„Zukunftsfähig durch Nachhaltigkeit“

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  • So lautet die zentrale Botschaft des soeben als E-Book erschienenen Nachhaltigkeitsberichts der RZB-Gruppe 2014. Der Bericht ist ein wichtiger Bestandteil unseres kontinuierlichen Dialogs mit den internen und externen Stakeholdern und soll informieren, wie wir unseren Nachhaltigkeitsauftrag erfüllen und zugleich einen Ausblick auf die geplanten Maßnahmen geben.

Darüber hinaus haben wir erstmalig einen Videoclip erstellt, der zeigt, wie Nachhaltigkeit in der RZB-Gruppe gelebt wird. Interessierte finden das Video auf unserer Homepage unter: www.rzb.at/nachhaltigkeitsmanagement. Die Idee zu diesem animierten Video entstand, um allen Stakeholdern auf möglichst einprägsame Weise die Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeitsmanagement näher zu bringen. Es zeigt neben Statements unserer Vorstände, wie unsere Nachhaltigkeitsstrategie aufgebaut ist und was die Rolle der RZB-Gruppe als verantwortungsvoller Banker, fairer Partner und engagierter Bürger konkret bedeutet.

Dass man sich als Bankengruppe derzeit in einem sehr herausfordernden Umfeld bewegt, muss ich wohl nicht extra betonen. Aus meiner Sicht wird daher das Berücksichtigen nachhaltiger Aspekte in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft immer wichtiger, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Daher haben wir auch letztes Jahr eine Fokusgruppe organisiert, um im Austausch mit unseren Stakeholdern Überlegungen zum Thema „RZB-Gruppe 2025: Nachhaltige Zukunftsszenarien und -strategien“ anzustellen. Die entsprechenden Empfehlungen seitens der Stakeholder können Sie auf Seite 30 und 31 im Bericht nachlesen. Aus diesen Gesprächen kristallisierte sich auch das Motto, unter dem dieser fünfte Nachhaltigkeitsbericht der RZB-Gruppe steht, heraus. Nicht unerwähnt lassen möchte ich die grafische Gestaltung des Covers und der Kapitelseiten des Nachhaltigkeitsberichts. Diese erfolgte durch die Künstlerin Brigitte Nehiba, eine Autodidaktin, die im Atelier 10 – in einem Projekt der Caritas zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Kunstwelt – das künstlerische Angebot nützt.

Berichtsrahmen der vierten Generation

Über die Global Reporting Initiative (GRI), ein weltweit anerkannter, umfassender und transparenter Berichtsrahmen, der es Unternehmen und Organisationen ermöglicht, ihre wirtschaftliche, ökologische und soziale Leistung anhand verschiedener Indikatoren transparent darzulegen, haben wir bereits berichtet. Mit der Veröffentlichung der vierten Generation der GRI (GRI G4), an der sich unser Bericht erstmalig orientiert, steht das Prinzip der Wesentlichkeit im Zentrum der Berichterstattung. Mit der neuen G4-Leitlinie stellt die GRI noch höhere Anforderungen als bisher an die Einbindung der Stakeholder und die Fokussierung auf die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte in der Berichterstattung. Besonders wichtig ist uns die externe Prüfung unserer Daten. Diese wurden erneut durch das wirtschaftlich unabhängige und unparteiliche Dienstleistungsunternehmen Lloyd’s Register Quality Assurance (LRQA) überprüft.

Nachfolgend noch einige Highlights aus dem Bericht:

  • Erfolgreiche Initiativen im Kerngeschäft Die Einführung des Environmental and Social Management Systems (ESMS) gemäß den Standards der International Finance Corporation (IFC) in mehreren RBI-Netzwerkbanken im Jahr 2014 hat die Nachhaltigkeit im Kerngeschäft weiter vorangebracht. Darüber hinaus stellte die Multilateral Investment Guarantee Agency (MIGA), ein Unternehmen der Weltbankgruppe, vor kurzem den Netzwerkbanken in Albanien, Belarus, Bosnien und Herzegowina sowie Kosovo und Serbien Garantien in Höhe von 457 Millionen Euro zur Verfügung. Durch die Reduktion des Risikos unserer Netzwerkbanken kann das lokale Kreditvolumen aufrechterhalten und somit das Wirtschaftswachstum, die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation sowie die Verringerung der Armut vorangetrieben werden.

Die Übernahme der Green Bond-Prinzipien der International Capital Market Association (ICMA) durch die RBI AG ist ebenso eine positive Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres. Die Prinzipien sind aus dem rasch wachsenden Markt der Green Bonds entstandene freiwillige Richtlinien, die Transparenz und Offenlegung befürworten.

Weiters hat die Raiffeisen KAG im Mai 2015 die Nachhaltigkeits-Fondspalette um einen weiteren Fonds, den Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Solide, einen gemischten Investmentfonds, für Anleger erweitert.

  • Mitarbeitereinbindung Um das Nachhaltigkeitsbewusstsein in der Gruppe weiter zu forcieren, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Sie erinnern sich vielleicht noch an den Ideenwettbewerb „Nachhaltigkeits-Challenge“ der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative, wo die Gewinner über diesen Blog ermittelt wurden. Neben dem Blog, der sich inzwischen gut etabliert hat, entstand auch noch ein E-Learning-Tool zum Thema Nachhaltigkeit für neue Mitarbeiter. Darüber hinaus konnten sich gruppenweit alle Mitarbeiter bei einer Befragung über ihr Mobilitätsverhalten zum Dienstort sowie bei Geschäftsreisen einbringen.

Es gäbe noch viele erwähnenswerte Dinge, aber das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Daher lade ich Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild über den Nachhaltigkeitsbericht zu machen. Über Ihr Feedback würde ich mich freuen!

 
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Andrea Sihn-Weber

Andrea Sihn-Weber

Mag. Andrea Sihn-Weber ist gebürtige Wienerin, studierte Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und absolvierte eine Ausbildung zur zertifizierten CSR-Managerin. Seit 2012 leitet sie die Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement in der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG. Diese Aufgabe beinhaltet die Umsetzung aller nachhaltigkeitsrelevanten Maßnahmen für die RZB-Gruppe im In- und Ausland. Darüber hinaus ist sie Geschäftsführerin der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative. Über diese Plattform werden unterschiedlichste Projekte im Bereich Klimaschutz, erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz umgesetzt. Davor war sie viele Jahre bei der Raiffeisen-Leasing tätig, wo sie als Marketing- und PR-Leiterin die erfolgreiche Positionierung des Unternehmens im Bereich der Ökoenergie und Elektromobilität verantwortete. Privat bereist sie seit vielen Jahren die Länder Südostasiens, wo sie von den Menschen, aber auch von Fauna und Flora begeistert ist.

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