Auf dem Weg zur Bananenrepublik? Auswirkungen des Klimawandels auf unser Essen

  • Klima und Landwirtschaft sind untrennbar miteinander verbunden. Die Landwirtschaft, die uns täglich mit Lebensmitteln versorgt, ist zu 80 % vom Wetter abhängig. Aktuell treten immer mehr Extremwetterlagen auf, die bei Pflanzen und Tieren zu Stress führen und damit die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln gefährden.

Wir müssen die Entscheidung über die Zukunft unserer Welt heute treffen. Wir Menschen sind Hauptverursacher des Klimawandels. Dieser hat direkten Einfluss auf unsere Ernährungsweise. Um Etwas zu ändern müssen wir über Alternativen sprechen. Wir müssen weg von fossilen Energieträgern hin zu nachwachsenden Rohstoffen. Das Thema Bioökonomie wird immer wichtiger.

Schon 2008 gab es eine weltweite, klimabedingte Lebensmittelkrise. Diese führte zu Unruhen in Ländern des globalen Südens. Die Preise für Lebensmittel und fossile Brennstoffe stiegen horrende, so dass die Menschen sich ihre Grundnahrungsmittel weder leisten noch sie produzieren konnten. Durch eine Veränderung des Klimas und dadurch resultierenden Extremwetterlagen zwischen extremer Trockenheit und extremem Niederschlag wird es Ernteausfälle geben und die Preise für Lebensmittel werden wieder steigen.

 Nicht nur hat der Klimawandel Einfluss auf unser Essen, sondern auch unser Konsumverhalten wirkt sich stark auf das Klima aus. Wir müssen auch bei uns selbst und unserer Ernährungsweise anfangen, um das ganze System nachhaltig zu ändern.

Auch die sozioökonomischen Strukturen haben starken Einfluss auf unser Klima, das heißt wir selbst und unsere Art zu wirtschaften. Nur unser Konsumverhalten zu ändern wird auf Dauern zu wenig sein. Wir müssen auch in der Bildung und der Politik ansetzen, um langfristig Etwas zu ändern und fossile Energieträger durch biogene Rohstoffe zu ersetzen. Der „Raus aus Öl -Bonus“ von Bundesministerin Köstinger ist ein gutes Beispiel ökosozialer Politik und muss Vorbild für andere Staaten sein!

 
About the Author

Hans Mayrhofer

Hans Mayrhofer

DI Hans Mayrhofer studierte Agrarökonomie an der BOKU Wien und startete seine Laufbahn als agrarpolitischer Referent im Niederösterreichischen Bauernbund. Anschließend managte er als Büroleiter das Rektorat an der Universität für Bodenkultur Wien und wechselte von dort im Sommer 2011 ins Büro von Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich. Seit Juli 2012 ist Mayrhofer im Ökosozialen Forum tätig, wo er unter anderem die Wintertagung, die größte agrarische Informations- und Diskussionsveranstaltung in Österreich, betreute. Seit 1. 1. 2014 ist Mayrhofer Generalsekretär des Ökosozialen Forums. An den Wochenenden kümmert er sich um seinen landwirtschaftlichen Betrieb im niederösterreichischen Lichtenegg. Seine Leidenschaft gilt darüber hinaus dem Reisen in ferne Länder..

3 Comments

  1. Dem stimme ich nur zu. Wir Kunden sind für die jetzige Lage verantwortlich. Jeder Konsument hat die Möglichkeit einen positiven Beitrag der Umwelt beitragen zu lassen. Ich habe generell meinen Mindset geändert nach dem ich in Laos war und gesehen habe, wie viel Plastikmüll dort herumgelegen ist. Ich wünsche mir einfach, dass viele Menschen mal in eine Region hinfahren, wo es sehr verschmutzt ist – um die Erkenntnis zu erlangen, dass es auf der Welt Orte gibt, wo man auf jeden Fall was machen muss.

  2. Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen auf Bali gemacht. Es ist ein globales Problem, das wir eher gestern als morgen gemeinsam in die Hand nehmen müssen, um unsere Erde für zukünftige Generationen lebenswert zu machen! Wir müssen uns selbst and er Nase nehmen und vor der eigenen Haustüre anfangen.

  3. Es wird sehr interessant zu sehen wie sich die Wissenschaft in diesen Bezug entwickelt. Wie z. B. Fleisch aus dem Labor werden wir evtl. auch Gemüse so bekommen. Das währe die schonende Art Lebensmittel in großen maßen zu produzieren. Evtl. steigen wir ganz um und werden unsere Umwelt nur schonen und alle Lebensmittel im Labor herstellen. Die Frage jedoch ist, was Länder machen werden, deren Wirtschaft da nicht mithalten kann und es für die profitabel ist weiterhin die Umwelt zu belasten. Da kommt eine moralische Frage was wir als Vorläufer da machen können um die zu unterstützen da wir alle was davon haben. Ebenso auch ob die das Zulassen da die nicht fremde haben wollen die diktieren wie was wo ablaufen soll. Haben wir in der Geschichte alles schon gesehen.

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