Erschütternde Doku: Ozean aus Plastik

Eine aufwühlende Doku lief heute im ORF 2 Weltjournal. „Ozeane aus Plastik“ zeigt in erschütternden Bildern, wie wir – rund um den Globus unsere Erde in Millionen Tonnen Plastik ersticken. Betroffen ist das gesamte Ökosystem des Planeten. Plastikbänder, Nylonsschnüre, Anglerleinen und viele andere Plastikabfälle in den Meeren töten geschätzte 100.000 Robben, Seelöwen und Meeresschildkröten jährlich! Auch hier ist die Erdölindustrie einer der Treiber für die Entwicklung.

Die Doku weist auch auf den Umweltaktivisten Marcus Eriksen hin, der aus 15.000 Plastikflaschen ein Segelschiff zusammengebaut hat, um auf die Problematik hinzuweisen. Infos dazu gibt es auf Blog.Mittlerweile wird vermutet, dass der Müll in den Ozeanen großflächig auch auf die menschliche Nahrungskette übergegriffen hat. Mit massiven Auswirkungen auf den Menschen, neuen chronischen Erkrankungen oder Schädigung der Fortpflanzungsfähigkeit. Man bleibt bei dieser Doku erschüttert und ratlos zurück. Auch hier ist eine Kehrtwende erforderlich, eine radikale Kehrtwende wie es aussieht.

 
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Günter Strobl

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Günter Strobl leitet seit 2006 den Bereich Information & Organisation in der Raiffeisen-Leasing. 2003 hat er das Qualitätsmanagement für das Unternehmen entwickelt und aufgebaut. Neben IT und Unternehmensstrategie ist er für das Betriebsmanagement und damit für Beschaffung und Gebäudemanagement verantwortlich. Die bisherigen privaten und beruflichen Stationen des gebürtigen Waldviertler waren nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Wien und den USA u.a. das Unternehmen PHILIPS, der ORF, die Stuttgarter Managementberatung Horváth & Partners sowie die Wiener Grünen. Sein XING-Profil:

2 Comments

  1. Stimmt, erschütternd ist das allemal. Herr Strobl Ihre Ratlosigkeit in ehren, aber wieviel Kunststoff wird zB. beim neuen Reifeisengebäude im 2.Bezirk in Wien verbaut werden? Sind die (derzeit weil günstig und dämmen so angesagt ist) Styropofassaden nicht auch der helle Wahnsinn? Wird damit das ganze Haus beim Abriss zum Sondermüll? Steigen dadurch Lebenszykluskosten nicht in Utopische höhen? Gibt es nicht auch Baustoffe wie natürliche Dämmplatten aus zB. Holz oder Flachs, Lehmputz oder Tonputz, welche nie Bauschutt verursachen und wirklich nachhaltig sind?

  2. Sehr geehrter Hr. Weihtrager, ich gebe Ihnen grundsätzlich recht. Wir müssen bei vielen Themen noch viel bewegen und dazu lernen. Was das neue Raiffeisen Gebäude betrifft bin ich zwar nicht involviert, weiß aber zumindest, dass dort von Beginn an in der Planung darauf großer Wert gelegt wurde, ein energieeffizientes und ressourcenschonendes Konzept umzusetzen.
    http://www.raiffeisen.at/eBusiness/rai_template1/1021234568466-1021919879012-543159476874572453-NA-11-NA.html

    Selbstverständlich bin ich auch der Meinung, dass natürliche Dämmung grundsätzlich wesentlich besser – weil nachhaltiger – sein müsste, dazu fehlt mir allerdings das technische Know-How, um das wirklich kompetent in einer ganzheitlichen Betrachtung (Stichwort: Energiebilanz) bewerten zu können.
    Ich denke, es wäre uns schon in einem ersten Schritt sehr geholfen, wenn wir (und hier vor allem die Amerikaner) die Plastikverpackungen des täglichen Gebrauchs durch z.B. Maisstärkeprodukte ersetzen könnten.
    lg
    Günter Strobl

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