So günstig ist Öffi fahren in Wien

Train SeriesHeute flatterte ein Schreiben der Wiener Linien ins Haus. Üblicherweise sind derartige Briefe mit Preiserhöhungsankündigungen verbunden. Nicht so heute. Die Wiener Linien kündigen für Jahreskartenbesitzer – ich zähle mich zu ihnen – keine Preiserhöhung mit 1.7.2009 an. Was mich aber noch viel mehr gefreut hat, waren die im Brief angeführten Informationen.

Mit der Jahreskarte kann man um EUR 1,23 pro Tag 934 km Netz der Wiener Linien nutzen. Mit dem Auto käme man um dasselbe Geld gerade mal 2,6 km weit – das ist von der Urania zum Stadtpark und zurück! Das hat mich als begeisterten Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel wirklich gefreut. Ich meine nämlich, dass ich nicht nur sehr ökologisch sondern auch sehr kostengünstig fortbewege.

Ich habe dann mal die Rechnung auf meine Lebensumstände angewendet: Mein Weg in die Arbeit beträgt 8,4 km (hin und zurück). Würde ich mit einem Auto – das ich nicht besitze – fahren, kostet mich das EUR 0,47 pro Kilometer (EUR 1,23/2,6 km lt. Wiener Linien) . Als Jahreskartenbesitzer kostet mich mein Arbeitsweg EUR 0,15 pro Kilometer – das ist ein Drittel (!) der Autokosten. Mit dieser Rechnung sind übrigens alle meine weiteren Fahrten in Wien gratis, wenn ich z.B. Einkaufen auf die Mariahilferstraße fahre. Dort gebe ich das so ersparte allerdings auch wieder relativ rasch aus …

 
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Günter Strobl

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Günter Strobl leitet seit 2006 den Bereich Information & Organisation in der Raiffeisen-Leasing. 2003 hat er das Qualitätsmanagement für das Unternehmen entwickelt und aufgebaut. Neben IT und Unternehmensstrategie ist er für das Betriebsmanagement und damit für Beschaffung und Gebäudemanagement verantwortlich. Die bisherigen privaten und beruflichen Stationen des gebürtigen Waldviertler waren nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Wien und den USA u.a. das Unternehmen PHILIPS, der ORF, die Stuttgarter Managementberatung Horváth & Partners sowie die Wiener Grünen. Sein XING-Profil:

3 Comments

  1. Das Brieferl hab ich heute auch bekommen:)

    Allerdings hab ich ihnen den Satz „Mit Ihrer Jahreskarte gelangen sie möglichst STRESSFREI und rasch an ihren Arbeitsplatz und könnden diese Zeit zum LESEN und ENTSPANNEN nutzen.“ schon ein bisschen übel genommen. Mit der Linie 43 fahren die BriefverfasserInnen wohl nicht in die Arbeit…

  2. Wie kommen Sie auf die EUR 0,47 pro Kilometer? Ich bin nämlich auf der Suche nach einer argumentationshilfe für diesen hohen Wert.

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