Ein Wochenende mit dem TH!NK City – Tag 3

Nachdem mir die Elektrizität gestern einen Strich durch die Rechnung machte, konnte ich heute den THINK als Fahrzeug nutzen, um das geplante Testprogramm abzuwickeln. Kurz zusammengefasst: Dieses Elektroauto ist kindertauglich.

Den Start machte der Ausflug in den Familypark Neusiedlersee, die eine Hälfte der Familie, d. h. Papa und Tochter, waren elektrisch unterwegs. Im ersten Schritt wurde der Kindersitz montiert. Der THINK unterstützt die ISOFIX-Befestigung, sodass der Sitz recht schnell montiert war.

Am Nachmittag fuhr ich eine Runde mit meinem Sohn und seinem Sitz. Dieser wird konventionell mit dem Gurt befestigt. Auch das klappte problemlos. Für die Kindersitze ist genügend Platz vorhanden, auch der Einbau ist dank der großen Türen einfach zu bewerkstelligen.

Während meine Tochter den Ausblick vom Vordersitz genoss, war das meinem Sohn eher egal. Der Beifahrer-Airbag ist abschaltbar, sodass auch ein Sitz gegen die Fahrtrichtung montiert werden darf. Dazu muss lediglich die Abdeckung im Handschuhfach entfernt werden.

Kleine Kinder brauchen nicht nur einen entsprechenden Kindersitz, sondern auch einen Kinderwagen. Da zeigte sich die Größe des Kofferraums. Diesen konnte ich nicht nur quer zur Fahrrichtung, sondern hinter dem nach vorne geschobenen Beifahrersitz auch längs einräumen. Dann bleibt Platz für einen großen Koffer – und eine Menge Spielzeug.

Sehen wir noch einmal die Fragen von vorgestern an und geben Antworten dazu:

  • Passt der Kinderwagen in den Kofferraum? Ja, sogar besser als in unser Familienauto.
  • Wie funktioniert das mit den Kindersitzen? Der Beifahrersitz ist sehr gut für den Einbau eines Kindersitzes geeignet. Er ist mit ISOFIX ausgestattet. Der Beifahrer-Airbag kann deaktiviert werden.
  • Was ist beim Transport von Kindern sonst zu beachten? Mir ist nichts aufgefallen. Die großen Türen erleichtern den Einbau der Kindersitze.

So bleibt mir nur mehr das Problem mit dem Stromanschluss in meinem Haus. Die fehlende Nullung ist tatsächlich die Ursache, wie ein vorübergehender Umbau ergab. Immerhin kann ich jetzt das Auto auch zuhause laden, wobei ich das dazu nutze, um noch ein paar Messdaten zu gewinnen.

 
Posted in:
About the Author

Franz Knipp

Avatar

In Wien geboren, im Burgenland aufgewachsen entwickelt Franz Knipp schon sehr früh ein Interesse an Elektrotechnik und Elektronik. Das mündet in die Ausbildung an der HTL für Maschinenbau-Flugtechnik und später dem Studium der Elektrotechnik an der TU Wien. Seit 10 Jahren ist er in einem Wiener Unternehmen im Bereich Internetanwendungen tätig. Inzwischen mit seiner Familie im Burgenland wohnhaft, wird das Thema Mobilität möglichst mehrdimensional betrieben: Der Weg zur Arbeit wird mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt, in der Freizeit betrachtet der Privatpilot Österreich aus der Vogelperspektive. Wege im Ort werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. http://franz.knipp.org http://www.facebook.com/knipp http://twitter.com/fknipp

4 Comments

  1. Ich weiß nicht ob man in Österreich tatsächlich von einer Nullung spricht oder ob da nicht eher die Schutzerde gemeint ist. Dass das Ladegerät des Think im Falle der nicht vorhandenen Schutzerde den Dienst versagt, ist meiner Meinung nach eher als sehr großer Vorteil zu sehen, schließlich sind 230V im Fehlerfall auf dem Fahrzeugblech nicht unbedingt eine spaßige Angelegenheit.
    Das hier allerdings keine eindeutige Fehlermeldung kommt ist nicht so optimal, hier sollten Fehlermeldungen auf jeden Fall eindeutig sein.

  2. Es gibt beide Maßnahmen, die Schutzerdung und die Nullung. Letztere verbindet die Schutzerde beim Hausanschluss mit dem Neutralleiter.
    Klarerweise will niemand 230 Volt auf der Fahrzeugkarosserie spüren, aber dazu reicht die normale Fehlerstromschutzschaltung aus. Außerdem wäre die Kunststoffschale des THINK nichtleitend ;)
    Möglicherweise ergibt sich dieser Erdungstest aus der Entwicklung in Nordeuropa: In Österreich ist der FI-Schalter seit mehreren Jahrzehnten vorgeschrieben, in Deutschland z. B. erst seit 2009 (laut Wikipedia).
    Im Hinblick auf das Fehlen einer Fehlerstrom-Schutzschaltung kann ich diesen Erdungstest verstehen, aber bei Vorhandensein einer solchen sehe ich dafür keine Notwendigkeit.
    Seit 1998 gibt es in Österreich die sogenannte Nullungsverordnung.

  3. Ausgezeichnet! Mehr davon bitte. Wie laut oder leise ist’s denn bei zügiger Fahrt? Kann man die Motorleistung fein dosieren (bei nasser Fahrbahn in Kurven dürfte das interessant sein)?

  4. Danke für das Lob!

    Es ist leiser ist als bei einem normalen PKW, aber auch dort sind bei modernen Autos durch die Dämmung des Motorraums die Abroll- und Windgeräusche eine wesentliche Komponente. Diese nehmen mit Fahrtgeschwindigkeit zu, das ist beim THINK nicht anders.

    Beim Beschleunigen ist der Klang ganz anders: Es ist nur ein Surren ansteigender Frequenz hörbar, die mich an das Hochfahren von Flugzeugturbinen erinnert.

    Die Motorleistung lässt sich sehr gut dosieren, man kann sehr gut die gewünschte Geschwindigkeit einstellen.

    Ich sehe, beim nächsten Test brauche ich einen Besuch im Fahrtechnikzentrum .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.