Biotreibstoffe als Preistreiber für Lebensmittel

Im ORF Wirtschaftsmagazin €CO am 10. April 2008 war unter dem Titel „Bio“-Sprit: erst Top, jetzt Flop ein kritischer Beitrag zum Einsatz von Biotreibstoffen. Die Schlüsselaussage des Beitrages: Die zunehmende Nachfrage nach Biotreibstoffen steigert die Lebensmittelpreise – und das weltweit. Internationaler Währungsfonds und Weltbank warnen vor dramatischen Entwicklungen bis hin zu Kriegsgefahren aufgrund der Preissteigerungen.

Ich merke auch in meinem Umfeld, dass die Diskussion um das Thema Biotreibstoff zunehmend kontroverser geführt wird. Einmal mehr stehen wir etwas ratlos da. Löst unsere hierzuland gut gemeinte Umweltorientierung in anderen Teilen der Welt Leid und Elend aus? Auf drastische Weise zeigt sich, dass „think global, act local“ keine leichte Aufgabe ist. Was mich noch mehr wundert: Es scheint geradezu so, dass kaum jemand derartige Entwicklungen vorhergesehen hat. Dabei klingt es doch logisch, dass die steigende Nachfrage nach Bioressourcen zu Preissteigerungen bei Lebensmittel führt.

Manche in meinem Umfeld vermuten hingegen „übliche Termingeschäfte bei commodities wie Weizen und Reis“ als Ursache für die starken Preissteigerungen.

Das beunruhigt mich jetzt aber eigentlich noch mehr …

 
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Günter Strobl

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Günter Strobl leitet seit 2006 den Bereich Information & Organisation in der Raiffeisen-Leasing. 2003 hat er das Qualitätsmanagement für das Unternehmen entwickelt und aufgebaut. Neben IT und Unternehmensstrategie ist er für das Betriebsmanagement und damit für Beschaffung und Gebäudemanagement verantwortlich. Die bisherigen privaten und beruflichen Stationen des gebürtigen Waldviertler waren nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Wien und den USA u.a. das Unternehmen PHILIPS, der ORF, die Stuttgarter Managementberatung Horváth & Partners sowie die Wiener Grünen. Sein XING-Profil:

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