Schwungradspeicher für Porsche und Geschwindigkeitsjunkies

Hybrid Porsche  mit SchwungradspeicherSchwungräder kennen wir im täglichen Leben bereits von Töpferscheiben und Aufziehautos. In den letzten 10 Jahren wird jedoch intensiv im Bereich der Schwungradspeicherung, also Speicherung mit kinetischer Energie geforscht. Dabei wird die Drehzahl des Schwungrades durch Zuführung von Energie beschleunigt und durch das Abbremsen wieder zurückgewonnen. Hier die genaue technische Erklärung.

LowTech Schwungräder auf dem Vormarsch

Schwungradspeicher haben noch einige Nachteile, wie zum Beispiel hohe Reibungsverluste und noch zu hohe Kosten, sie sind aber Weltmeister in der schnellen Bereitstellung großer Energiemengen durch die schnelle Auflademöglichkeit, die bei Batterien nicht gegeben sind. Was die Kosten betrifft gibt es auch positive Entwicklungen. So spricht das US-Startup Velkess in der Technology Review vom Februar von einem neuartigen Lowtech-Schwungrad mit einer Speicherkapazität von 250 kWh. Die Kosten liegen laut ihren Angaben bei einem Euro pro Watt.

Porsche mit Schwungradturboantrieb

Schwungradspeicher werden auch im Elektroautobau eingesetzt. So wurde im Porsche GT3 R Hybrid ein kinetischer Speicher eingebaut. Im Greenmotorsblog wird die Technologie im Rahmen einer wirklich guten Übersichtsliste für die unterschiedlichen Hybridantriebe beschrieben.

Schwungräder made in Austria

Auch in Österreich wird an dieser Technologie geforscht. Die TU-Wien arbeitet an einem spannenden Projekt bei dem sich das Schwungrad anscheinend im Vakuum drehen soll und so die Reibungsverluste verringert werden. Details dazu gibts hier.

Abschliessend noch eine Liste der Projekte/Unternehmen, die ich im Bereich der Schwungradspeicherung gefunden habe.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogserie Speichertechnologien:

Bild: (c) Porsche

 
About the Author

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel ist österreichische Solarunternehmerin und passionierte Energiebloggerin. Nach dem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien widmete sie sich als eine der wenigen Wirtschaftsabsolventen bereits im Jahr 2008 dem Thema Solarenergie. 2011 gründete sie die Solarberatung Dachgold mit Fokus auf die Beratung von Unternehmen welche in Photovoltaik oder Solarthermie investieren möchten. Ihr Spezialgebiet ist die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energieträger und in diesem Gebiet vor allem das Thema Gestehungskosten in all seinen Ausprägungen. 2014 initiierte sie gemeinsam mit dem Anlagenbauer 10hoch4 die Aktion Tausendundein Dach mit dem Ziel 1001 Unternehmensdächer bis 2020 zu solarisieren. In diesem Zusammenhang hält sie laufend Vorträge über die Kosten und Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien und warum kein Weg an einer unternehmenseigenen Photovoltaikanlage vorbeiführt.

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