Fahrbare Eier?

Auf den Straßen treffen wir mittlerweile immer mehr sogenannte Personal Transporter (PT´s) an. Die bekanntesten sind Segways. Ein PT ist ein Einpersonen-Transportmittel, das elektrisch angetrieben wird. Ein Segway hat eine Maximalgeschwindigkeit von circa 20 km/h und eine Reichweite von ungefähr 25 Kilometern. Die Vorteile liegen auf der Hand: man ist schneller als zu Fuß, sie sind einfach zu bedienen und umweltfreundlich: die CO2-Emissionen betragen 23 g/km, die bei der Stromerzeugung anfallen (zum Vergleich: Auto 170 g/km).

Was wir noch nicht gesehen haben,

aber vielleicht auch in Mitteleuropa bald sehen werden, sind andere Varianten von PT´s:

Das E4U von Hyundai, das letzte Woche auf der Seoul Motor Show vorgestellt wurde. Das Gefährt ist eiförmig, und wird wie ein Segway durch Gewichtsverlagerung gesteuert. Der Helm bildet zugleich den Deckel des Eies, das beim Parken damit abgesperrt werden kann. Den Prototypen gibt es schon, mit der Massenproduktion wird es noch ein bisschen dauern:

Der Qugo von der hollandischen Firma Urban Mobility Europe. Er lässt sich zusammen klappen und in einem Kofferraum verstauen, erreicht 25 km/h und ist – ebenso wie der E4U – mit seinen drei Rädern zumindest optisch stabiler als der Segway. Das Fahrgefühl dürfte dem von Carving-Skiern ähneln:

Für Mutige gibt es die spnKiX Skates. Hierbei handelt es sich um „Segways für die Füsse“, die wie elektrisch betriebene Roller Skates angezogen werden können. Für die spnKiX Skates benötigt man ein paar Tage Training, weshalb ein Stützrad mitgeliefert wird:

Und den Vogel schießt das elektrische Einrad ab. Bis zu zwei Stunden sollen die Akkus halten, bei Bremsvorgängen holt sich der Solowheel einen Teil der Energie zurück. Er wiegt 10 Kilogramm und kann daher nach der Fahrt, wenn die Fußstützen eingeklappt sind, wie ein Aktenkoffer getragen werden:

Welche Einsatzgebiete gibt es für diese Fahrzeuge:

  • im Tourismus: für Stadtrundfahrten und kleine Landausflüge
  • bei der Rettung: schneller als am Strand von Malibu können Rettungskräfte in Städten, aber auch bei großen Veranstaltungen zum Unfallgeschehen vordringen und bis zu 30 kg Ausrüstung mittragen.
  • für Polizei und Security: in Deutschland werden Segways von Teilen der Polizei für kleine Patrouillen verwendet, auch Security-Kräfte nutzen sie auf Veranstaltungen.
  • in der Logistik: in großen Lagern und Lagerhallen bieten die Personal Transporter schnellen, flexiblen und abgasfreien Untersatz.

Wo darf gefahren werden?

In Österreich sind Fahrräder und Elektrofahrräder und damit auch PT´s nicht genehmigungspflichtig. Die Ausrüstungsvorschriften gelten aber analog zu den Fahrrädern: auf Straßen mit öffentlichem Verkehr braucht man eine Glocke oder Hupe, Rückstrahler. In der Nacht und bei schlechter Sicht ein Vorder- und ein Rücklicht. Je nach Breite (bis 80cm) darf auf Radwegen oder nur auf Straßen gefahren werden. Das Mindestalter liegt bei 12 Jahren und Geräte, die durch Gewichtsverlagerung gesteuert werden erfordern ein Mindestgewicht je nach Hersteller (45kg beim Segway).

 
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Valentin Heppner

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Aufgewachsen in Graz, kam ich durch das Studium „Kulturtechnik und Wasserwirtschaft“ an der Universität für Bodenkultur nach Wien und wechselte dann in die Finanzbranche. 2004 machte ich mich als Vermögensberater selbständig. 2006 spezialisierte ich mich auf „Nachhaltige Investments“, bei denen neben der Rendite auch soziale und ökologische Kriterien mitberücksichtigt werden. In weiterer Folge gründete ich die Firma „Fair investieren“ – mit dem Ziel die Welt zu retten. Seit Anfang 2011 führe ich Projekte für Unternehmen und NGO´s durch, die mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltige Investments“ zu tun haben – mit den drei Schwerpunkten: schreiben, vernetzen und Know-how-aufbereiten.

5 Comments

  1. Also das niederländische und koreanische Modell gefällt mir ganz gut. Die beiden anderen sind mir dann doch ein wenig zu waghalsig ^^

    Das Koreanische ist mir aber, um ehrlich zu sein, noch ein wenig zu abgespaced :D

  2. Quasi ein Ei ist auch ein Modell von Elektroauto, das ich in Österreich bisher noch nicht gesehen habe. Aber mir ist letztens zu Ohren gekommen, dass demnächst ein Oberösterreichisches Unternehmen „die Mia“ anbieten wird.
    http://mia.neussl.at

    bin schon auf die vorführ termine gespannt

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