In Österreich gibt es genau zwei Ökostromanbieter. Nicht mehr, nicht weniger.

Ökostromanbieter in Österreich

Auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt etwas unbeliebt mache bei einigen großen Energieversorgern Österreichs, muss ich diesen Kommentar schreiben, weil ich die Frage einfach viel zu oft gestellt bekomme. Es wundert mich aber noch viel mehr, dass das anscheinend wirklich nicht viele wissen. Wer in Österreich ernsthaft auf Ökostrom umsteigen will, hat genau zwei Möglichkeiten. Die Wiener ökostrom AG oder das Kärntner Familienunternehmen AAE (Alpe Adria Energie). Nur dort wird das ganze Geld, welches ich für meinen Strom bezahle, auch wieder in Erneuerbare gesteckt und genau darum geht es, um die Mittelverwendung. Econitor hat dazu ebenfalls schon mal einen guten Beitrag geschrieben und auch über die verschiedenen durchaus umstrittenen Prüfsiegel hingewiesen. Die Kurzfassung dort:

„Echter Ökostrom geht mit dem Neubau von Kraftwerken auf Basis erneuerbarer Energien einher.“

Meine persönliche Meinung dazu:

Es geht nicht darum was bei der Steckdose rauskommt, sondern wo mein Geld hingeht! Ich kann nicht garantieren, dass bei mir kein Kohlestrom rauskommt, aber ich hab garantiert nicht dafür bezahlt und weiß, dass das Geld in die Richtung geht, die mir wichtig ist und bestenfalls sogar im Land bleibt. 

Bei allen anderen Energieversorgern kann eben leider nicht garantiert werden, dass die Gewinne, die das Unternehmen erwirtschaftet, nicht doch wieder in fossile Energieträger oder ausschließlich in den Kauf von CO2 Zertifikaten investiert werden. Zugegebenermaßen ist der Strommix in Ö ohnehin schon recht grün, aber hier gehts um die Details. Es stimmt auch nicht mehr, dass Ökostrom so viel teurer als herkömmlicher Strom ist. Bei guten Angeboten kann man mittlerweile sogar manchmal besser wegkommen. Das neue Portal Durchblicker bietet hier mittlerweile einen noch besseren Überblick als das Tool der E-Control. Einfach beides ausprobieren. Und noch etwas. Der Umstieg dauert genau 30 Minuten und ist mit einer Unterschrift erledigt. Man läuft auch nicht Gefahr, dass einem der Strom abgedreht wird. Ich kann auch nie fassen, wenn jemand sowas tatsächlich glaubt…

PS: Dies ist kein bezahlter Blogbeitrag.

PPS: In letzter Zeit kommen immer innovativere Modelle hervor, die sich diesem Thema annehmen. Wenn ihr neue Unternehmen aus der Ecke kennt, einfach posten.

Bild: Robert Melzer/pixelio.de

 
About the Author

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel ist österreichische Solarunternehmerin und passionierte Energiebloggerin. Nach dem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien widmete sie sich als eine der wenigen Wirtschaftsabsolventen bereits im Jahr 2008 dem Thema Solarenergie. 2011 gründete sie die Solarberatung Dachgold mit Fokus auf die Beratung von Unternehmen welche in Photovoltaik oder Solarthermie investieren möchten. Ihr Spezialgebiet ist die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energieträger und in diesem Gebiet vor allem das Thema Gestehungskosten in all seinen Ausprägungen. 2014 initiierte sie gemeinsam mit dem Anlagenbauer 10hoch4 die Aktion Tausendundein Dach mit dem Ziel 1001 Unternehmensdächer bis 2020 zu solarisieren. In diesem Zusammenhang hält sie laufend Vorträge über die Kosten und Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien und warum kein Weg an einer unternehmenseigenen Photovoltaikanlage vorbeiführt.

29 Comments

  1. nicht ganz richtig: Kommerzielle Anbieter gibt es nur zwei. Aber ich kann den Ökostrom selbst produzieren, den ich brauche und das Geld in meine eigene Anlage investieren.
    Das Problem, genau DAS wird von vielen Landeshauptmänner behindert..
    Energie ist auf jedem Grundstück im Überfluss verfügbar. Die Nutzung wird durch Auflagen behindert.

  2. Danke an Cornelia Daniel. Ich bin AAE-Strom Bezieher und bekomme in Diskussionen rund um das Thema auch immer wieder diese eine Frage gestellt, wer denn wirklich ein reiner Ökostrom-Anbieter sei. Jetzt habe ich eine Quelle und kann jeden auf diesen Blog verweisen.

  3. @ Palmen: Natürlich kann ich auch selbst zum Ökostromproduzent werden. Eine Netzanbindung brauche ich aber trotzdem, wenn ich mich nicht gänzlich von der Außenwelt abschoten will. Mir gings vor allem darum den Unterschied zwischen einem Ökostromanbieter und einem konventiellen Anbieter heruvorzustreichen, da diesen viele nicht kennen.

    @Michal das freut mich natürlich sehr!

  4. Anbei ein weiterer, ehrlicher Ökostromanbieter: Stadtwerke Hartberg. Mit meiner privaten Photovoltaikanlage liefere ich bereits seit 4 Jahren 100% Sonnenstrom auf der einen Seite im Fall von Stromüberschuss an Stadtwerke Hartberg, im Gegenzug beziehe ich 100% zertifizierten Ökostrom z.B. in der Nacht. Stromüberschüsse werde ich in naher Zukunft aber in Batterien speichern und so auch in der Nacht beziehen.

  5. @Martin Danke für die Frage. Kannte Naturkraft noch nicht und wenn beim Geschäftsfeld „Energiehandel“ steht bin ich prinzipiell etwas skeptisch. Hab mir die Firmeninformationen rausgesucht. Das Unternehmen gehört zu 100% der Energieallianz Austria GmbH, welche wiederum zu 45% der WienEnergie und zu 45% der EVN und der Rest der Energie Burgendland und BEGAS gehört. Kann man hier schön nachschauen. http://www.firmenabc.at/energieallianz-austria-gmbh_KUa#Firmenbuchdaten.

    Dürfte also ein Produkt sein, welches die östlichen Energieversorger als 100% Ökostromprodukt verkaufen. Für mich ist es aber deshalb nicht unbedingt ein echter Ökostromanbieter, weil die Gewinne vermutlich nicht zweckgebunden sind und eben den Shareholdern der vier Unternehmen zugute kommen. Solange WienEnergie und EVN nicht die Mittel in vollem Ausmaß in Ökostromprojekte stecken, ist auch die Naturkraft GmbH kein echter Ökostromanbieter. Wie gesagt geht es für mich ausschließlich um die Mittelverwendung. Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.

    Bei den Stadtwerken Hartberg könnte ich mir widerum vorstellen, dass hier die Mittel tatsächlich ständig in neue Ökostromprojekte stecken und Anteilseigner ist die Stadt Hartberg. Überhaupt sehe ich bei Stadtwerken die größten Potenziale, dass sie sich wieder auf das Urgeschäft zurückgesinnen. In der Stadt Tübingen wurden durch die Stadtwerke zahlreiche tolle Projekte umgesetzt, die in der Region direkt einen Impact haben. Wäre schön, wenn die Städte ihre Stadtwerke wieder zurückerobern könnten.

  6. @Gerald Wie bist du eigentlich auf die Stadtwerke gekommen? Bist ja kein Steirer! ;-) Konnte auf der Website noch nichts genaueres finden, bauen die gerade dieses Geschäftsfeld neu auf und kann jeder Stromkunde dort jetzt Kunde werden? Ich nehme an, du hast für die Einspeisung auch einen recht guten Tarif bekommen? Verratest du uns den?

  7. Danke für Ihren interessanten Beitrag zum Thema „ökologische Energieversorger“. Tatsächlich ist es aber so, dass ein Umstieg auf einen sauberen Stromversorger – sprich das Ausfüllen des Stromvertrages und damit eine klare Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz – keine 30 Minuten braucht. Den oekostrom-Vertrag füllen Interessenten ganz einfach in max. 5 Minuten aus. Den Rest – also alle bürokratischen Formalitäten beim bisherigen Versorger / Netzbetreiber – übernimmt der neue Stromversorger!

    Danke auch für die klaren Worte zu Anbietern, die lediglich eine „saubere“ Unternehmenstochter gründen. Das Stromgeld der Kunden fließt aber den nicht immer sauberen Geschäften des Mutterkonzerns zu. Ganz nebenbei wird durch die Auslagerung einer Grünstromtochter auch der Stom für alle Kunden der „Mutter“ dreckiger, denn der saubere Strom landet ja beim Tochterunternehmen.

    Bei den Stadtwerken und regionalen Anbietern – diese Aussage gilt explizit nicht für die Stadtwerke Hartberg – ist oftmals Vorsicht geboten. Unter dem „Mantel“ von Regionalität wird mit Zertifikaten v.a. aus Norwegen schmutziger Strom „grün“ gewaschen und dann als sauberer Strom aus der Region verkauft. Hier empfiehlt sich ein Blick in den Stromkennzeichnungsbericht der E-Control auf http://www.e-control.at/portal/page/portal/medienbibliothek/oeko-energie/dokumente/pdfs/Stromkennzeichnungsbericht%202012.pdf.

  8. Hallo Frau Stöger,

    freut mich, dass ökostrom auf den Artikel aufmerksam geworden ist. Bei den 30 Minuten hab ich an meine persönliche Erfahrung gedacht, bei der ich auch die Zeit fürs Raussuchen des Vorjahresverbrauchs inkl. Kundennummer mit reingerechnet habe. Ansonsten sind 5 min sicher richtig.

    Hatte ich also wirklich recht, mit der ausgegründeten grünen Tochter. Echt interessant wie kreativ man wird. Für den Endkunden macht es die Sache nicht unbedingt einfacher.

  9. Hallo zusammen! Ich finde es toll, dass hier etwas „Aufdeckungsjournalismus“ betrieben wird.

    Ich selbst vertraue seit kurzem dem Produkt „Naturstrom“ der Solar Graz. Das ist meines Wissens nach eine 100%ige Tochter der Energie Graz (dort war ich vorher Kunde). Habe mich mit diesem Thema sehr lange und ausführlich beschäftigt und bin zu dieser Entscheidung gelangt, weil dort nachweislich regionale Kraftwerke gebaut werden. Ich war sogar schon mal direkt bei einem vor Ort (quasi zum anfassen). Meine Bedenken gehen dahin, dass bei anderen Anbietern entweder nur CO2-Zertifikate zugekauft oder die Gelder sonstwo investiert werden.

    Also lt. meinen Nachforschungen liefert mir die Solar Graz ( http://www.solar-graz.at ) reinen Naturstrom aus regionalen Quellen. Darauf habe ich vertraut.

    Hat da jemand gegenteilige Erfahrungen gemacht, oder hab ich da vielleicht etwas übersehen?

  10. Hallo Stefan,

    Danke auch für deinen Link. Ist wieder sehr interessant und ich versteh ja nicht, warum das alles immer so verschachtelt sein muss. Das macht alles so intransparent und für mich dann schon wieder verdächtig.

    Wenn man es im vorliegenden Fall das Naturstrom Produkt der Stadt Graz hernimmt komme ich über die Firmenbuchrecherche leider zu einem traurigen Schluss (man darf widersprechen falls ich falsch liege). Ein Teil der Gewinne fließt vermutlich zum riesigen Atomstromlieferanten EDF – dem zweitgrößten Stromlieferanten der Welt, da dieser Konzern satte 25% an der Energie Steiermark AG hält und diese ist widerum mit 49% an der Energie Graz beteiligt. Bin grad schon etwas überrascht, dass die EDF in Ö Beteiligungen hat, aber vermutlich sitzen die eh bei fast allen Energieversorgern der Welt drinnen…

    Die Firmenbuchrecherche kann auch jeder für sich machen. http://www.firmenabc.at/energie-graz-gmbh_KUR

    Finde es ja prinzipiell einfach komisch, dass die Ökostromunternehmen dauernd ausgegründet werden und vermutlich investiert die „Naturstrom“ auch wirklich viel in neue Kraftwerke. Ich würde aber nicht meine Hand ins Feuer legen, dass eben ein Teil der Gewinne nicht doch einen Weg in neue Atomkraftwerke findet.

  11. @Cornelia
    Mich hat das jetzt so sehr beschäftigt, dass ich bei der Solar Graz angerufen habe. Nachdem ich zur Kompetenzstelle weiterverbunden wurde habe ich nun folgende Antworten erhalten.

    Die Gewinne aus dem Naturstrom der Solar Graz fließen angeblich 1:1 in die Errichtung von Photovoltaikkraftwerken in und um Graz aus denen dann auch ein Teil (9%) meines Stroms wieder kommt. An diesen Anlagen können sich dann Naturstromkunden (also auch ich) dann beteiligen. Das hab ich aber noch nicht gemacht, weil momentan mein flüssiges Kapital nicht ausreicht ;). Aber auch bei diesem Modell hab – zumindest – ich keinen Hacken erkannt ( Wen’s interessiert: http://www.energie-graz.at/home/strom/solar_anleger_modell/Einstiegseite.de.php ). Und nach der Erklärung der Solar Graz Mitarbeiter klingt das auch ganz einleuchtend.

    Auf meine Frage hin, woher ich die Energie dann in der Nacht nehme, bekam ich die Antwort, dass ca. 81% meines Produktmix (was auch immer das ist?!?!) aus Kleinwasserkraftwerken am Mühlgang kommen. (Das ist ein kleiner Bach neben der Mur) Das klingt dann auch wieder logisch für mich.

    Auch haben die mir versichert, dass sie die Sache ernst nehmen und das Unternehmen Solar Graz deswegen aus der Energie Graz ausgegliedert wurde um zu gewährleisten, dass reiner Naturstrom (aus den regionalen Kraftwerken) einkauft und auch wieder nur Naturstrom (an die Kunden) verkauft wird. Also für mich klingt das einleuchtend. Ich will nur sicherstellen, dass da kein Atomstrom drin ist.

    Ich frage mich jedoch persönlich ganz was anderes… Wie kann man denn sicherstellen, dass – egal wo ich meine Energie einkaufe – dieses Unternehmen mit den Gewinnen nicht auch in umweltschädigende Technologien investiert. Das geht in meinen Augen einfach nicht. Man muss einen Versorger wählen, dem man vertraut und der glaubwürdig ist. Denn das ist ansonsten ein Dschungel den niemand mehr durchblicken kann.

    Mein Tipp an alle: „Einen bekannten Energieversorger wählen und seine umweltfreundlichen Aktivitäten verfolgen! Denn wer sich wirklich engagiert, der hat es auch verdient von mir ein paar Cent mehr für die Energie zu bekommen.“

  12. Echt toll, dass du dich da so dahinterklemmst, Stefan. Sehr vorbildlich. Ich schreibe hier ja auch nur meine Bedenken und bin auf Leute wie dich angewiesen, die es ganz genau wissen wollen. In diesem Fall muss vermutlich im Gesellschaftervertrag geregelt sein, dass das Mutterunternehmen bzw. die Gesellschafter 0% der Gewinne bekommt oder es eben ausschließlich für erneuerbare Projekte verwenden darf. In die Gesellschafterverträge hab aber nichtmal ich Einblick also muss man hier den Leuten glauben und eben jemanden wählen, dem man auch vertraut. Das sehe ich auch als sehr wichtige Eigenschaft an und jene, die das Vertrauen der Konsumenten nicht missbrauchen, werden auch in Zukunft die Gewinner sein, wo einfach alles immer transparenter wird und jegliches Schummeln irgendwann auffliegt.

    Was deinen Nachtstrom betrifft ist widerum wichtig zu differenzieren. Niemand kann garantieren, dass bei dir kein Atom oder Kohlestrom rauskommt. Die Elektronen haben im Netz leider „kein Mascherl“. Das einzige was du kontrollieren kannst ist deinen Geldfluss und da bist du ja definitiv schon auf dem richtigen Weg.

    Ein Problem das glaub ich noch nicht wirklich gelöst ist, ist der Wasserstrom aus Pumpspeicherkraftwerken welche in der Nacht mit überschüssigem Atomstrom gespeist werden. Da der Überschussstrom bekanntlich auch nicht wirklich ein Mascherl hat, aber in der Nacht eben nur Kohle und Atomkraftwerke (jetzt auch Wind) laufen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass da etwas dazukommt, sehr hoch. Vielleicht hat hierzu Frau Stöger noch eine genauere Info.

  13. öko strom soll angeblich billiger sein, doch wer garantiert daß der preis nach dem umstieg auf öko strom nicht sehr bald sogar teurer wird als wienstrom? ich bin da sehr skeptisch.

  14. Hallo Cornelia, herzlichen Dank für diesen Blog.
    Ich habe interessenshalber bei der Aktion „Engergiekosten-Stop“ des VKI mitgemacht und zwar nur deshalb, weil es hieß, es gäbe Ökostrom. Nun habe ich das Angebot; der Anbieter ist stromdiskont.at. Rein intuitiv bin ich da sehr skeptisch, ob die aus ökologischer Sicht mit AAE, die mich bisher beliefern, mithalten können.
    Weißt du Näheres über stromdiskont.at (ENAMO Ökostrom GmbH)? Fällt das unter die Kategorie „man kann nicht sicher sein, was mit dem erwirtschafteten Geld passiert“?
    Ich fände es ja sehr bedenklich, wenn der VKI eine großangelegte Aktion startet und dann einen Anbieter wählt, der vielleicht seinen Strom mit Wasserkraftzertifikaten „sauber wäscht“. Und dann noch aktuell gegen Ökostrom-Angebote von Hofer wettert. Wie seht ihr das?
    Bin für fachliche Infos dankbar, da ich mir selber da ein bissl überfordert vorkomme, was den Aufdeckungsjournalismus betrifft.

  15. Hallo Iris, freut mich sehr, dass du mich hier nochmal zu Rate ziehst und interessanterweise fragen mich in letzter Zeit viele wegen dieser Enamo Gmbh. Meine übliche Firmenbuchrecherche hat mich leider nicht schlauer gemacht, ist eine ganz normale GMBH mit einem 100% Eigentümer. Zumindest sind sie nicht offensichtlich an Atomkraftwerken beteiligt.

    Aus dem Bauch heraus würd ich sagen: besser als AAE können sie definitiv nicht sein. Das ist ein völlig transparentes Familienunternehmen, welches auch wirklich Kapazitäten ausbaut. Enamo sieht für mich nach einem reinen Stromhändler aus, was ja per se nicht schlecht ist. Wenn für dich aber wichtig ist, dass mit deinem Geld weiter grüne Kraftwerke gebaut werden, solltest du dort bleiben. Aber wie gesagt, es ist für mich nicht 100% durchschaubar und ich will niemanden schlecht machen.

    Ist es also fix, dass der VKI Stromdiskont.at ausgewählt hat? Hab das jetzt nicht bis zum Ende mitverfolgt.

  16. Da schau her, das Thema wird immer massentauglicher und es wird ungemütlich für die Greenwasher:
    http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/kaum-strom-aus-deutschland-die-grosse-oekostrom-luege_id_3694770.html

    Es führt fast kein Weg an der Errichtung von eigenen Anlagen vorbei aber die Herausforderung ist aber auch für jene, die es gut meinen sehr hoch, denn auch die müssen bei zu hoher Nachfrage zukaufen und können betrügerischen Aktivitäten zum Opfer fallen. Die wichtigste Währung ist hier wirklich Vertrauen und das muss man sich erstmal erarbeiten, enttäuscht uns also bitte nicht!!

  17. @Cornelia u. Iris: Soweit ich das bisher mitbekommen habe ist die Enamo GmbH eine gemeinsame Vertriebstochter von Energie AG Oberösterreich und Linz AG

  18. Liebe Cornelia,
    vielen Dank für deine Recherche. Natürlich wähle ich deshalb Ökostrom, weil ich die erneuerbaren Energien fördern will. Daher hilft mir dein Rat schon mal sehr.
    Ja, mein Angebot war von stromdiskont.at. Ich weiß aber natürlich nicht, ob das für alle Kunden so ist, oder ob sie verschiedene Stromanbieter genommen haben.

    Lieber Stefan,
    danke für deinen Hinweis. Allerdings sagt mir das in meiner Unwissenheit leider nicht sehr viel. Was bedeutet das?

    Liebe Grüße,
    Iris

  19. hallo cornelia, ich wurde auf deinen beitrag aufmerksam gemacht. mittlerweile ist etwas zeit vergangen – gibt es nun schon weitere ökostromanbieter? danke. lg

  20. Es würde mich interessieren, ob jemand das Angebot von Energy-24 durchleuchten konnte bzw. weiss wie nachthaltig dieses Verkaufs-/Vertriebskonzept ist.
    Mir ist die Höhe der von dieser Firma in Rechnung gestellen Netto 3ctk/kWh noch schleierhaft – in Hinblick auf Unterstützung der richtigen Energien, also NICHTfossil und NICHTnuklear.

    • Der Energiepreis ist in den letzten Jahren aufgrund der hohen Erzeugungsmengen von Solar und Windenergie und der daraus resultierenden Kostensenkungen massiv gesunken. Gleichzeitig kosten Zertifitkate um Strom sauber zu waschen genau gar nichts mehr. Ich hab das mal in diesem Interview ausgerechnet. http://www.oekoenergieblog.at/2016/03/worauf-muss-ich-bei-der-auswahl-eines-oekostromanbieters-achten/
      Bei einer Stromrechnung von 500,- kostet es nur 3,50 diesen reinzuwaschen.

      Das heisst, was jetzt alle machen ist den ohnehin günstigen Energiepreis einzukaufen und das bisschen was noch fossil und nuklear ist, reinzuwaschen. Wie gesagt ist das einzige was zählt, was die Herrschaften mit ihren Gewinnen machen. Wenn sie nur abrechnen, wird sich nicht viel ändern. Wenn sie aber selbst in Kraftwerkskapazitäten aus erneuerbaren Quellen investieren, hat das Zukunft. Hoffe das hilft!

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