…aus der Mottenkiste

Lesedauer: 2 Minuten

Klimaschutz hat es wieder in die Schlagzeilen gebracht. Dazu habe ich mir mal zwei Zitate rausgesucht.

„Der entscheidende Grund, aus dem der gesellschaftliche Lernpro­zeß und die politische Mobilisierung für Umweltfragen so schwierig sind, liegt im Charakter der ökologischen Krise selbst. Sie kommt nicht als plötzliche Sintflut über die Menschheit. Die milliardenfachen kleinen Umweltsünden des Alltags übertreffen in ihren Auswirkungen die großen Skandale bei weitem, aber die immer nur graduelle und schleichende Zerstörung des Planeten erschwert die persönliche wie allgemeine Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. (…) Mit anderen Worten: das eigentliche Perfide an der ökologischen Krise ist, daß sie uns unzählige Verdrängungs- und Illusionsmöglichkeiten bietet.“ [1]

oder

„Das Wissen von den durch menschliche Aktivitäten verursachten Klimaänderungen hat einen so hohen Grad an Gewißheit erreicht, daß politische Maßnahmen zur Vor­sorge nicht mehr aufgrund von Wissens­lücken unterlassen werden dürfen. Wo Regierungen nachhaltige Verminderungen der Emissionen klimarelevanter Substanzen hinausschieben, ist dies nicht aufgrund von Wissenslücken zu rechtfertigen. Die wissen­schaftlichen Er­kenntnisse lassen keinen anderen Schluß mehr zu: Anthropogene Emissionen verursa­chen die zunehmende Erwärmung der Erdatmosphäre. Wissenschaft­ler warnen bereits seit zwei Jahrzehnten eindringlich vor den katastrophalen Folgen der Temperaturerhö­hung. Inzwischen ist diese Sorge wissenschaftlich bestätigt.“  [2]

Das Ernüchternde daran ist, dass ich mir die Zitate vor zirka 15 Jahren für einen Vortrag zusammengesucht habe und die Zitate damals schon nicht die Jüngsten waren. Sie stammen von [1] Die Zeit Nr.8, 15.2.1991, Seite 10: „Umweltpolitik im Schneckentempo“ und [2] Enquete-Komission „Schutz der Erdatmosphäre“, Klimaänderung gefährdet globale Entwicklung, Deutscher Bundestag 1992.

P.S. Wer voreilig meine vermeintlichen Rechtschreibfehler korrigieren wollte (und normalerweise wird man bei mir leicht fündig) – dass, daß oder das liegt am Alter der Zitate – in der Zwischenzeit haben wir bereits die eine oder andere Rechtschreib- jedoch noch immer keine Umwelt/Energiereform hinter uns.

 
About the Author

Stefan Reininger

Avatar

Ing. Stefan Reininger ist seit September 2002 im Bereich Betreibermodelle und Ökoenergie in der Raiffeisen-Leasing tätig. Seit 2007 unterstützt er auch die neu gegründete Tochtergesellschaft Raiffeisen Energy & Environment. Seine Tätigkeitsbereiche umfassen Projekte im Bereich Photovoltaik, Geothermie, Biogas, Biomasse und Bioethanol. Stefan Reininger ist seit über 20 Jahren im Bereich der erneuerbaren Energien tätig und arbeitete als Energieberater in verschiedenen Unternehmen und Positionen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.