RZB-Gruppe organisiert Projekt „Hilfe für Flüchtlinge“

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  • Bei der Corporate Volunteering Sammelaktion „Hilfe für Flüchtlinge“ zeigten die Mitarbeiter der RZB-Gruppe was gelebte Solidarität bedeutet. Das Projekt wird in Kooperation mit der Caritas abgewickelt und soll Flüchtlinge während ihrer ersten Zeit hier in Österreich unterstützen. Die gesammelten Spenden kommen sowohl dem Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, als auch anderen Einrichtungen der Flüchtlingsbetreuung, wie dem neuen Haus der Caritas in Horn, wo 100 Menschen Schutz finden, zu Gute.

Weiters, falls Bedarf besteht auch den Notunterkünften in Wien, die vom Innenministerium organisiert & geleitet werden.

Die erschütternde Situation der zur Zeit etwa 56 Millionen Flüchtlinge weltweit und speziell jener, die nach Österreich kommen macht viele unter uns betroffen (Zahl steigend: in 2014 waren es im Schnitt 54,9 Millionen). Für das Jahr 2015 werden 70.000 Asylanträge erwartet, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 250% entspricht. In den ersten fünf Monaten kamen rund 20.000 Flüchtlinge nach Österreich (+ 183% ggü. 2014). Besonders schlimm ist, dass die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen von Jänner bis Mai 2.320 betrug, hier ist die Tendenz überproportional steigend (+565% ggü. 2014). Die schutzsuchenden Menschen kommen zum größten Anteil aus Syrien gefolgt von Afghanistan, dem Irak und dem Kosovo. Es ist bekannt, welche Zustände derzeit in diesen Ländern herrschen. (Zahlen für Österreich aus den Asylstatistiken des BMI)

In 68 Prozent der österreichischen Gemeinden werden zur Zeit keine Asylwerber aufgenommen. Besonders und für mein Verständnis „unmenschlich“ viele sind es in Traiskirchen. Dort stehen rund 2.300 Betten – davon 480 in Zelten – zur Verfügung. Von den 4.300 im Erstaufnahmezentrum befindlichen Asylwerbern haben damit 2.000 nicht einmal ein Bett zur Verfügung.

Für die Sammelaktion wurden innerhalb von zehn Tagen Sachspenden wie Bettwäsche, Handtücher, Hygieneartikel und Blocks sowie Stifte gesammelt. Einige Mitarbeiter kamen unserem Vorschlag nach selbstständig Willkommenspakete zusammenzustellen. Weitere Willkommenspakete wurden von engagierten Kollegen, die sich freiwillig für einige Stunden zur Verfügung stellten an zwei Nachmittagen zusammengestellt. Die Willkommenspakete enthalten neben Block und Stiften, Hygieneartikel, sowie sofern genügend Platz ist ein kleines Handtuch.

Am Freitag, den 24.7. konnten in Summe 85 große Kartons gefüllt mit Bettwäsche und Handtüchern, sowie über 400 Willkommenspakete an die Caritas übergeben werden. Die Willkommenspakete wurden direkt nach Traiskirchen gebracht und werden dort im Lauf der nächsten Wochen an neu angekommende Asylwerber verteilt. Wir konnten uns bei der Übergabe beim Omnibus der Caritas, der vor dem Flüchtlingslager steht. selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen. Nicht nur, dass die Situation für die Flüchtlinge schlimm ist, auch für die Traiskirchner ist diese Zahl an Flüchtlingen eigentlich nicht zumutbar. Jene Menschen, die im Erstaufnahmezentrum untergebracht sind, dürfen sich entweder nur im Zentrum fortbewegen, oder nur in Traiskirchen. Traiskirchen hat knapp unter 20.000 Einwohner, damit kommen auf 1.000 Einwohner 215 Asylwerber. Persönlich hoffe ich, dass die Politik es bald schafft adäquate Unterbringungsmöglichkeiten zur organisieren.

Für mich war dieses Projekt jedenfalls ein sehr sinnvolles und bereicherndes. Besonders gefreut haben mich die vielen Gespräche mit Kollegen, die einerseits so wie ich dankbar waren selbst Hilfe leisten zu können und anderseits ihre Solidarität mit den schutzbedürftigen Menschen klar formulierten.

 
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Anita Lang

Anita Lang

Mag. Anita Lang arbeitet seit 2012 in RBI Group Sustainability Management und beschäftigt sich dort vor allem mit Nachhaltigkeitsberichterstattung und mitarbeiterrelevanten Themen. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war sie in leitenden Positionen in der Unternehmenssteuerung, beispielsweise bei Pressel Versand Gmbh (Staples Inc.) tätig. Im Mittelpunkt stand dabei immer der Mensch und die bestmögliche Nutzung seiner Potenziale und Energien, auch für die Gemeinschaft sowie die verantwortungsvolle Unternehmensführung, die auch einen respektvollen Umgang mit der Natur beinhaltet. Kraft tankt sie gerne beim Wandern, meist in ihrer Wahlheimat Baden, oder beim Praktizieren von Urban Tribal Dance, Yoga oder Meditation.

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