Die Intersolar aus Energiebloggersicht

  • Letzte Woche fand die weltweit größte Solarmesse in München statt. Cornelia Daniel berichtet von den interessanten Tagen und warum sie wieder hinfahren wird.

Letzte Woche war ich wie jedes Jahr auf der Intersolar in München. Ich war jetzt zum  vierten Mal und mittlerweile habe ich die Messe wirklich schon lieb gewonnen und die Ankunft fühlte sich an wie ein „Coming Home“. Warum? Naja, das hat vielerlei Gründe.

Nr. 1: Die Gleichgesinnten

Hier in Österreich gibt es nunmal nicht sehr viele Solarleute oder Menschen, die sich mit Leidenschaft über Energie unterhalten wollen. An diesen Tagen in München aber sind alle auf einem Haufen und alle brennen so wie ich für das Thema Solarenergie. Manchmal fragt man sich ja wirklich, ob man auf dem richtigen Weg ist und die geballte Energie dort und der Austausch mit diesen Gleichgesinnten tut da wirklich gut. Das besondere in diesem Jahr: Nach den harten Jahren der Konsolidierung ist jetzt wirklich nur mehr der harte Kern übrig und die Glücksritter haben sich verabschiedet. Jetzt geht es in die neue Ära oder wie ich es nenne PV 2.0.

Nr. 2: Das Pressezentrum

Ein echter „Coming-Home“ Moment ist das Pressezentrum dort. Vor 5 Jahren hat dort meine intensive Bloggerzeit begonnen als ich beim Wettbewerb der Zeitschrift Photovoltaik mitgemacht habe und die kleine aber feine Twittercommunity mittels Tweetup zusammengebracht habe. Damals war ich noch in der Lage 3 Artikel während der Intersolar zu schreiben. Keine Ahnung wie ich das damals geschafft hab. Ich kannte wohl noch nicht so viele Leute, mit denen ich mich unterhalten wollte. Jedenfalls war es sehr fein schon genau zu wissen wo alles ist und auch die Geheimgänge ins Pressezentrum zu kennen ist bei den vielen Wegen, die man auf so einer Messe zurücklegt kein Nachteil.

Nr. 3: Die Energieblogger

Ganz wichtig! Die Energieblogger natürlich! Wie schon letztes Jahr hatten wir Dank Top 50 Solar Experts auch einen kleinen Stand. Nachdem wir uns immer nur virtuell sehen, ist es schön ein paar Mal im Jahr auch persönliche Gespräche zu führen und eben auch die Weiterentwicklung des Netzwerks zu besprechen. Wir arbeiten gerade daran das alles in einen offizielleren Rahmen zu bringen. Das besondere dieses Jahr: Wir haben eine kleine Vlog (Video-Blog) Serie gestartet und ich durfte Interviews mit einigen Experten führen. Das Ergebnis davon präsentiere ich in einem anderen Beitrag. Vor allem in Sachen Speicher hab ich da einige interessante News.

Nr. 4: Die Parties

Ja ich geb’s zu. Ich liebe Parties und besonders Standparties. Mit all den Solarleuten auch noch nach dem offiziellen Teil weiterzuquatschen, zu essen und zu trinken, finde ich einfach besonders genial. Als Österreicherin werde ich dann auch immer noch belächelt ob meiner besonderen kulinarischen Wünsche, aber ich glaube sie finden’s eh recht witzig. Ich habe auch meinen Evil-Plan der Grid-Parity Party wieder weiterverfolgt und in Spanien auch schon „Opfer“ gefunden. Sobald dort die großen MW-Kraftwerke, die für den freien Markt Strom erzeugen ans Netz gehen, wird gefeiert. Es dauert jedenfalls nicht mehr lange.

Nr. 5 Der Wissenzuwachs

Das allerwichtigste an dieser Messe ist neben all der Soft-Facts aber natürlich der Wissenszuwachs, den man dort in kürzester Zeit erfährt. Ich war zwar nur an sehr wenigen Ständen, aber wenn man weiß mit wem man reden muss, kommen schon einige Dinge ans Licht, die andere erst wieder in vielen Jahren kapieren. Das ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits hat man einen Wissensvorsprung, andererseits ist es für ungeduldige Menschen wie mich ein Graus dabei zuzusehen, wie langsam sich das alles entwickelt. Ein paar Insights in meinen Wissenszuwachs gibt es beim nächsten Eintrag, wo ich auch die Videos präsentiere. Einen Teil meiner Erkenntnisse hat auch der Kurier in seinem Klima-Blog veröffentlicht. Dank Twitter hat mich Stefan Hofer angeschrieben und spontan zum Schnellinterview gebeten.

 

 
About the Author

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel ist österreichische Solarunternehmerin und passionierte Energiebloggerin. Nach dem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien widmete sie sich als eine der wenigen Wirtschaftsabsolventen bereits im Jahr 2008 dem Thema Solarenergie. 2011 gründete sie die Solarberatung Dachgold mit Fokus auf die Beratung von Unternehmen welche in Photovoltaik oder Solarthermie investieren möchten. Ihr Spezialgebiet ist die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energieträger und in diesem Gebiet vor allem das Thema Gestehungskosten in all seinen Ausprägungen. 2014 initiierte sie gemeinsam mit dem Anlagenbauer 10hoch4 die Aktion Tausendundein Dach  mit dem Ziel 1001 Unternehmensdächer bis 2020 zu solarisieren. In diesem Zusammenhang hält sie laufend Vorträge über die Kosten und Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien und warum kein Weg an einer unternehmenseigenen Photovoltaikanlage vorbeiführt.

2 Comments

  1. Ich wollte eigentlich auch noch bei euch am Stand vorbei kommen, aber leider hatte ich zu viel um die Ohren.

    Wie fandest Du den die Solarthermie-Halle? Ich war ja schockiert, da war ja tote Hose.

    • Ja, haben dich vermisst!! Und Ja… die Solarthermie Halle war sehr traurig… aber eben auch im hinterletzten Eck…

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