Handeln statt Sandeln

  • Seit vier Jahren wird über eine Novelle des Ökostromgesetzes diskutiert. Ein Gesetzesvorschlag liegt auf dem Tisch. Wenige Kleinigkeiten müssten noch ausverhandelt werden. Der Beschluss scheint so nahe, könnte aber aufgrund der Neuwahlen noch so fern liegen.

     

Deshalb fordern die Verbände der erneuerbaren Energien gemeinsam mit Global 2000, WWF und Greenpeace von der Regierung, die letzte Chance vor der voraussichtlich längeren politischen Schaffenspause zu nutzen. Sie haben gemeinsam eine Petition ins Leben gerufen, um auf die Dringlichkeit und Bedeutung hinzuweisen.

Im Arbeitsprogramm der Bundesregierung wurde festgehalten, dass mit Gesetzesreformen signifikante zusätzliche Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Österreich ausgelöst werden sollen. Gleichzeitig befinden sich die Treibhausgasemissionen in Österreich immer noch auf dem Niveau von 1990, während EU-weit eine Reduktion um ein Viertel gelungen ist.

Obwohl der Nationalrat das Klimaabkommen von Paris bereits beschlossen hat, wurden seitdem mehr klimaschädliche Beschlüsse – wie die Halbierung der Flugabgabe – gefasst. Die wenigen geplanten Klimaschutzmaßnahmen, so wie eine umfassende Klima- und Energiestrategie, fallen nun der vorgezogenen Neuwahl zum Opfer. Nur die Novelle des Ökostromgesetzes hat noch eine Realisierungschance im Parlament. Passiert das nicht jetzt, droht eine lange Zeit der Unsicherheit, wodurch Investitionen in den Ökostromausbau komplett zum Erliegen kommen.

Zur Petition Rettungsaktion Ökostrom geht es hier:
www.erneuerbare-energie.at/petition

siehe auch:
ÖsterreicherInnen wollen Energiewende

 
Über den Autor

Antonio Fuljetic-Kristan

Antonio Fuljetic-Kristan

DI Antonio Fuljetic-Kristan ist seit 2010 Pressesprecher des Österreichischen Biomasse-Verbandes und Chefredakteur der Zeitschrift ökoenergie. Er studierte Forstwissenschaften an der Universität für Bodenkultur Wien und hat sich im Rahmen postgradualer Lehrgänge ein Fachwissen in Öffentlichkeitsarbeit und Exportmanagement angeeignet. Mit seiner Gattin und dem fünfjährigen Sohn bestreitet er den Alltag und wandert am liebsten mit seinem Hund in seiner Heimat – dem Wienerwald.

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