“2015 Global Climate Legislation” Studie

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  • Als Vorbereitung zur nächsten Klimakonferenz in Paris wurde kürzlich eine interessante Studie über globale Rechtsvorschriften gegen den Klimawandel vom Grantham Institut für Klimawandel und Umwelt, von GLOBE und der Internationalen Organisation von Parlamenten veröffentlicht.

Details zu den Gesetzen in den 99 Ländern findet man zwar erst in einem weiterführenden Link, aber auch die Zusammenfassung gibt einen spannenden Überblick über den rechtlichen Stand in Sachen Umwelt- und Klimaschutz und wie relevant dies in einem größeren Zusammenhang ist.

Gab es im Jahr 1997, als das Kyoto-Protokoll unterzeichnet wurde, 54 Gesetze zu diesem Thema, so sind es nun bereits 804. Dabei deckt die Studie 99 Länder ab (EU gilt auch als ein Land), davon sind 33 Industrieländer und 66 Entwicklungsländer. Diese verursachen zusammen 93 Prozent der weltweiten Emissionen.

Es ist überaus erfreulich und vor allem dringend an der Zeit, dass sich die Bemühungen in diesem Bereich verstärken. Dennoch mag man sich fragen, warum der Kyoto-Vertrag nie Gültigkeit erlangte und es nach wie vor kein völkerrechtlich verbindliches und langfristiges Reduktionsziel dieser Länder gibt. Doch auch wenn sich die Länder in den UN-Klimakonferenzen bis dato nicht einigen konnten, so haben doch lt. Studie 45 Länder Ziele zur CO2 Reduktion festgelegt (EU gilt hier als ein Land); 41 Länder haben Ziele bis 2020, 27 Länder über 2020 hinaus und 4 Länder haben ausschließlich langfristige Ziele definiert. Einige Länder wie z.B. Indien haben Sektoren aus den Zielwerten ausgenommen.

Bleibt nun zu hoffen, dass endlich auch die Klimakonferenzen mit Erfolg gekrönt werden. Man mag meinen “ so schwierig kann es ja dann nicht sein“, wenn doch offensichtlich die Vorarbeiten schon getan sind. Und schließlich beschließt man Gesetze ja erst, wenn man weiß, was man will. Somit sollten wir in Sachen Klimaschutz doch schon wissen, was wir erreichen wollen.

Hier geht es zur Studie

 
About the Author

Tanja Daumann

Tanja Daumann

Dr. Tanja Daumann ist in Oberösterreich aufgewachsen. Seit 2012 arbeitet Sie in RBI Group Sustainability Management. Die Aufgaben umfassen das Reporting und Monitoring der umweltbezogenen Daten für die RBI und Netzwerkbanken in CEE sowie die Verbundunternehmen inkl. der Berichterstattung im Nachhaltigkeitsbericht und im Carbon Disclosure Project. Darüber hinaus wird die Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative betreut.

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