Eco-Cities vom Reissbrett

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(c) Philippe Steels/pixelabEs passiert einiges in der Welt. So ist es wiedermal Zeit für eine nette Liste. Wir wissen ja alle wie schwierig es ist, Bestehendes zu verändern. Viel einfacher ist es einfach von Beginn an, „richtig“ zu planen. Weltweit entstehen deshalb zahlreiche Eco Cities vom Reissbrett. Dies ist eine logische Entwicklung, nachdem überall  Ökodorfer und Städte entstanden sind, die ich vor über einem Jahr hier vorgestellt habe.

Das besondere an diesen Städten ist, dass versucht wird, die Energieversorgung, soziale Knotenpunkte und den Verkehr ganz neu zu denken. Bei diesen Projekten wo Neudenken erwünscht ist, entstehen vielleicht auch Lösungen, die uns auch bei unseren eingefahrenen Strukturen in Europa helfen können. Hierzulande entstehen eher Stadt-in-der-Stadt Projekte, wohingegegen im asiatischen Raum Millionenstädte entstehen. Ich werde hier nur einige ausgewählte Städte vorstellen. Es gibt unzählige (hauptsächlich englischsprachige) Seiten, wo es weitere Listen für Eco-Cities gibt, diese sind am Ende des Blogs angeführt.

Seestadt Aspern in Wien

(c) SchreinerkastlFür alle, dies noch nicht wussten: Auch in Wien entsteht ein wunderschönes neues Viertel, welches allen Ansprüchen einer zukunftsfähigen Stadt gerecht werden soll. Ich konnte leider keine Termine für die Fertigstellung finden, aber die gesamte Bauzeit dauert anscheinend mehr als zwei Jahrzehnte?!? Hier wären etwas ambitioniertere Ziele vielleicht nicht schlecht, ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen dort mal zu wohnen.

Mailand – Santa Monica

(c) VegagestItalien ist nicht zu unterschätzen, was den Umsetzungswillen betrifft. Sie haben uns in Sachen Raucherschutz gezeigt wos lang geht und ziehen jetzt ein Umweltprojekt nach dem anderen aus der Jackentasche.  So entsteht nun in Mailand eine grüne Stadt in der Stadt. Für mich sehen die Betonpfeiler zwar aus wie unsere 70er-Jahre-Bauten in Siebenhierten, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

Lilypad -Die Ökostadt für Klimanomaden

(c) Philippe Steels/pixelabUnbedingt auf die Seite gehen und die Bilder ansehen! Das nenn ich mal wirklich visionär!!  Der Architekt Vincent Callebaut antizipiert mit diesem Projekt die Folgen des Klimawandels und die daraus resultierende Landnot durch einen höheren Meeresspiegel. Mit dieser schwimmenden, selbstversorgenden Insel soll wahrliches „Neuland“ geschaffen werden. Über Geld und Energieeinsatz brauchen wir hier freilich auch nicht reden aber die Bilder sprechen eindeutig die Sprache Zukunft.

Cofeidan International Eco-City in China

(c) swecoAls vielversprechendes Projekt gilt das Projekt Cofeidan 250 km östlich von Peking. 1-1,5 Mio. Menschen sollen dort leben können. Es handelt sich dabei um eine Chinesich-Schwedische Kooperation.  Hier gibts noch ein etwas „dramatisches“ Video dazu.

Die Krux mit der Umsetzung

Leider liegt der Teufel mal wieder im Detail. Zahlreiche Projekte sind in Planung, viele LoIs wurden unterschrieben, aber wirkliche Vorzeigeprojekte gibt es noch wenige bzw. gar keine. Bezeichnend dazu ist diese Liste von Germany Trade and Invest, welches den Baufortschritt aller chinesischen Projekte auflistet und klar wird, dass manche Konzepte wohl nie zur Umsetzung kommen. Man kann nur hoffen, dass die Kreditklemme nun vorbei ist und bald richtige Vorzeigeprojekte realisiert werden.

Es gäbe auch noch zahlreiche weitere Projekte. Dieser Beitrag kann als Einführung gesehen werden und untenstehend gibt es die Links zu weiteren Listen.

 
About the Author

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel ist österreichische Solarunternehmerin, Speakerin & Autorin. 2011 gründete sie die Solarberatung Dachgold mit Fokus auf die Beratung von Unternehmen welche in Photovoltaik oder Solarthermie investieren möchten. Ihr Spezialgebiet ist die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energieträger und in diesem Gebiet vor allem das Thema Gestehungskosten in all seinen Ausprägungen. 2014 initiierte sie gemeinsam mit dem Anlagenbauer 10hoch4 die Aktion Tausendundein Dach  mit dem Ziel 1001 Unternehmensdächer bis 2020 zu solarisieren. In diesem Zusammenhang hält sie laufend Vorträge über die Kosten und Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien und warum kein Weg an einer unternehmenseigenen Photovoltaikanlage vorbeiführt.

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