Neue Wege Wasserstoff und Mobilität

Also bis vor kurzer Zeit habe ich dem Wasserstoff im Zusammenhang mit Mobilität eigentlich keine Chancen gegeben. Der Wasserstoff im Auto kommt seit 20 Jahren in 20 Jahren, war mein gängiger Slogan.

Dann habe ich bei der Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz doch einen Vortrag von Fronius www.fronius.at über die neuesten Entwicklungen in der Anwendung der Brennstoffzelle in Verbindung mit Wasserstoff gehört.

Ausgegangen wird von der bereits entwickelten Technologie: Strom aus Fotovoltaik wird via Elektrolyse als Wasserstoff gespeichert, um  dann, wenn er benötigt wird, wieder via Brennstoffzelle erzeugt.So ist die Energiezelle Stationär entstanden.

Daraufhin hat man sich bei Fronius an die Entwicklung einer mobilien Brennstoffzelle gemacht, die mit Wasserstoff betrieben wird. Da hat man die Erfahrungen aus den System der stationären Wasserstofferzeugung/Stromspeicherung auch in die Mobilität mit eingebracht: Durch eine Fotovoltaikanlage wird Strom erzeugt, mit dem via Elektrolyse Wasserstoff zum Speichern produziert wird. Dieser wird dann , wenn benötigt , gleich wie bei einer Gastankstelle in eine mobile Kartusche eingefüllt. Diese Kartusche wird dann in ein Boot

oder einen Gabelstapler

eingeschoben und dann mittels der eingebauten Brennstoffzelle Strom erzeugt. Der Antrieb erfolgt mittels  jahrelang schon bewährten Elektromotors.

Ich weiß schon, dass diese Idee noch ein Zeiterl vom Auto entfernt ist, aber die Effizienz des Elektromotors mit der Sauberkeit einer Brennstoffzelle als Range Extender zu koppeln und die Energie für den Wasserstoff aus der Fotovoltaik zu erzeugen , das hat schon Charme!  Oder?

Und ich könnte mir vorstellen, dass das auch ein Konzept der Zukunft für LKW sein könnte, wo die Elektromobilität derzeit nicht wirklich annähernd alltagstaugliche Lösungen anzubieten hat.

http://www.zukunftsprojektwasserstoff.at/typo/fileadmin/user_upload/download/Folder_HYDROGEN_deutsch.pdf

 
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Reinhard Würger

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Im Jahr 1999 hat Mag. Reinhard Würger das Thema Ökoenergie, zuerst im Immobilien- und Ökoenergiebereich und anschließend im KFZ- und Fuhrparkmanagement ins Rollen gebracht. Seit 2004 ist er Bereichsleiter für den Bereich Mobilien- , KFZ-Leasing sowie Elektromobilität und ist maßgeblich für die Umstellung des Raiffeisen-Leasing Fuhrparks auf Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen (Hybrid, Pflanzenöl, Erdgas und Ethanol) verantwortlich. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Raiffeisen-Leasing hat er das Netzwerk Auto & Umwelt mit dem ÖAMTC initiiert und arbeitet federführend bei der Raiffeisen-Klimaschutzinitiative im Arbeitskreis Verkehr und Treibstoffe mit. Im Rahmen der Elektromobilität unterstützt und berät er mehrere Modellregionen der Elektromobilität sowie regionale Mobilitätsprojekte.

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