Bioenergie Atlas Österreich

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  • Über 200 Vorträge internationaler Experten, rund 1000 Besucher aus 40 Nationen samt Vertretern aller Kontinente, sechs Exkursionen, ein Biogas-, Pellets- und Weltbiomassetag, zwölf Parallelblöcke, sechs Workshops, ein Industrieforum und Networking-Events – das ist die erfolgreiche Bilanz der 5. Mitteleuropäischen Biomassekonferenz in Graz, die vom Österreichischen Biomasse-Verband und seinen Kooperationspartnern Mitte Jänner organisiert wurde.

Ein Highlight am Event war die Präsentation des Druckwerks „Bioenergie-Atlas Österreich“. In gebundener Form wird die heimische Bioenergie-Branche auf Landkarten der Bundesländer, auf Themenkarten Österreichs und mit Projektreportagen vorgestellt. Dies zeigt die Bandbreite des Sektors, die regionale Verbreitung und die Bedeutung in den Bundesländern auf. Zudem werden im Atlas die Bundesländer – anhand einer Auswertung der österreichischen Energiestatistik auf Bundesländerebene – im Hinblick auf ihre Energiestrategien und Fortschritte bei der Energiewende miteinander verglichen. Auch Energie-, Holz- und Biomasseflüsse sind in der Publikation enthalten.

34 % erneuerbare Energie ohne Biomasse eine Utopie

Bundesweit stammen etwa 57 % der erneuerbaren Energien aus Biomasse. Nur in Tirol und Vorarlberg ist Biomasse nicht der bedeutendste erneuerbare Energieträger. Ohne Bioenergie würde der Anteil erneuerbarer Energien am österreichischen Gesamtverbrauch nur bei 13 % liegen. Österreich würde seinen Platz im Spitzenfeld der EU 28 (Rang 4) verlieren und auf den 16. Platz zurückfallen. Das 34 %-Ziel für das Jahr 2020 wäre unerreichbar.

Kärnten vor Burgenland und Salzburg

Österreich hat gemäß EU-Richtlinie einen Anteil erneuerbaren Energien von 33 % am Bruttoendenergieverbrauch und rangiert damit innerhalb der EU 28 hinter Schweden, Litauen und Finnland an vierter Stelle. Unter den Bundesländern werden jedoch große Unterschiede beobachtet. Der Anteil erneuerbarer Energien schwankt zwischen 51,8 % in Kärnten und 10,7 % in Wien. Kärnten bewegt sich damit bezüglich seiner Energieversorgung in einer ähnlichen Größenordnung wie Schweden, dem „Europameister“ der erneuerbaren Energien – und dies vor allem dank des hohen Bioenergie-Anteils. Hinter Kärnten haben das Burgenland (47,4 %), Salzburg (45,7 %) und Vorarlberg (45,1 %) die höchsten Anteile von erneuerbaren Energieträgern in Österreich. Während Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark nur knapp unter dem Bundesschnitt liegen, befindet sich Wien – auch aufgrund seiner naturräumlichen Gegebenheiten – hinsichtlich des Erneuerbaren-Anteils weit abgeschlagen an letzter Stelle.

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Wer mehr über die Bundesländer erfahren möchte, kann sich das Buch bestellen oder als PDF kostenlos runterladen.

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Bestellt werden kann das Druckwerk im Webshop: www.biomasseverband.at/shop/

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About the Author

Antonio Fuljetic-Kristan

Antonio Fuljetic-Kristan

DI Antonio Fuljetic-Kristan ist seit 2010 Pressesprecher des Österreichischen Biomasse-Verbandes und Chefredakteur der Zeitschrift ökoenergie. Er studierte Forstwissenschaften an der Universität für Bodenkultur Wien und hat sich im Rahmen postgradualer Lehrgänge ein Fachwissen in Öffentlichkeitsarbeit und Exportmanagement angeeignet. Mit seiner Gattin und dem fünfjährigen Sohn bestreitet er den Alltag und wandert am liebsten mit seinem Hund in seiner Heimat – dem Wienerwald.

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