Vom Jammern zum Tun

Die Herausforderungen unserer Zeit scheinen manchmal übermächtig und nahezu unlösbar zu sein. In den Medien hören, lesen und sehen wir fast täglich, was alles im Argen liegt, wo wieder Leute sterben, welche Unglücke und Katastrophen stattgefunden haben und wer wen bestochen hat.
Aber können wir all die großen Themen wie Wirtschaft, Klimawandel, Demographie, Verkehr, Bildung, Landwirtschaft und Ernährung, Demokratie, Arbeit, usw. überhaupt meistern? Können wir als kleines Rädchen etwas tun? Und wenn ja, wie? Es gibt so viel zu tun, wo sollen wir bloß anfangen?

Es gibt Hoffnung

Für all jene, die noch nicht ganz aufgegeben haben, die frische Zuversicht schöpfen oder sich Anregungen für eigene Aktivitäten holen wollen und für all jene, die selbst eine spannende Initiative gestartet haben, die sie der Welt vorstellen möchten, gibt es seit Anfang des Jahres die Plattform Yes We Do.
Dort wird jeden Tag ein inspirierendes Projekt oder Unternehmen vorgestellt, das unsere Welt ein Stück weit besser macht. Es geht darum, den Blick auf das Positive zu richten. Auf das Ermutigende, das schon da ist. Und auf diejenigen, die mit Leidenschaft und Kommitment an einer neuen Welt bauen. Jeden Tag.

Seit 81 Tagen

81 Beispiele wurden seit 1. Jänner vorgestellt. Von der Demokratisierung des Bildungswesens zur Armutsbekämpfung, von urbaner Landwirtschaft bis zu Innovationen bei der Altenpflege, von der Nutzung erneuerbarer Energien zur ausgeklügelten Räumung von Minenfeldern – aus allen Bereichen ist etwas dabei.

Wer kann mitmachen?

Jeder Mensch, jeder Verein, jede NGO, jede Universität, jedes Unternehmen vom EPU bis zum KMU, das in sozialer und/oder ökologischer Hinsicht unsere Welt auf seine oder ihre Weise besser macht. Wichtig ist, dass das Projekt nicht nur als Absicht oder Plan besteht, sondern sich schon im Umsetzungsstadium befindet. Details gibt’s hier.

Was erwartet uns noch?

Am Ende des Jahres werden die 100 Projekte mit den meisten „Facebook-Likes“ zu einem eigenen Yes We Do-Fest eingeladen. Darüber hinaus wird eine erstklassig besetzte Jury die 25 besten Projekte des Jahres küren. Auf diese wartet dann ein mehrtägiges Spezialevent auf einer Berghütte in den Alpen.
Bis dahin ist es das ambitionierte Ziel der beiden Initiatoren, Mehrblick und en Garde, „eine Kultur des Bessermachens zu entfesseln und die Menschen vom resignierenden Jammern zum optimistischen Handeln führen“.

Ein paar persönliche Anmerkungen

Da ich alle 81 Projekte kenne und obwohl ich der Meinung war, dass ich einigermaßen Bescheid weiß, was es alles an beeindruckenden Initiativen auf diesem Planeten gibt, wurde und werde ich regelmäßig eines besseren belehrt. Ich bin immer wieder überrascht, was Menschen für geniale Ideen haben und diese zum Teil schon seit Jahrzehnten umsetzen!
Wen also einmal Zweifel, Zukunftsängste oder Hoffnungslosigkeit befallen sollten: Yes we do lesen! Spätestens nach den ersten fünf Projekten denkt man sich: Klimawandel, Eurokrise, Weltuntergang? – Geh bitte, das schaffen wir locker! :)

Also.
Jammern, empören und fordern ist vorbei.
Inspirieren lassen und in die Hände spucken ist angesagt.

 
About the Author

Valentin Heppner

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Aufgewachsen in Graz, kam ich durch das Studium „Kulturtechnik und Wasserwirtschaft“ an der Universität für Bodenkultur nach Wien und wechselte dann in die Finanzbranche. 2004 machte ich mich als Vermögensberater selbständig. 2006 spezialisierte ich mich auf „Nachhaltige Investments“, bei denen neben der Rendite auch soziale und ökologische Kriterien mitberücksichtigt werden. In weiterer Folge gründete ich die Firma „Fair investieren“ – mit dem Ziel die Welt zu retten. Seit Anfang 2011 führe ich Projekte für Unternehmen und NGO´s durch, die mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltige Investments“ zu tun haben – mit den drei Schwerpunkten: schreiben, vernetzen und Know-how-aufbereiten.

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