Bikecity: Ein Leben ohne Auto in Wien

Die Beharrlichkeit von Christoph Chorherr hat sich ausgezahlt. Seit Jahren bemüht sich der Grünpolitiker die Wiener Stadtregierung davon zu überzeugen, den Handelskai entlang der Donau zu beleben. Einen Platz „wo die Stadt Wien bisher gesagt hat, den kann man nicht entwickeln, da kommt man mit dem Auto nicht hin.“ Chorherr konnte die Verantwortlichen davon überzeugen, dass es eine Chance ist, eine „wirkliche Radlerstadt zu bauen“. Auf einem Areal in der Nähe der Nordbrücke in der Brigittenau soll nun eine „Bikercity“ entstehen.

Eine Wohnsiedlung nur für Radfahrer
Mit dem Auto kommt man dort nicht hin. Trotzdem werden dort 250 attraktive Wohnungen in der neuesten Passivhaustechnologie entstehen, Baubeginn soll 2012 sein, frühestens 2015 werden die ersten Mieter einziehen.

Ein großartiges, urbanes Projekt, das den Beweis antreten soll, dass man gerade in der Stadt autolos leben kann. Wir werden dies genauso beobachten, wie die Passivhaussiedlung auf den Aspanggründen (dort hat sich übrigens noch nichts weiter getan – leider).

 
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Günter Strobl

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Günter Strobl leitet seit 2006 den Bereich Information & Organisation in der Raiffeisen-Leasing. 2003 hat er das Qualitätsmanagement für das Unternehmen entwickelt und aufgebaut. Neben IT und Unternehmensstrategie ist er für das Betriebsmanagement und damit für Beschaffung und Gebäudemanagement verantwortlich. Die bisherigen privaten und beruflichen Stationen des gebürtigen Waldviertler waren nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Wien und den USA u.a. das Unternehmen PHILIPS, der ORF, die Stuttgarter Managementberatung Horváth & Partners sowie die Wiener Grünen. Sein XING-Profil:

4 Comments

  1. Ich hätte eine Frage zu diesem thema
    werden Auto aktivitäten allgemein durch dieses Projekt um einige prozenz zurückfallen?

    Wenn ja werden dann mehr solche „Siedlungen“ gebaut um die Umwelt schonender zu gestalten?

    Lg Jakob Holzmann vom Österreichischen Ökologie Institut

  2. Meiner Einschätzung nach dienen derartige Projekte für zweierlei: Erstens einen „Alltagstauglichkeitstest“ durchzuführen um zu sehen, ob diese Konzepte lebbar sind. D.h. zu sehen, ob sich das Verhalten ändert. Soweit ich weiß, sind eben gar keine Parkplätze für Autos vorgesehen. Wie das dann konkret aussieht (und dann auch Prozentzahlen zu erfahren), wird man wohl erst sehen – dazu wird es wohl genaue Studien geben müssen.
    Der zweite Aspekt eines derartigen Projektes liegt sicher darin, derartige Themen öffentlich zu diskutieren – was ja hier auch mit diesem Blogbeitrag versuchen zu tun.
    In diesem Sinn stehen wir ganz am Anfang der Erfahrungswelt. Aber es gibt sicher viele Menschen, die bereit sind, in derartigen Siedlungen zu wohnen und damit auch den Bedarf mehr solcher Siedlungen zu bauen. Es liegt – wie so oft – am einzelnen, sich derartigen Ideen anzuschließen und ein Stück weit seine eigene Komfortzone zu verlassen.

  3. Ohne Auto gehts auch, das geb ich gern zu. Man muss ja nicht jeden Weg, der mehr als 50m beträgt, gleich mit dem Auto zurücklegen. Aber völlig ohne Auto würd ich auch nicht leben wollen.

  4. Gibts da eigentlich Baufortschritte? Aus aktuellem Anlass wärs nett, wenn man sich im Rahmen des Projektes überlegt, wie man den Fahrraddiebstahl bestmöglichst vorsorgt… ist wirklich, wirklich furchtbar in Wien…

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