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1 Wärmepumpe:

Wird´s draußen kalt sinkt die Leistungszahl der Wärmepumpe. So weit so gut, das weiß nun fast jeder, der sich damit befasst eine Wärmepumpe für sein zuhause zu installieren.

Was die meisten in diesem Zusammenhang jedoch nicht wissen ist, auch die Heizleistung der Wärmepumpe sinkt entsprechend. Es ist daher nicht nur so, dass die Wärmepumpe halt erwas mehr Strom braucht – nein!!! – sie liefert auch weniger Heizleistung.

Es ja so: Die Antriebsleistung der Wärmepumpe ist fix begrenzt. Sagen wir, wir haben eine Antriebsleistung von 2kW. Dann sagt uns der Verkäufer: Bei einer Leistungszahl von 4 (etwa 0°C Außentemperatur und Niedertemperatur Heizsystem) bekommen wir 4 mal mehr Energie zum Heizen, als wir zum Antrieb reinstecken. Gut, was aber wenn es draußen kälter wird?

Es sinkt nicht nur die Leistungszahl, es sinkt auch die mögliche Heizleistung der Wärmepumpe. Wir bekommen dann mit den 2kW Antriebsleistung nicht 8kW Heizleistung, etwas teurer als zuvor, nein, sondern z.B. bei einer Leistungszahl von 2,5 nur mehr 5KW Heizleistung. Diese 5kW kosten gleich viel wie die 8 kW zuvor, wo es nicht so kalt war. Aber jetzt geht die Schere auf! Wir bekommen nicht nur weniger Heizenergie von der Wärmepumpe zu einem teureren Preis, wir bekommen auch noch insgesamt weniger. Der Wärmebedarf steigt, aber die Heizleistung der Wärmepumpe sinkt, das ist den meisten gar nicht bewusst! Heißt, wir müssen dazuheizen.

2 Infrarotheizung:

Was ist Infrarot? Infrarot ist Licht dass wir mit den Augen nicht wahrnehmen können. Allerdings haben wir eine andere Sensorik, mit der wir Infrarot spüren können. Im Endeffekt spüren wir ja auch Licht. Das Licht können wir ebenso wenig sehen wie Infrarot, wir spüren Licht mit unseren Augen, sehen können wir weder normales Licht, noch Infrarotes Licht. Das was wir als Licht in unseren Augen spüren wird in unserem Kopf zu dem umgerechnet, was wir dann wahrnehmen.

Infrarot ist auch Licht. Wir „sehen“ oder „spüren“ es über spezielle Sensoren auf unserer Haut. Die meisten Infrarot sensiblen Sensoren haben wir auf den Lippen, deswegen schließen wir beim küssen gern die Augen, wir sehen mit den Lippen, weiters auf den Fingerkuppen, wo wir imstande sind Temperaturunterschiede von 1/100°C aufzulösen, Gesichtshaut, Hände, die wenigsten Infrarotsensoren haben wir auf den Unterschenkeln, deswegen können wir in eiskaltes Wasser bis zu den Knien waten.

Ist es finster, können wir uns im Normalfall nicht so recht wohl fühlen, wenn wir aktiv sind. Gänzlich unwohl fühlen wir uns, wenn unsere Infrarotsensoren auf der Haut nichts sehen, besser gesagt spüren, denn dann ist es arschkalt.

Daher, leuchten wir mit Infrarot einen Raum aus dann fühlen wir uns wohl. Dabei kann es sein, dass die Umgebungsluft kalt ist, Hauptsache unsere Infrarotaugen starren nicht ins Infrarotdunkel.

So, nun können wir uns aber ganz gewaltig täuschen. Wir meinen es ist warm, aber wir müssen trotzdem unseren Körper fest heizen lassen, weil die Luft – Konvektion und die Atemluft zu viel Wärme aus unserem Körper saugt. Auch jede nicht Infrarot beschienene Fläche unseres Körpers meldet sofort: kalt!!!

Zusammenfassend: Wir können mit den viel gepriesenen Infrarotheizern nicht wirklich viel Heizenergie sparen. Der gute Kachelofen ist zwar eine Infrarot Strahlungsquelle par Excellence, jedoch heizt er auch die Raumluft. Meint man, man käme nur mit Infrarot – Strahlern aus, dann täuscht man sich gewaltig.

Man kann den Körper etwa um maximal 5°C mittels Infrarot überlisten. Mehr wird unangenehm. Diese 5°C werden z.B. gerne bei Hallenheizungen gespielt, speziell, wenn es noch Rolltore gibt. Bei normalen Heizungen entwicht die warme Hallenluft sofort, ist sie kühler, entweicht die angenehm gewärmte Hallenluft nicht mehr so schnell. Ein weiterer Vorteil der wassergeheizten, weil dann mit Biomasse oder Solarenergie, Infrarot Hallenheizungen oder Wandheizungen und Bodenheizungen, auch im Privatbereich, ist zudem, dass kaum Staub durch Luftzirkulation aufgewirbelt wird.

 
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Fritz Eder

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In das Weltgeschehen 1954, eingegriffen habe ich mich vom begnadeten Flug- und Schiffsmodellbauer, über Maschinenschlosser, nachgemachte HTL Maschinenbau, abgebrochenem Mathematikstudium zum Vertreter für Messgeräte aus den USA und GB, für Feinststaubpartikel in Flüssigkeiten und Gasen und für Pulvertechnologie, in Österreich, Deutschland Ungarn und dem ehemaligen Jugoslawien gewandelt. Die Erfahrungen die ich in meinem damaligen Job von Wien bis San Franzisco, speziell aber von Ostberlin bis Kiew, sind für mich von unschätzbaren Wert. 1995 schließlich, in meinem Stamm Café kam ich mit einem Herrn ins Gespräch, der meine Sicht der Dinge aufs Neue komplett verändert hat: Prof. Dr. August Raggam. Wohl ähnlich den Jüngern welche die Bergpredigt hörten, lies ich alles Bisherige liegen und stehen und bekehre seitdem meine Mitmenschen zu ökologischem Verhalten. Natürlich kommt mir meine „Interdisziplinarität“ sehr zu Gute. Auf diesem Weg durfte ich viele sensationelle Menschen kennen lernen und harre gespannt der Dinge, die sich aus diesem Blog ergeben.

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