Treibhaus – Europas erster Coworking Space für Cleantech Startups

Lesedauer: 3 Minuten

 

Vor gut einer Woche eröffnete die Firma „Mehrblick“ und der „österreichische Gewerbeverein“ das „Treibhaus“ – Europas ersten Coworking Space für Cleantech-Startups. So. Zunächst einmal:

Was bedeutet „Coworking Space“, „Cleantech“ und „Startup“?

Ein „Coworking Space“ ist eine moderne Variante des Gemeinschaftsbüros. Es vereint drei Vorteile:

1. der finanzielle Vorteil: wenn sich mehrere Menschen ein Büro teilen, kommt es günstiger, als wenn jeder sein eigenes zahlen muß. Außerdem gibt es bei Coworking Spaces meist eine preisliche Staffelung. 2. der Vorteil der Flexibilität: es ist üblich bei Coworking Spaces, dass man sich je nach Bedarf und finanzieller Situation tageweise oder monatlich einmieten kann. 3. der „Community“-Vorteil: wer in einem Coworking Space arbeitet, ist umgeben von Gleichgesinnten, mit denen man sich austauschen, von denen man Feedback zu eigenen Ideen oder Unterstützung einholen kann. Gerade für Menschen, die Innovationen entwickeln ist dieses positive, kreative, energiegeladene Umfeld sehr wichtig.

„Cleantech“ bezeichnet den Einsatz von Technik, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sauberer, ressourcenschonender energieeffizienter zu gestalten. Cleantech umfasst Themengebiete wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz, -speicherung und -infrastruktur, Mobilität, Klima, Umwelt, Abfall und Recycling, Wassergewinnung, -nutzung und -reinigung, Greenbuildings.

„Startup“ ist eine gängige Bezeichnung für ein junges Unternehmen.

Das Treibhaus

Das „Treibhaus“ bietet 16 Arbeitsplätze für innovative Menschen auf einer Fläche von insgesamt 280m². Die Plätze können für mehrere Monate oder auch für einzelne Tage gemietet werden. Abgesehen von einer kompletten Büroausstattung verfügt das „Treibhaus“ über eine Kaffeeküche, einen Loungebereich und einen Besprechungsraum, der auch gesondert gemietet werden kann.

Zusätzlich wird es für Treibhaus-Mieter regelmäßige Kamingespräche mit schon erfolgreichen Cleantech-UnternehmerInnen geben, sowie einen erleichterten Zugang zu Forschungseinrichtungen, Förderungen und möglichen Geldgebern.

Durch die zentrale Lage im Palais Eschenbach, also im Dreieck Museumsquartier, Karlsplatz und Burggarten, ist das „Treibhaus“ auch öffentlich gut erreichbar. Schräg gegenüber befindet sich übrigens der „Lehartrakt“, ein Hightech-Forschungsgebäude der TU-Wien.

Die beiden Initiatoren

Die Firma Mehrblick entwickelt unkonventionelle Orte, Projekte und Events zu den Themen Unternehmertum, Innovation und Zukunftsfähigkeit.

Der österreichische Gewerbeverein ist die älteste Interessensvertretung des Mittelstandes (Industrie, Gewerbe, Handel und freie Berufe). Er existiert seit 1839 und ist parteiunabhängig.

Die nächsten Schritte

Um die bestehenden Kontakte und Kooperationen zu erweitern, findet demnächst das erste „Cleantech-Keyplayer-Breakfest“ statt, ein Format für Akteure, Netzwerke und Förderer der Cleantech-Szene.

Für Presse-Events steht das Treibhaus kostenlos zur Verfügung, sofern sie thematisch dazu passen. Die Räumlichkeiten sind für ca. 100 Personen ausgelegt.

Sollten die 16 Arbeitsplätze schnell vergeben sein, besteht grundsätzlich die Option einer Erweiterung der Räumlichkeiten. Auch die Möglichkeit weiterer Treibhäuser in anderen Städten wurde von den Initiatoren bereits angedacht.

Gerade in Zeiten von ungelösten Energiefragen, fragwürdiger Ressourcennutzung und Klimawandel und gerade in Österreich, wo unternehmerisches Handeln, Fehlerkultur und Mut zum Risiko nicht unbedingt über eine lange Tradition zurückblicken können, halte ich Projekte wie das “Treibhaus“ für außerordentlich wichtig und notwendig, um weg vom „ja, die Politik sollte einmal …“ hin zum „jetzt gestalten wir unsere Zukunft selbst …“ zu kommen!

 
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Valentin Heppner

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Aufgewachsen in Graz, kam ich durch das Studium „Kulturtechnik und Wasserwirtschaft“ an der Universität für Bodenkultur nach Wien und wechselte dann in die Finanzbranche. 2004 machte ich mich als Vermögensberater selbständig. 2006 spezialisierte ich mich auf „Nachhaltige Investments“, bei denen neben der Rendite auch soziale und ökologische Kriterien mitberücksichtigt werden. In weiterer Folge gründete ich die Firma „Fair investieren“ – mit dem Ziel die Welt zu retten. Seit Anfang 2011 führe ich Projekte für Unternehmen und NGO´s durch, die mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltige Investments“ zu tun haben – mit den drei Schwerpunkten: schreiben, vernetzen und Know-how-aufbereiten.

3 Comments

  1. Das Gute liegt meist sehr nahe. CO2 kann man auch mit nachwachsendem Feuerholz einsparen – was insbesondere beim Kamingespräch sinnfällig ist.
    Sehr effektiv und sparsam sind z.B. mit modernen wasserführenden Kaminofen / Cheminee.
    Alternative Energie beim Heizen ist ökonomisch und ökologisch. Wer z.B. lieber mit nachwachsendem Holz statt mit Öl oder Gas heizt, kann für sich mal berechnen, wie viel Energie Holz, Öl und Gas im Vergleich zueinander haben und wie viel CO2 & Geld man mit Holz einspart.
    Kaminofen Cheminee Webapp für iPhone, Safarie & Firefox

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