Bioethanolproduktion in Österreich spart Treibhausgase

Bereits Ende Mai veranstaltete der ÖAMTC gemeinsam mit der TU Wien ein viel beachtetes Expertenforum zum Thema Ethanolproduktion in Pischelsdorf.

Dabei wurden Forschungsergebnisse von Joanneum Research und TU Wien sowie die Meinung der österreichischen Landwirtschaftskammer präsentiert.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Joanneum Research: Untersuchungsmethode: Lebenszyklusanalyse

* Pischelsdorf produziert pro Jahr ca 190.000 to Bioethanol und ca 170.000 to Futtermittel

* Die Treibhausgasreduktion im Verkehrssektor beträgt bis zu 380.000 to /pa

* 47 bis 51% weniger Treibhausgasemmissionen als Benzin

* Reduktion von bis zu 100.000 to Rohöläquivalent pa

Das produzierte Futtermittel ist ein Eiweisfuttermittel, das in der Tierhaltung den Import von Sojaeiweisfuttermittel ersetzt und das auch noch gentechnikfrei.

Joanneum Research Bioethanol

Studie TU Wien Prof Geringer:

* E 85 nur für dafür gebaute Motoren

* moderne Benzinmotoren vertragen Ethanolbeimischung bis 10%

* bei älteren Benzinmotoren könnte eine Beimischung von 10% ev Probleme erzeugen

TU Wien Bioethanol

Landwirtschaftskammer:

* stark schwankende Getreideproduktion witterungsbedingt, steigende Nachfrage und leere Lager

* bisherige EU-Politik der gestützen Preise verhinderte den Aufbau eigener rentabler Landwirtschaft in den Entwicklungsländern

* massive Rohstoffspekulationen treiben die Preise

* weltweit lediglich 4,5% der Weltgetreideernte geht in Spritproduktion, in der EU sind es nur ca 1,5% oder 4,5 Mio to.Alleine die klimabedingten Schwankungen in der EU machen ca 40-50 Mio to aus.

Landwirtschaftskammer Bioethanol

Ich meine daher, Bioethanolproduktion aus nachhaltigem Rohstoffanbau im regionalen Umfeld ( und damit meine ich auch brache Flächen in Osteuropa) kann seinen Teil zur Treibhausgasreduktion beitragen. Klar herausgekommen ist aber auch, dass das Ziel Ökotreibstoffe der 2. Generation sein sollen.

Aber wo eine 2. Generation einmal sein soll muss zuerst mal die erste Generation funktionieren.

 
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Reinhard Würger

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Im Jahr 1999 hat Mag. Reinhard Würger das Thema Ökoenergie, zuerst im Immobilien- und Ökoenergiebereich und anschließend im KFZ- und Fuhrparkmanagement ins Rollen gebracht. Seit 2004 ist er Bereichsleiter für den Bereich Mobilien- , KFZ-Leasing sowie Elektromobilität und ist maßgeblich für die Umstellung des Raiffeisen-Leasing Fuhrparks auf Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen (Hybrid, Pflanzenöl, Erdgas und Ethanol) verantwortlich. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Raiffeisen-Leasing hat er das Netzwerk Auto & Umwelt mit dem ÖAMTC initiiert und arbeitet federführend bei der Raiffeisen-Klimaschutzinitiative im Arbeitskreis Verkehr und Treibstoffe mit. Im Rahmen der Elektromobilität unterstützt und berät er mehrere Modellregionen der Elektromobilität sowie regionale Mobilitätsprojekte.

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