Attraktive Förderungen

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  • Auf zwei schwierige Absatzjahre muss die heimische Biomasse-Kesselbranche zurückblicken. Die Heizölpreise haben sich halbiert und warme Winter senken den Verbrauch, wodurch die Investitionsbereitschaft bei potenziellen Sanierern sehr gering ist. Aber gerade jetzt wäre die Gelegenheit günstig, auf eine moderne Holzheizung umzusteigen. Ich komme gerade von einer heimischen Leitmesse für Energie und kann berichten, dass die Rabattangebote der Kesselhersteller beachtlich waren. Hinzu kommt, dass in allen Bundesländern (teils deutlich höhere) Förderungen gewährt werden. Zu den Spitzenreitern zählen Kärnten, Salzburg und Vorarlberg. Mit der Verlängerung der Förderaktion Holzheizungen des Klima- und Energiefonds, die zusätzlich zur Landesförderung in Anspruch genommen werden kann, ergeben sich attraktive Fördersummen.

Die Bundesregierung fördert über den Klima- und Energiefonds neu installierte Pellets- und Hackgutzentralheizungsgeräte pauschal mit 2.000 Euro, die bestehende fossile Anlagen oder elektrische Nacht- sowie Direktspeicheröfen ersetzen. Auch Pelletskaminöfen werden mit 500 Euro gefördert. Der Tausch von mindestens 15 Jahre alten Holzheizungen gegen moderne Pellets- oder Hackgutzentralheizungsanlagen wird mit 800 Euro belohnt. Nicht gefördert werden gebrauchte Anlagen, die Errichtung von Neuanlagen ohne fossilen bzw. altersbedingten Kesseltausch. Grundsätzlich werden maximal 35% der förderfähigen Investitionskosten erstattet. Es besteht auch die Möglichkeit, im Rahmen des Sanierungschecks 2016 Förderungen für Holzheizsysteme geltend zu machen. Dies ist aber nur im Falle einer umfangreichen Mustersanierung möglich.

Einzelne Landesregierungen gewähren heuer deutlich höhere Förderungen für den Einbau von Holzheizsystemen. Beispielsweise können in Kärnten in Abhängigkeit von Quadratur und der fehlenden Möglichkeit eines Fernwärmeanschlusses bei einer Eigenheimsanierung 35% der Investitionskosten geltend gemacht werden – der Maximalbetrag wäre 12.600 Euro. In Salzburg werden Hackgutheizungen mit 4.500 Euro und Pelletsanlagen mit 3.000 Euro bezuschusst. Auch Scheitholzheizungen mit Pufferspeicher werden mit 2.600 Euro gefördert. Ähnlich hohe Fördersätze sind in Vorarlberg und Tirol zu beobachten. Oberösterreich vergibt für Pellets- und Hackgutanlagen 2.800 Euro.

Der Österreichische Biomasse-Verband hat alle heimischen Landesförderungen für den Einbau von Biomasse-Heizanlagen für Eigenheime und Eigenheimsanierungen recherchiert und in einer Förderübersicht zusammengefasst. Auch länderweise Kurzberichte sowie eine Aufstellung der Bundesförderungen werden auf der Homepage des Verbandes angeboten.

Die Förderungen allein werden aber eine Trendumkehr am Markt nicht bewirken können – dazu bräuchte es mehr, beispielsweise eine CO2-Abgabe….

Zur Förderübersicht samt Ansprechpartner:

http://www.biomasseverband.at/service/foerderuebersicht/

 
Über den Autor

Antonio Fuljetic-Kristan

Antonio Fuljetic-Kristan

DI Antonio Fuljetic-Kristan ist seit 2010 Pressesprecher des Österreichischen Biomasse-Verbandes und Chefredakteur der Zeitschrift ökoenergie. Er studierte Forstwissenschaften an der Universität für Bodenkultur Wien und hat sich im Rahmen postgradualer Lehrgänge ein Fachwissen in Öffentlichkeitsarbeit und Exportmanagement angeeignet. Mit seiner Gattin und dem fünfjährigen Sohn bestreitet er den Alltag und wandert am liebsten mit seinem Hund in seiner Heimat – dem Wienerwald.

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