bei Frau Capelare erstmalig das Interesse an diesem Thema weckte. Seit 2012 ist sie in der RZB AG in der Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement der RZB-Gruppe tätig. Dort hat sie ihren Schwerpunkt im Bereich Kommunikation und ist zudem Projektmanagerin der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative. Ihre Freizeit gehört ihrer Familie und dem experimentellen Arbeiten im Garten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.