XING und ich – mein Umgang mit sozialen Medien (1)

Ich war vor einigen Wochen mit Ali Mahlodji von super-fi Mittagessen und wir haben u.a. auch über unsere bisherige Zusammenarbeit seit dem Großglockner Event gesprochen. Ali Mahlodji hat – angeregt durch unser Gespräch – gemeint, dass wir als Unternehmen sehr gut unterwegs seien in der Web 2.0 Sphere. Er hat das von Raiffeisen gar nicht erwartet (da musste ich ihn dann doch über ein paar Aktivitäten aufklären ;-)  – vom Erfolg von www.raiffeisen.at bis zur Raiffeisen Klimaschutzinitiative auf Facebook uvam.). Jedenfalls schlug er vor, ich solle doch meine persönlichen Erfahrungen mit Sozialen Medien auf oekoenergieblog.at teilen. Das mache ich doch gerne, vergisst man doch leicht, dass erste Schritte bei neuen Themen mitunter schwierig sein können. Wenn man es mal versucht hat, dann kann es bald großen Spaß machen, aber aller Anfang ist schwer. Das ist ungefähr so wie beim Auto- oder Radfahren lernen. Am Anfang bedeutet es Stress und beides machte – zumindest mir – nach entsprechender Übung Spaß. Und ich behaupte jetzt, dass das beim Umgang mit Web 2.0 und Sozialen Medien prinzipiell auch nicht anders ist. Ich möchte daher in unregelmäßigen Abständen gerne meine Erfahrung und meine Lernerlebnisse zum FacebookTwitter & Co. gerne weitergeben. To whom it may concern, quasi. Viel Spaß beim Lesen und ich freu mich über Feedback.Was hat das alles mit oekoenergieblog.at zu tun? Nun ja. Mitunter könnte auf diesem Blog und ggf. auch bei unserem neuen Twitter Account (http://twitter.com/oekoenergieblog) der Eindruck entstehen, da steckt irgendeine Agentur oder ausschließlich unsere PR Abteilung dahinter. Wir wollen zeigen, dass hier echte Menschen, mit echten Lernschritten und mit echten (hoffentlich wenigen) Fehlern dahinter stehen. Und so wollen wir im Sinne eines aktiven Dialogs unser 3. Kommunikationsstandbein authentisch entwickeln. Das ist jetzt mal der eigentliche Grund, vielleicht sind uns ja am Schluss dieser Serie noch ein paar weitere eingefallen. Teil dieser Authentizität sollen die Erfahrungsberichte sein:XING und ichWer also wissen möchte, wer hinter diesen Zeilen so steckt, der kann am besten mal auf mein XING Profil klicken. Dort – ich hab soeben nachgesehen – bin ich schon seit 01/2005 Mitglied. Ich hab einen Aktivitätsindex von 100 % – ich glaub, das sollte mir jetzt ein stolzes Gefühl vermitteln … – jedenfalls bin ich regelmäßig dort, pflege mein Netzwerk und vor allem meine Business-Kontakte.Virtuelle meets reale WeltDa fällt mir jetzt doch eine – im Rückblick nette – Geschichte von vor zwei Jahren ein: Ich wollte damals wieder Kontakt zu meiner Uni aufnehmen und überlegte ein Doktoratsstudium. Mein (teilzeitlicher) Wiedereinstieg in die universitäre Welt sollte zunächst über eine Lektorenstelle erfolgen. Ich wollte auf diversen Lehrgängen der Wirtschaftsuniversität mein Wissen über Führung, Strategie und Wissensmanagement weitergeben. Ich hab dann in XING unter „Ich suche“ diese Themenfelder eingegeben und hinzugefügt, dass ich an einer Lektorenstelle interessiert bin. Ein paar Tage später sprach mich eine Kollegin darauf an und meinte, dass im 3. Stock unseres Bürohauses beim Drucker ein Ausdruck meines XING Profils hängt, und dort sei „Ich suche Lektoratsstelle zu den Themen Führung, Strategie und Wissensmanagement “ mit einem Marker gelb markiert. Die Leute wundern sich und würden schon darüber reden …Ich weiß bis heute nicht, wer den Zettel ausdruckte und aufhing und welche Absicht dahinter stand. Ich kann ausschließen, dass er an mich direkt gerichtet war, mein Büro ist im 2. Stock. Trotzdem war es zunächst ein eigenartiges Gefühl, dass die virtuelle Welt des Internets sich plötzlich im dritten Stock auf einem Blatt Papier unvermittelt materialisiert hatte. Jedenfalls kamen mir damals Gedanken wie „Was werden die Kollegen, meine Chefs von mir denken?“ Ich hatte ja gar keine Abwanderungsabsichten aus der Firma, sondern wollte einfach nur mein Netzwerk erweitern und das in Richtung Universität. Ich hab XING für meine Ideen und Absichten benutzt und mir nichts weiter dabei gedacht. Und das ist auch gut so. Ich war und bleibe authentisch in meinen Aktivitäten im Internet, wiewohl es natürlich Grenzen gibt. Insbesondere beschäftigen mich – wie sicherlich viele andere auch – die Fragen: Was ist privat, was öffentlich? Was ist mitunter sogar vertraulich? Und wie geht man damit um? Dazu gab es übrigens vor kurzem eine interessante Veranstaltung über die Identität im Web – mehr dazu auf http://twentytwenty.at.Doch zurück zu XING und mir. Das habe ich für mich nun so definiert: Es ist mein Profil im Web 2.0, das meine Business-Facette zeigt. Genauso wie ich einen Anzug ins Büro anziehe, genauso verwendete ich XING. Es ist ein offizielles Gesicht, so wie ich mich derzeit im Berufsleben – jedenfalls Dritten gegenüber – darstelle, die mich nicht sehr gut kennen. Judith Denkmayr von Digital Affairs hat mir mal gesagt: „XING funktioniert nur noch als Visitenkarte, jedenfalls nicht so gut wie Facebook, weil die Leute auf XING ihr Businessgesicht zeigen – und nur das.“ Dem kann ich mich anschließen. Zudem adde ich grundsätzlich Leute nur auf XING, denen ich zumindest einmal im Leben persönlich begegnet bin. Rein virtuelle Kontakte sind selten und bleiben bei mir bisher die Ausnahme. Das wird sich aber in Hinkunft ändern. Ich habe schon soviele positive Erfahrungen mit Web 2.0 Kontakten gemacht, viele tolle Leute über soziale Netzwerke kennen gelernt, dass ich das in Zukunft getrost lockerer sehen kann.In diesem Sinn, see you around XING.Geplant sind weitere Blog-Episoden:

  • Der Blackberry & ich
  • Das IPhone & ich
  • Twitter und ich
  • oekoenergie-blog & ich
  • Facebook & ich
  • tumblr & ich
 
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Günter Strobl

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Günter Strobl leitet seit 2006 den Bereich Information & Organisation in der Raiffeisen-Leasing. 2003 hat er das Qualitätsmanagement für das Unternehmen entwickelt und aufgebaut. Neben IT und Unternehmensstrategie ist er für das Betriebsmanagement und damit für Beschaffung und Gebäudemanagement verantwortlich. Die bisherigen privaten und beruflichen Stationen des gebürtigen Waldviertler waren nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Wien und den USA u.a. das Unternehmen PHILIPS, der ORF, die Stuttgarter Managementberatung Horváth & Partners sowie die Wiener Grünen. Sein XING-Profil:

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