Bis zu 60 Prozent Förderung für Elektrofahrzeuge und Lade-Infrastruktur

Wo gibt’s sowas? In Niederösterreich. Warum?
Zwischen 1990 und 2010 nahmen die Treibhausgas-Emissionen aus der Branche „Verkehr“ im größten Bundesland Österreichs – nicht nur durch die Zunahme des Verkehrs, auch bedingt durch den großteils ländlichen Charakter und die weit gestreute Besiedelung – um 50 Prozent zu.
Um die Klimaziele der EU zu erfüllen, die eigene Wirtschaft zu stärken, Technologie-Vorreiter und mittelfristig energieunabhängig zu werden, hat das Land einen Plan entwickelt, wie es bis 2015 den gesamten Strombedarf, bis 2020 die Hälfte des Energiebedarfs und bis 2050 den gesamten Energiebedarf aus Erneuerbaren beziehen will. Damit zusammenhängend wurde auch ein Elektromobilitäts-Konzept entworfen, das innovative Schritte in Richtung Zukunft setzt:

Die Strategie

Die Elektromobilitäts-Strategie des Landes Niederösterreich schafft die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für folgende drei Hauptziele:

  • ein Mindestanteil von 5 Prozent Elektroautos am Gesamtverkehr,
  • die Verringerung des PKW-Individualverkehrs um 25.000 Fahrzeuge und
  • ein Anteil an der Wertschöpfung und an Arbeitsplätzen durch Elektromobilität der größer ist als der bundesweite Durchschnitt.

Das Projekt

Wie reduziert man die Gesamtzahl der Pendler-Fahrzeuge nach Wien? Wie verringert man den CO2-Ausstoß des Pendlerverkehrs? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich das Forschungsprojekt „e-pendler in niederösterreich“. Damit will man in Niederösterreich herausfinden, wie das Land mithilfe von Elektromobilität den Pendlerverkehr nach Wien reduzieren, energie-effizienter machen und umweltfreundlicher gestalten kann. Insgesamt sind 49 Gemeinden involviert, in denen etwa 300.000 Menschen wohnen. Sowohl Gemeinden, als auch Unternehmen und Privatpersonen können sich am Projekt beteiligen. Private, die aus der angeführten Region stammen, die in Zukunft auf ihr Auto zum Pendeln verzichten und sich als Testpersonen registrieren wollen, können dies hier tun.
Zur Wahl stehen entweder E-Bikes für die Fahrt zum nächsten Bahnhof oder Elektroautos für die Bildung von Fahrgemeinschaften. TeilnehmerInnen bekommen vom „Klima- und Energiefonds“ Förderungen bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten für die Elektrofahrzeuge und Ladestationen.

Schön, dass sich ein Bundesland derartige Ziele setzt, langfristig in Richtung einer nachhaltigen Zukunft arbeitet und die großen Chancen, die damit verbunden sind, zu nützen beginnt!

 
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Valentin Heppner

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Aufgewachsen in Graz, kam ich durch das Studium „Kulturtechnik und Wasserwirtschaft“ an der Universität für Bodenkultur nach Wien und wechselte dann in die Finanzbranche. 2004 machte ich mich als Vermögensberater selbständig. 2006 spezialisierte ich mich auf „Nachhaltige Investments“, bei denen neben der Rendite auch soziale und ökologische Kriterien mitberücksichtigt werden. In weiterer Folge gründete ich die Firma „Fair investieren“ – mit dem Ziel die Welt zu retten. Seit Anfang 2011 führe ich Projekte für Unternehmen und NGO´s durch, die mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltige Investments“ zu tun haben – mit den drei Schwerpunkten: schreiben, vernetzen und Know-how-aufbereiten.

3 Comments

  1. Hätte der weise Herr NÖ – Landeshauptmann nicht den Semmering Basistunnel verhindert, hätten wir schon längst eine beachtliche CO2 Einsparung im Regionalverkehr –
    oder glaubt jemand Graz – Wien sei heute F e r n verkehr?

  2. Leider stimmen die angekündigten bis zu 60% Förderung nicht mehr. Scheinbar wurde bisher zu großzüzgig an teuren Autos mitgefördert, sodaß jetzt nur mehr € 9.000,- pro Antrag übrig bleiben. Aber immerhin, ein guter Ansatz !

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