HOME: Ein Pflichtfilm für 20 % der Weltbevölkerung

HOME ist ein beeindruckender abendfüllender Film, der in den letzten Tagen über 500.000 Mal auf Youtube angesehen wurde. Der Film soll anschließend in die Kinos kommen. Er zeigt in eindrucksvollen und drastischen Bildern wie ausbeuterisch der Mensch – auch das von mir gebloggte Beispiel der Ölsande in Kanada kommt vor – in den letzten Jahrzehnten mit dieser Welt umgegangen ist. Viele sagen, es bleibt nicht mehr viel Zeit, uns zu ändern. Dann sind Prozesse nicht mehr aufzuhalten …

Der Film stellt trotzdem kein pessimistischen Werk dar, sondern appelliert: „It’s too late to be a pessimist“ und fordert uns, jeden einzelnen wohlgemerkt, auf „nicht auf das zu schauen, war wir bereits verloren haben, sondern darauf, was wir noch haben.“ Und das gilt es zu retten. „Stop drilling into the earth and start looking up in the sky“ ist ein Appell nicht weiter auf Öl zu setzen, sondern die unerschöpfliche Energie der Sonne endlich zu nutzen. (siehe dazu auch meinen Blogbeitrag 200 Billiarden EUR Gratisenergie.)

Fakten: Wegschauen hilft nicht!
Neben den eindrucksvollen Bildern bringt der Film auch 12 Fakten, die drastischer das Ungleichgewicht, die Ungerechtigkeit und die dringende Handlungsnotwendigkeit nicht aufzeigen könnten.

12 Fakten, bei denen man nicht mehr wegsehen kann:

1. 20 % der Weltbevölkerung brauchen 80 % der Ressourcen!

2. Die weltweiten Militärausgaben sind 12mal höher als die Entwicklungshilfe!

3. 5.000 Menschen sterben täglich an verschmutzem Trinkwasser!

4. Eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser!

5. 50 % des Weltgetreides wird für Tierfutter und Biotreibstoffe verwendet!

6. 40 % des Ackerlandes weist Langzeitschäden auf!

7. 13 Millionen Hektar Wald verschwinden jährlich!

8. 1/4 der Säugetiere, 12 % der Vögel, 1/3 der Amphibien sind vom Aussterben bedroht! Und: Die Arten dieser Welt sterben 1.000mal schneller als die natürliche Rate  aus.

9. 3/4 der Fischgründe sind leergefisch oder stark gefährdet!

10. Die Durchschnittstemperatur der letzten 15 Jahre ist die höchste jemals gemessene.

11. Die Eisschichten sind 40 % dünner, als vor 40 Jahren.

12. 2050 gibt es mindestens 200 Millionen Klimaflüchtlinge.

Jeder von uns ist gefordert!
Und Du, Sie und ich, weil wir diese Zeilen lesen können, gehören zu diesen 20 % der Weltbevölkerung, die 80 % der Ressourcen brauchen. Und deshalb ist es unsere Pflicht hinzusehen und zu handeln. Für diese Welt, für uns selbst und für unsere Kinder. Denn wir haben nur diese eine, unsere Heimat. Eben HOME.

 
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Günter Strobl

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Günter Strobl leitet seit 2006 den Bereich Information & Organisation in der Raiffeisen-Leasing. 2003 hat er das Qualitätsmanagement für das Unternehmen entwickelt und aufgebaut. Neben IT und Unternehmensstrategie ist er für das Betriebsmanagement und damit für Beschaffung und Gebäudemanagement verantwortlich. Die bisherigen privaten und beruflichen Stationen des gebürtigen Waldviertler waren nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Wien und den USA u.a. das Unternehmen PHILIPS, der ORF, die Stuttgarter Managementberatung Horváth & Partners sowie die Wiener Grünen. Sein XING-Profil:

2 Comments

  1. Vielleicht interessant: Wir haben ne ziemlich grosse Aktion zu HOME gemacht in der Schweiz und Deutschland und gegen die 600 DVDs von HOME verschenkt, welche rund 15’000 Menschen erreichen werden. Leider haben wir noch fast keine Connections nach Österreich, sonst hätten wir auch hier den Film etwas bewerben können, aber vielleicht entsteht das ja noch. Wen das interessiert, hier mal vorbei schauen: http://www.filmefuerdieerde.ch/blog/home-am-5-juni-treffen-wir-uns-alle-mit-dem-planeten/

    Mit lieben Grüssen aus der Schweiz!!

  2. 12 Fakten die einen normalen Menschenverstand aufhorchen lassen sollten. Das Thema Klimawandel und die dadurch entstehenden Umweltkatastrophen darf man nicht einfach verharmlosen. Auch wenn manche Experten meinen, das dies ein wiederkehrender Rhythmus des Klimas ist. Sie sind ja der Ansicht, dass es schon vor Jahren solche extremen „Zeiten“ gegeben hat und die sich jetzt eben wiederholen.

    Klimawandel geht jeden was an! Schließlich gibt es nur eine Welt, die gut behütet werden muss.

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