Kabellose Ladestation für Elektroautos

(c) FotoliaDas Spin-off „EVATRAN“ (Ein Spin-off ist eine Abspaltung einer Geschäftseinheit aus einem Unternehmen in ein neues Unternehmen um Entwicklungsergebnisse extern zu vermarkten) des amerikanischen Unternehmens „MTC Transformers“ (Magnetic Technologies Corporation) entwickelte eine kabellose Ladestation für Elektroautos.

 

 

 

Die Technologie:

Geladen wird das Elektroauto mittels magnetischer Induktion. Über eine Spule in der am Boden befindlichen Ladeplatte wird ein magnetisches Feld erzeugt. In der Ladeeinheit im Auto wird über eine zweite Spule dieses magnetische Feld wieder in Strom umgewandelt. Ladevorgänge mittels Induktion gibt es zum Teil schon bei Handys, elektrischen Zahnbürsten und Rasierapparaten, Laptops, etc. Im Automobilbereich sind sie noch fast nicht existent, weil die der Effizienzgrad oft noch zu gering ist. Der Effizienzgrad liegt meist bei 50 – 70 Prozent. Die von „Evatrans“ verwendeten Prototypen befinden sich bei knapp unter 80%. In der Serienproduktion sollen die Ladestationen dann zumindest bei 90% liegen.

Die Anwendung:

Die kabellose Ladestation besteht aus drei Teilen: einer Ladeplatte, die am/im Boden des Parkplatzes oder der Garage installiert ist, einer Ladeeinheit, die an der Bodenplatte des Autos befestigt ist und einem „Tower“, der die zentrale Steuereinheit darstellt, der erkennt, wenn das Auto in die Nähe kommt, wie der Ladezustand der Batterien im Auto ist, usw. Momentan liegt der Preis des noch-Prototypen bei ca $ 3800.-. In der Serienproduktion sollte er aber noch etwas günstiger werden.

Als erstes Unternehmen hat „Google“ in seinem Hauptsitz in „Mountain View“, California die kabellose Ladevorrichtung von Evatrans für seine Elektroauto-Demonstrationsflotte in Verwendung. Übrigens, dafür, dass Google´s Kerngeschäft nichts mit Autos zu tun hat, hat es ein ziemlich ausgedehntes Autoprogramm: einerseits das „rechargeIT.org-Programm“ über „google.org“, den philantropischen Arm von Google. Andererseits investiert es in „RelayRides“, ein Carsharing-Unternehmen, über „Google Ventures“, den Venture Capital Arm von Google.

 

 
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About the Author

Valentin Heppner

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Aufgewachsen in Graz, kam ich durch das Studium „Kulturtechnik und Wasserwirtschaft“ an der Universität für Bodenkultur nach Wien und wechselte dann in die Finanzbranche. 2004 machte ich mich als Vermögensberater selbständig. 2006 spezialisierte ich mich auf „Nachhaltige Investments“, bei denen neben der Rendite auch soziale und ökologische Kriterien mitberücksichtigt werden. In weiterer Folge gründete ich die Firma „Fair investieren“ – mit dem Ziel die Welt zu retten. Seit Anfang 2011 führe ich Projekte für Unternehmen und NGO´s durch, die mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltige Investments“ zu tun haben – mit den drei Schwerpunkten: schreiben, vernetzen und Know-how-aufbereiten.

3 Comments

  1. Ich würde es ebenso sehr begrüßen, wenn bald die prognostizierten Elektroautos auf den Straßen von Deutschland und Europa fahren. Doch nicht nur Ladestationen mit Induktions-Ladung tragen zu diesem Ergebnis bei. Es gibt bereits einige Unternehmen die Ladestationen vertreiben. ENBW oder die Firma Q:CHARGE beispielsweise….
    Man muss nur anfangen die Aufen zu öffnen und man findet auch jetzt schon einige Modelle in deutschlands Städten

  2. Danke für den Hinweis Sabrina1. Ich habe mich ein wenig auf der Seite umgeschaut und tatsächlich einige noch ausstehende Fragen beantwortet bekommen. Q:ANSWERS hat sich mit vielen Themen beschäftigt und nun weiß ich auch endlich wie viele verschiedene Arten von Batterien es gibt oder wie sehr ein Elektroauto von den Außentemperaturen abhängig ist.

    Toll!

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