Zu Besuch bei der Agrana in Pischelsdorf

Herr Schröckenstein, Geschäftsführer der Agrana, hat das Team der Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement am 31. Juli 2008 zu einer Besichtigung in das mit Ende Mai 2008 gestartete Bioethanolwerk in Pischelsdorf geladen.

Nach dem Motto: „Vor allem im Fuhrparkmanagement ist es gut zu wissen wo der Treibstoff herkommt“.
Klar ist spätestens seit der Studie des Grazer Joanneum Research Centers, dass die Treibhausgasreduktion gegenüber einem Liter Benzin rund 50% beträgt. Dabei ist auch Anbau, Düngung, Ernte, Transport, Verarbeitung sowie die Verbrennung im Motor berücksichtigt. Somit wird die von der EU vorgesehene Mindesteinsparung von Biokraftstopffen mit 35 % deutlich übertroffen und ein Umstieg auf mit E85-betriebene Kfz ein gangbarer Weg zur Ökologisierung von Fuhrparkflotten.

Ein grosser Teil der Ethanol-Produktion wird für die Beimischung zu Benzin (lt. Der EU-Richtlinie 2003/30/EG) verwendet. Damit soll die Abhängigkeit von Erdöl reduziert werden und Schadstoff- und Kohlendioxid-Emissionen verringert werden. Der Zielwert für die Beimischung ist 5,75% und soll per Mitte 2010 erreicht werden, wozu die Agrana einen wesentlichen Beitrag liefern wird.

Spätestens seit der hauseigene Fuhrpark der Raiffeisen-Leasing auf Öko-Autos (u.a. E85-betriebene Kfz) umgestellt wurde, ist es für alle Mitarbeiter von Interesse woher der Treibstoff E85 kommt und welche Eigenschaften er hat. Diese wurden bei der Führung durch Dipl. Ing. Melanie Auer ausgiebig erläutert und die technischen Hintergründe erklärt. Besonders beeindruckt hat uns die Schaltzentrale (diese hat Ähnlichkeit mit der eines Atomkraftwerks) und die riesigen Behälter in denen der Rohstoff gelagert wird mit dem dann die Ethanolanlage versorgt wird.

 

 

  • Verarbeitet werden v.a Getreide und Zuckerrüben aus inländischem Anbau
  • Bioethanolproduktion p.a.: entspricht einem Rohöläquivalent von 100.000 Tonnen
  • Futtermittelproduktion p.a.: 190.000 Tonnen DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles)
  • Kosten für die Errichtung der Anlage: 125. Mio. €
  • Bauzeit: 16 Monate
  • Beschäftigte: 63
  • Eröffnung: Ende Mai 2008

 

 
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Gerhard Strasser

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Der gebürtige Oberösterreicher, Mag. Gerhard Strasser ist seit Juni 2004 in der Raiffeisen-Leasing tätig. Vom Kfz/Mobilien-bereichsübergreifenden Projekt- und Prozessmanagement wechselte er mit September 2006 ins Fuhrparkmanagement. In der Funktion des stv. Abteilungsleiters ist er direkt für das Back Office Team verantwortlich. Gerade im Fuhrparkmanagement steht bei der Beratung von Flottenkunden neben der Kostensenkung verstärkt auch die Umstellung des Fuhrparks auf alternative Kraftstoffe und CO2-Reduktion im Vordergrund. Nicht zuletzt als Pflanzenöl-Testfahrer hat er sich vom Startschuss weg stark beim „Netzwerk Auto & Umwelt“ (Raiffeisen-Leasing und ÖAMTC) engagiert.

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