Millionenmetropole setzt zu 100% auf Ökostrom

Na irgendwie bewundere ich doch den Mut zur Vision und die Innovationskraft unserer bayerischen Nachbarn.
Die Stadt München hat es sich zum ehrgeizigen Ziel gemacht, bis 2015 insgesamt 100% des von privaten Haushalten verbrauchten Stroms durch erneuerbare Energien zu decken. Bis 2025 soll dann der ganze Strom Münchens aus erneuerbaren Quellen kommen.
Dazu sollen die Dächer Münchens genauso großflächig mit Solarzellen bestückt werden, wie man in Windkraft aus Offshore-Parks und Wasserkraft aus der Isar setzt.
Das ist aus meiner Sicht ein weiterer mutiger Schritt einer Großstadt in die richtige und notwendige Richtung und ist die konsequente Fortsetzung des umweltbewußten Weges, der mit der Einführung von Verkehrsumweltzonen begonnen wurde.
Haben wir solche Konzepte – außer von den weithin bekannten Regionen wie Güssing und WeizGleisdorf – auch bei uns in Österreich schon von größeren Städten gesehen? Ich kenne leider keines.
Dabei haben es uns doch die beiden genannten Musterbeispiele – mit international beachteten Gesamtkonzepten – deutlich vorgemacht, daß es geht, wenn konsequentes Wollen vorhanden ist.
Wenns in Österreich Städte gibt, die auch auf solch ein Gesamtkonzept aus erneuerbaren Energien setzen, bitte melden und – vor den Vorhang bitte München jedenfalls wurde jetzt als „Energie-Kommune“ im Oktober durch die Agentur für erneuerbare Energien ausgezeichnet.

 
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Reinhard Würger

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Im Jahr 1999 hat Mag. Reinhard Würger das Thema Ökoenergie, zuerst im Immobilien- und Ökoenergiebereich und anschließend im KFZ- und Fuhrparkmanagement ins Rollen gebracht. Seit 2004 ist er Bereichsleiter für den Bereich Mobilien- , KFZ-Leasing sowie Elektromobilität und ist maßgeblich für die Umstellung des Raiffeisen-Leasing Fuhrparks auf Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen (Hybrid, Pflanzenöl, Erdgas und Ethanol) verantwortlich. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Raiffeisen-Leasing hat er das Netzwerk Auto & Umwelt mit dem ÖAMTC initiiert und arbeitet federführend bei der Raiffeisen-Klimaschutzinitiative im Arbeitskreis Verkehr und Treibstoffe mit. Im Rahmen der Elektromobilität unterstützt und berät er mehrere Modellregionen der Elektromobilität sowie regionale Mobilitätsprojekte.

One Comment

  1. Das witzige daran ist, dass Österreich neben Schweden und Dänen noch in den 90-gern als Vorreiter und Beispielsland angesehen wurde…

    Trotzdem sehe ich die Entwicklung als positiv an. Letzte Woche gab es auch den Gipfel „Sauberer Strom“. Dort galt es (als Zielsetzung): „…einen gemeinsamen, visionären Standpunkt zum Thema 100 % sauberer Strom für Österreich bis 2020“ zu artikulieren.“

    Immerhin ist das ein guter Anfang!

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