Raiffeisen Klimaschutz-Initiative unterstützt neues „Zentrum für Nachhaltigkeit“

Dem Thema Nachhaltigkeit wird in Zukunft in der Wirtschaft und in der öffentlichen Diskussion eine noch größere Bedeutung zukommen. Unternehmen werden sich intensiver mit den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit beschäftigen müssen. Unterstützung bekommen sie dabei ab sofort vom neu gegründeten „Zentrum für Nachhaltigkeit“ (ZFN, http://www.zentrum-nachhaltigkeit.at), wie in einem Pressegespräch am 21. Juli 2016 vorgestellt wurde. Der unabhängige Verein hilft Organisationen sich zu vernetzen, sich über die verschiedenen Aspekte von Nachhaltigkeit auszutauschen und gemeinsam Projekte und Strategien für den Wirtschaftsstandort Österreich zu entwickeln.

Pressegespräch am 21.07.2016 in Wien

Pressegespräch am 21.07.2016 in Wien

Das „Zentrum für Nachhaltigkeit“ ist ein Verein, der gemeinsam von Unternehmen, NGOs, Institutionen sowie von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Management, Personalführung, Unternehmensberatung, Strategie und Kommunikation getragen wird. Gründungsmitglieder sind unter anderem: Caritas Österreich, Forstreiter Consulting, das Markt- und Meinungsforschungsinstitut meinungsraum.at, das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT), REWE International AG, die Raiffeisen Klimaschutz-Initiative, The Blue Minds Company, The Skills Group und Weitsicht – Büro für zukunftsfähige Wirtschaft.

Das ZFN forciert interdisziplinäre Vernetzung und Austausch sowie Forschung und Information über die vielseitigen Aspekte der Nachhaltigkeit. Durch Studien, Analysen, Trainings und praxisorientierte Beratung will das Zentrum dazu beitragen, Nachhaltigkeit breit in der Gesellschaft zu verankern.

Als erstes Projekt führte das Zentrum eine österreichweite Studie zur Bedeutung und Sichtweise von Nachhaltigkeit in der Bevölkerung und bei Führungskräften durch. Befragt wurden über 1.000 Österreicher/innen, 350 davon mit Führungsverantwortung, zu ihrem Wissensstand, Informationsbedarf und ihren Erwartungen bezüglich Nachhaltigkeit. Die Studienpräsentation steht unter http://bit.ly/29VuE8I unter „Downloads“ zur Verfügung.

Nachfolgend einige der Studienergebnisse:

Bei der Frage, was Nachhaltigkeit für die Österreicherinnen und Österreicher bedeutet, bestätigte sich, dass der Begriff auch in Betrieben hauptsächlich mit Umweltschutz in Verbindung gebracht wird. Dass Nachhaltigkeit hierzulande ein Erklärungs- und Imageproblem hat, wird dadurch deutlich, dass rund die Hälfte der Österreicher/innen davon ausgeht, Nachhaltigkeitsprojekte in Unternehmen würden zumeist nur der Imagepflege dienen. Eine nähere Betrachtung zeigt zwar, dass auch der Mitarbeiterzufriedenheit und damit der nachhaltigen Unternehmensführung ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. In diesem Bereich wird jedoch – auch von Führungskräften selbst – der größte Handlungsbedarf gesehen.

Die Studie zeigt weiters, dass die Österreicherinnen und Österreicher zu wenig über Nachhaltigkeit wissen. Nur acht Prozent der Studienteilnehmer/innen gaben an, sich sehr gut informiert zu fühlen, 53 Prozent hingegen fühlen sich zu wenig informiert. Hier gibt es für die Wirtschaft viel Aufholbedarf in der Kommunikation. 86 Prozent der Interviewpartner/innen sind der Meinung, dass nachhaltige Unternehmensführung und Personalentwicklung Firmen erfolgreicher macht – wenn nicht direkt, dann indirekt. Mehr als zwei Drittel der interviewten Personen finden, dass die Wahrnehmung von Kunden- und Mitarbeiterbedürfnissen wichtig für den dauerhaften Erfolg ist. Jeder Zweite gibt an, sich bei Kaufentscheidungen und bei Sympathieempfinden von den Nachhaltigkeits-Aktivitäten eines Unternehmens beeinflussen zu lassen.

 
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Andrea Sihn-Weber

Andrea Sihn-Weber

Mag. Andrea Sihn-Weber ist gebürtige Wienerin, studierte Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und absolvierte eine Ausbildung zur zertifizierten CSR-Managerin. Seit 2012 leitet sie die Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement in der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG. Diese Aufgabe beinhaltet die Umsetzung aller nachhaltigkeitsrelevanten Maßnahmen für die RZB-Gruppe im In- und Ausland. Darüber hinaus ist sie Geschäftsführerin der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative. Über diese Plattform werden unterschiedlichste Projekte im Bereich Klimaschutz, erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz umgesetzt. Davor war sie viele Jahre bei der Raiffeisen-Leasing tätig, wo sie als Marketing- und PR-Leiterin die erfolgreiche Positionierung des Unternehmens im Bereich der Ökoenergie und Elektromobilität verantwortete. Privat bereist sie seit vielen Jahren die Länder Südostasiens, wo sie von den Menschen, aber auch von Fauna und Flora begeistert ist.

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