Gebt Putin endlich einen Orden!

Mit seinem Drehen am Gashahn hat Putin zum Ausbau von nachhaltigen alternativen Energiequellen wahrscheinlich mehr beigetragen, als Generationen von Umweltaktivisten und Klimaforschern.

Wurde die erste Gaskrise 2006 seitens der internationalen Politik eher nach dem Kaiserwort :“ Ja dürfens denn des“ diskutiert, so scheint jetzt doch die Erkenntnis gereift zu sein, dass ein forcierter Ausbau nachhaltiger Energieträger und Energiesparen notwendig sind, um die Abhängigkeit von Gas und Öl zu reduzieren. Ganz nebenbei können wir damit auch etwas für unsere Umwelt machen.

Der neue Wirtschaftsminister scheint den verstärkten Ausbau alternativer Energiequellen wirklich ernst zu nehmen. Plötzlich wird in Österreich sogar wieder der Ausbau von Strom aus Wasserkraft diskutiert . Das ist sogar über alle Parteigrenzen hinweg konsensfähig und geht nicht im wütenden Protest einiger Weniger unter. Ein möglichst umweltschonender Bau ist da gefordert, aber wir können gerade in Österreich auf diese reich- und nachhaltige Energiequelle nicht verzichten. Andere Länder beneiden uns wegen dieser Möglichkeiten.

Und dass energieeffiziente Sanierung von Gebäuden Kosten spart und der Umwelt gut tut, lebt Raiffeisen Leasing schon seit Jahren mit eigenen Bau- und Finanzierungsmodellen vor.Da haben wir schon einige Projekte im öffentlichen Bereich erfolgreich umgesetzt. Wir haben das auch immer propagiert und als Idee bei Entscheidungsträgern plaziert. Freut uns, dass unser Ruf in der Wüste doch offensichtlich gehört wurde.

Was mir jetzt aber fehlt ist eine transparente Strategie und ein Masterplan für den geordneten Ausbau alternativer Energieträger und Energiesparmassnahmen. Hier wäre meines Erachtens der Wirtschafts- und der Umweltminister gefordert, ansonsten laufen wir wieder Gefahr, dass jeder irgendwas tut aber keiner weiss wohin die Reise eigentlich gehen soll. Vorgezeigt in  der bisherigen Ökostrompolitik -ein Zick Zack Kurs der so ziemlich Alle verstört hat.

Das Risiko , das die  Gaskrise heraufbeschworen hat ,ist, dass jetzt Gas durch Schweröl und durch das Hochfahren von AKWs kompensiert wird.

Also doch vielleicht keinen Orden ?

 
Posted in:
About the Author

Reinhard Würger

Im Jahr 1999 hat Mag. Reinhard Würger das Thema Ökoenergie, zuerst im Immobilien- und Ökoenergiebereich und anschließend im KFZ- und Fuhrparkmanagement ins Rollen gebracht. Seit 2004 ist er Bereichsleiter für den Bereich Mobilien- , KFZ-Leasing sowie Elektromobilität und ist maßgeblich für die Umstellung des Raiffeisen-Leasing Fuhrparks auf Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen (Hybrid, Pflanzenöl, Erdgas und Ethanol) verantwortlich. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Raiffeisen-Leasing hat er das Netzwerk Auto & Umwelt mit dem ÖAMTC initiiert und arbeitet federführend bei der Raiffeisen-Klimaschutzinitiative im Arbeitskreis Verkehr und Treibstoffe mit. Im Rahmen der Elektromobilität unterstützt und berät er mehrere Modellregionen der Elektromobilität sowie regionale Mobilitätsprojekte.

One Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.