Wasserstoffantrieb – abgeschrieben?

Kaum ist die E- Mobility dabei sich an der Wahrnehmbarkeitsschwelle vorbei an die mediale und öffentliche Aufmerksamkeit zu kämpfen , folgt schon die nächste Nachricht über alternative Antriebe.

Mercedes ist dabei, die B Serie mit Brennstoffzellen und E Motor auszustatten und zum Praxistest rund um die Welt zu schicken.Für die dafür notwendige “ Infrastruktur Wasserstoff“ sorgt Linde.

Die ganze Idee wäre eine optimale Kombination von effizientem Elektromotor als Antrieb und umweltfreundlichem Speichermedium Wasserstoff, der via Brennstoffzelle in Strom verwandelt wird.

Eigentlich eine bestechende Idee.Die Frage ist nur, wo kommt die Energie her, die für die Erzeugung des Wasserstoffs benötigt wird- immerhin heißt das Verfahren Elektrolyse und braucht viel Strom- und wie kann die notwendige Infrastruktur aufgebaut werden.

Gerüchten zufolge scheint ein grosser Ölkonzern da schon strategische Überlegungen angestellt zu haben.

Oder aber , man könnte den Wasserstoff dezentral via Photovoltaik/ Windenergie nach einem System a la Fronius erzeugen und tanken.siehe:

http://www.oekoenergieblog.at/2010/11/neue-wege-wasserstoff-und-mobilitat/

Was Mercedes so vorhat lesen Sie hier:

http://www.elektroniknet.de/automotive/news/article/75127/0/
Mercedes_startet_F-Cell_World_Drive/

http://www.sueddeutsche.de/auto/brennstoffzelle-bei-mercedes-der-stoff-aus-dem-die-traeume-sind-1.1058928

http://media.daimler.com/dcmedia/0-921-1086046-49-1363839-1-0-1-0-0-0-12639-1086040-0-1-0-0-0-0-0.html

http://www.daimler.com/dccom/0-5-1367004-49-1367032-1-0-0-1367069-0-0-135-0-0-0-0-0-0-0-0.html

Übrigens: Auch Honda und Toyota experimentieren mit der Brennstoffzelle

Man darf gespannt sein: jedenfalls scheint sich der Elektromotor durchzusetzen – fraglich ist lediglich das Energiespeichermedium.

 
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Reinhard Würger

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Im Jahr 1999 hat Mag. Reinhard Würger das Thema Ökoenergie, zuerst im Immobilien- und Ökoenergiebereich und anschließend im KFZ- und Fuhrparkmanagement ins Rollen gebracht. Seit 2004 ist er Bereichsleiter für den Bereich Mobilien- , KFZ-Leasing sowie Elektromobilität und ist maßgeblich für die Umstellung des Raiffeisen-Leasing Fuhrparks auf Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen (Hybrid, Pflanzenöl, Erdgas und Ethanol) verantwortlich. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Raiffeisen-Leasing hat er das Netzwerk Auto & Umwelt mit dem ÖAMTC initiiert und arbeitet federführend bei der Raiffeisen-Klimaschutzinitiative im Arbeitskreis Verkehr und Treibstoffe mit. Im Rahmen der Elektromobilität unterstützt und berät er mehrere Modellregionen der Elektromobilität sowie regionale Mobilitätsprojekte.

5 Comments

  1. Wasserstoff hat eine extrem geringe Energiedichte und die günstigste Form der Herstellung ist die katalytische Zersetzung von Erdgas in Wasserstoff und Kohlenmonoxid.
    Außer durch melancholische Erinnerungen an alte Chemieversuche in der Schule, kann ich mir nicht erklären, wie jemand ernsthaft an Wasserstoff als Energiespeicher der Zukunft glauben kann.
    Es sei denn jemand möchte Erdgas als Energiequelle einer hyperökologischen Anstrich geben.

  2. Die Überlegung ist schlicht und einfach, Strom aus erneuerbarer Überschußenergie für die Fotosynthese zu verwenden und damit Wasserstoff als Energiespeicher zu erzeugen. Danach kann der Waserstoff wieder via Brennstoffzelle in Strom für die E Mobility verwendet werden. Daß das geht, beweist soeben Fronius bei E – Staplern .
    Die melancholische Erinnerung an die Chemieversuche und die Verwendung von Erdgas sollte sicherlich nicht Antriebsfeder solch einer Entwicklung sein.

  3. Soweit ich die Versuche zur Photosynthese von Wasserstoff verstanden habe, wird dort Sonnenlicht verwendet. Die sind aber noch im Experimentalstadium.

    Als Verfahren, das (Unmengen an) Strom braucht, kenne ich die Elektrolyse. Ist vielleicht diese im Artikel gemeint?

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