Houston, wir haben ein Netzproblem!!

(c) FotoliaMan hat es schon lange befürchtet und auch ich habe schon immer gesagt: Ein Zählpunkt wird einmal viel wert sein, also schnell beantragen! (Anm: Ein Zählpunkt ist soetwas wie das Recht in ein öffentliches Netz einspeisen zu dürfen und wird bei der Installation von Photovoltaikanlagen vergeben). Dass schon bei einem Anteil von 0,13% an Photovoltaikanlagen Netzprobleme auftauchen, hätte sogar ich nie im Leben gedacht.

Das Problem – Nach 2-3 Anlagen im Dorf ist Schluss

Schon länger höre ich von Vorfällen wo in kleinen Ortschaften nach der Installation von wenigen 5-10 kWp Anlagen der Energieversorger dicht macht und keine Zählpunkte mehr vergibt. Ich habe nun rausgefunden, dass das Problem angeblich bei den bestehenden 4,6  kWp Anlagen liegt, die mit einem einphasigen Wechselrichter gebaut wurden. Wären diese 3-phasig gemacht worden, wäre es kein Problem. So ist aber nach wenigen Anlagen in diesen Ortschaften Schluss. Ich finde das sehr dramatisch und bin mir sicher, dass es irgendwo da draussen eine Lösung gibt. Schließlich wollen wir die nächsten Jahrzehnte 34.000 MWp ans Netz bringen und da sollen wir nach 120 MWp schon von Netzproblemen reden?

Wie machen das die Deutschen?

Ich bin bei Gott kein Netzexperte und bitte um Verzeihung wenn hier technisch nicht alles richtig ist, aber ich schreibe diesen Beitrag um es besser zu verstehen und hoffe, dass sich andere in die Diskussion miteinklinken um gemeinsam Lösungen zu finden. Ich nehme an, die Netze in Deutschland und Österreich sind jetzt nicht von Grund auf verschieden. In Bayern wurden von 12 Mio Einwohnern  2010 2.400 MWp installiert in Österreich 40 MWp – nur um mal wieder den Vergleich herzustellen. Die meisten wohl mit Volleinspeisung. Wie haben sich die Energieversorger darauf eingestellt? Mich würde interessieren ob EVN, Wien Energie und Co. mit 50 Hertz, Tennet, Amprion  und Co. diesbezüglich kommunizieren. Ich habe hierzulande schon ein paar Netzleute gefragt ob sie denn wissen, wie das die Deutschen machen. Bis jetzt konnte mir noch niemand eine zufriedenstellende Antwort darauf geben. Eher ein: Nein, ich verstehe wirklich nicht wie die das machen. (Es sind über eine Million Anlagen installiert!!)

Deshalb macht sich in mir der Verdacht breit, dass es noch nicht viel Erfahrungsaustausch zwischen österreichischen und deutschen Netzexperten gibt bzw. gar kein Interesse daran sich damit zu beschäftigen. Nachdem also die Deutschen offenbar von offizieller Seite noch niemand um Hilfe gebeten hat: Mein persönlicher Hilferuf nach Deutschland: WIE MACHT IHR DAS??

Deutsche Stromversorger per Gesetz zur Abnahme verpflichtet

Bei meiner eigenen Analyse warum es in Deutschland funktioniert und hier nicht ist ein kleines aber alles entscheidendes Detail. Der grösste Unterschied zwischen den beiden Ländern ist, dass die Energieversorger PER GESETZ verpflichtet sind, jeglichen Strom aus Erneuerbaren abzunehmen. Sie konnten deshalb nicht einfach sagen: Sorry, kein Platz mehr im Netz, sondern mussten Lösungen suchen und finden. Welche Lösungen sie gefunden haben, weiß ich aber nicht, also nochmal – wie macht ihr das? Mir ist auch bewusst, dass es mittlerweile tatsächlich Netzprobleme gibt und man an Lösungen arbeitet, aber von diesem Niveau sind wir ohnehin noch meilenweit entfernt.

Sehen wir es als Herausforderung und nicht als Problem

Ich bin mir sicher, dass in in all den EVU‘ tolle Mitarbeiter gibt, die sich dieser Herausforderung stellen und Lösungen für ein dezentrales Energiesystem finden und mit deutscher Unterstützung können wir vielleicht einige Fehler vermeiden.

Entschuldigung aber wir haben es geschafft zum Mond zu fliegen, da werden wir doch in der Lage sein ein intelligentes Stromnetz aufzubauen und das nicht in 10 Jahren wenn der Ölpreis durch die Decke gegangen ist, sondern JETZT!

Ich freue mich über Infos aus Deutschland, wie euer System funktioniert, sowie den Beginn einer öffentlichen Diskussion in Österreich wie wir uns dieser Herausforderung stellen. Natürlich können sich auch „Betroffene“ im Kommentarfeld melden, falls  ein Zählpunkt nicht gewährt wurde, oder nicht die gesamte Leistung anerkannt wurde.

Nachtrag: 23.1.2012

Mittlerweile haben sich im Netz bereits einige Diskussionen rund um das Thema entwickelt. Hier ein Überblick:

 
About the Author

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel

Cornelia Daniel ist österreichische Solarunternehmerin und passionierte Energiebloggerin. Nach dem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien widmete sie sich als eine der wenigen Wirtschaftsabsolventen bereits im Jahr 2008 dem Thema Solarenergie. 2011 gründete sie die Solarberatung Dachgold mit Fokus auf die Beratung von Unternehmen welche in Photovoltaik oder Solarthermie investieren möchten. Ihr Spezialgebiet ist die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energieträger und in diesem Gebiet vor allem das Thema Gestehungskosten in all seinen Ausprägungen. 2014 initiierte sie gemeinsam mit dem Anlagenbauer 10hoch4 die Aktion Tausendundein Dach  mit dem Ziel 1001 Unternehmensdächer bis 2020 zu solarisieren. In diesem Zusammenhang hält sie laufend Vorträge über die Kosten und Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien und warum kein Weg an einer unternehmenseigenen Photovoltaikanlage vorbeiführt.

12 Comments

  1. Der SOS-Ruf ist nun auch über die Alpen ins deutsche Flachland vorgedrungen.

    Ich bin kein Netzexperte, interessiere mich aber als starker Befürworter der erneuerbaren Energien auch sehr für das Thema des Netzausbaus. Ohne Netzausbau gibt’s auch keine Energiewende! Eigentlich eine ganz einfache Rechnung, die aber mit argen Akzeptanzproblemen in Deutschland zu kämpfen hat.

    Die meisten Bürger wünschen sich mehr Energie aus Biomasse, Sonne, Wind und Co, aber kaum jemand möchte weitere Stromtrassen vor der eigenen Haustür. Irgendwie verständlich, aber im Notfall, bzw. bei zu dichter Besiedelung können Stromleitungen auch unterirdisch gelegt werden. Die Deutsche Energie-Agentur (DENA) hat dazu im vergangenen Jahr verschiedene Szenarien vorgestellt. Die unterirdischen Leitungen sind zwar deutlich teurer, könnten aber die dezentrale Energieeispeisung sichern.

    In Berlin konnte man sogar schon eine aufwendige Werbekampagne der Bundesregierung begutachten, die für den zügigen Netzausbau wirbt.

    Wie schon im Artikel genannt, wird die Netzeinspeisung von Erneuerbaren Energien in Deutschland tatsächlich per Gesetz festgeschrieben. Das gilt zumindest für den Strombereich, jedoch nicht für einen Vorzug von erneuerbarer Wärme oder erneuerbarem Gas als weiteren wichtigen Energieträgern. Ursprünglich im Stromeinspeisungsgesetz festgehalten und später in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) übernommen, muss erneuerbarer Strom von den Netzbetreibern (Tennet, 50 Hertz, Amprion etc.) bevorzugt werden. Die genauen Pflichten kenne ich nicht, diese können aber im EEG nachgelesen werden.

    Da ich selbst Bioenergie-Enthusiast bin, habe ich einen Artikel über die Bedeutung des Netzausbaus (Strom, Wärme, Gas) für die Entwicklung der dezentralen Bioenergie geschrieben. Vielleicht ist das für den einen oder anderen interessant. Hier ist der Link:

    http://www.biomasse-nutzung.de/hohe-bedeutung-des-netzausbaus-fur-die-entwicklung-der-dezentralen-bioenergie/

    Danke für den interessanten und verbindenden Artikel. Wenn wir Menschen ins All schießen können, dann müssen wir doch auch dezentralen, erneuerbaren Strom in die Netze und zu den Verbrauchern katapultieren können!

  2. Auf Twitter gab es ebenfalls Reaktionen. Was ich nicht wusste: Gestern war bei der EVN Hauptversammlung und ein Twitterkollege war so nett und hat dort die Netzfrage gestellt. Vielen Dank dafür!
    Hier seine Antwort:
    http://www.twitlonger.com/show/fe372d

    @CorneliaDaniel war heute bei der EVN-HV und habe wegen dem Netzproblem gefragt. Das Problem ist, dass die Spannung im Verteilnetz unzulässig hoch werden kann, wenn in einer Strasse / Ortschaft zuviele PV-Anlagen einspeisen. Der Betreiber müsste dann eigene Leitung zur Trafostation finanzieren. Frage noch, ob das Problem nicht mit phasenverschobener Einspeisung oder einen UPFC gelöst werden kann.

  3. S.g. Frau Daniel

    Was das Investorenthema betrifft: Österreich ist ein Endkonsumentenmarkt, da die 13 Jahre Vergütung keinen fondstüchtigen Business Case hergeben und dadurch wirklich nur österreichischen Dacheigentümern/Grundstücksbesitzern zugute kommt. Ausländische Finanzinvestoren wird unser Land so schnell also nicht sehen, was ich prinzipiell mal nicht so schlecht finde.

    -> Hier kann ich Ihnen nur zustimmen, auch meiner Meinung nach wären Förderungen die ausländisches Kapital anziehen der falsche weg, da sowohl die Fördergelder als auch die Wertschöpfung im Land bleiben sollte.

    Jedoch kommt man beim gedanken an Dacheigentümern und Gründstücksbesitzern sehr schnell auf die Landwirtschaft, wo viele große Dachflächen und Gründstücke vorhanden sind. Jedoch werden diese Investitionen vor allem von jenen getätig werden, die bereits viele weitere Fördergelder beziehen, so fördert man im Grunde die bereits geförderten (Vgl. Fördervolumen zu Steuereinkommen in der Landwirtschaft). Aus netztechnischer Sicht ist es weiters wesentlich sinnvoller Erneuerbare Energieerzeugungsanlagen dort zu installieren wo auch die großen Verbraucher vohanden sind (d.h. Ballungszentren, bzw. auf den einzelnen Ein- und Mehrfamilienhäusern, und nicht auf (aus sicht der Leitung) abgelegenen Höfen.

    ——
    Ein ausgebautes Netz und dadurch ein hoher Anteil an Erneuerbaren würde hingegen allen nutzen weil der zusätzliche Investitionsschub und die ausgelöste inländische Wertschöpfung die wenigen Zehntelcent/kWh entweder ausgleichen oder sogar übertreffen. Es gibt dazu jedoch für Österreich noch keine genauen Zahlen, deshalb muss ich Ihnen für dieses Argument die Quelle schuldig bleiben.

    ->Das ausgebaute Netz am Land, wo wir ansonsten von „Landflucht“ sprechen (siehe Statistik Austria[1]) bringt nicht wie Sie schreiben allen einen nutzen, sondern nur den wenigen die dadurch mehr PV ins Netz einspeisen können. Weiters muss auch diese zusätzliche Investitionsschub den sie ansprechen wiederum vom Netzkunden finanziert werden. Sie können dies aber auch anders Nennen, denn solche Maßnahmen wirken im Prinzip wie eine neue Steuer, Sie müssen von allen getragen werden.

    Aus diesem Grund kann ich die von Ihnen geforderte Anschlussflicht mit Abnahmeverpflichtung nicht bzw. nur bedingt befürworten, da der maximale Nutzen für alle und nicht nur für ein paar wenige im Mittelpunkt stehen sollte.

    [1] http://www.statistik.at/web_de/pre

  4. Lieber Herr Brandauer,

    vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich freue mich immer sehr über diskussionsfreudige Leser!

    Ich hab was die Dacheigentümer betrifft auch schnell mal die Statisitik Austria bemüht. In Österreich gibt es über 2 Mio. Gebäude, ich denke, dass die Bauerndiskussion hier nicht unbedingt angebracht ist. Ich konnte leider keine Zahl über die Anzahl der Gebäude in bäuerlichem Besitz finden. Sollten in Ö Freiflächen massiv gefördert werden (was nicht passiert) sieht die Sache natürlich wieder anders aus. Wo ich aber in jedem Fall bei Ihnen bin, ist dass die Energieproduktion tendenziell bei den großen Abnehmern sein sollte.

    Generell wird bei dieser Neiddiskussion (die va. in Deutschland medial stark ausgeschlachtet wurde) der globale Gedanke weitgehend außer Acht gelassen. Die Frage ist viel mehr, wer bekommt das Geld für unsere Energie, wenn nicht mein Nachbar oder ich selbst? Dann fließt es auf Nimmerwiedersehen nach Russland oder Arabien. Der österreichische Tourismus kann sich dann einen Bruchteil des abgeflossenen Geldes wieder zurückholen, aber das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
    Der Bauer oder der Nachbar, wird dieses Geld jedoch wieder eher hier ausgeben und es vor allem in einem Geldkreislauf der viel zitierten Mittelschicht belassen.

    Wichtig ist auch, dass eine einmal für diese Zwecke umgebaute Energiestruktur auf viele Jahrzehnte dienen kann. Die Anlagen, die jetzt gefördert gebaut werden, können in 20 Jahren mit wenig Kapitaleinsatz neu bestückt und weiter 20,30,40 Jahre Energie liefern – ohne zusätzliche Förderung.

    So, und jetzt bin ich in die Kommentarfalle getappt und vom ursprünglichen Thema etwas abgekommen, aber die Wichtigkeit des Ausbaus dezentraler Netze gehört in den Kontext des Aufbaus einer nationalen Energieversorgung und die Anschlusspflicht kann hier durchaus nützlich sein. Ich weiß auch, dass Österreich eh schon so toll dasteht, aber wie schön wäre es wenn wir die 100% Strom als erste schaffen?

  5. Wir haben tatsächlich ein solches Problem. Wollten in einer kleinen Ortschaft im Waldviertel eine 20 kWp Anlage errichten, aber angeblich aufgrund von zwei 4,6 kWp Anlagen und einer eingereichten 17 kWp Anlage wurde der Zählpunkt abgelehnt. Was können wir tun??

  6. Liebe Frau Daniel,
    sie merken, ich hänge an diesem Thema, weshalb Sie schon wieder von mir hören :).
    Also Sie kennen ja wahrscheinlich Auswertungen wie den Solarkataster [1] für Wien oder ähnliches. Es wäre doch wesentlich sinnvoller zuerst die PV in den städtischen Gebieten zu forcieren, wo zu Beginn kaum Investitionen notwendig sind da bereits ein sehr gut ausgebautes Netz vorhanden ist und nur geringe Kosten sowohl für den Betreiber als auch für den Netzbetreiber anfallen.
    Wo ich Ihnen nur zustimmen kann ist, dass die Wertschöpfung bei der Energieproduktion im Land bleibt dabei geht es mir nicht primär um die Produktion sondern um den Dienstleistungsanteil von der Montage über die Wartung (WR-Tausch, Störungsbehebung, Reinigung, Fehlerprävention usw.) das klingt ja nach wichtigen Arbeitsplätzen.
    Das Repowering klingt ja sehr schön, jedoch glaube ich nicht, dass die Kosten wesentlich geringer sein werden als bei der Erstinstallation.
    Also 100% Strom aus Erneuerbaren klingt natürlich verlockend und ich bin mir auch sicher, dass sich der Anteil steigern wird, jedoch muss man auch daran denken, dass im Winter (in der Zeit in welcher am meisten Energie benötigt wird) kaum Energie aus PV produziert wird, was wiederum ein Problem bei der Erreichung der 100% Erneuerbaren darstellt. Und wie man in Tirol sieht ist der Neubau von Pumpspeicherkraftwerken nicht mehr sehr einfach in der heutigen Zeit.
    @Andy
    Das Produkt des variablen Stromtarifes klingt zwar interessant, aber hat man sich auch wirklich Gedanken darüber gemacht, was dies für den Stromkunden bedeutet? Vor allem für sozial schwächer Gestellte? Muss man dann wirklich nachdenken ob man sich das Kochen zur Lastspitzenzeit (Mittag oder am Abend noch leisten kann, oder muss ich auf meinen erholsamen Schlaf verzichten weil mein Nachbar aus Geldspargründen die Waschmaschine in der Nacht waschen und schleudern lässt?) Für mich stellt dies ein sehr schwieriges Thema dar.
    @ Transportunternehmen
    Haben Sie sich erkundigt, woran es scheitert, bzw. was es kosten würde einen Anschluss dennoch zu ermöglichen?
    Zu mir, auch auf meinem Dach arbeiteten zwei PV-Anlagen und eine davon bereits seit 1993, damit will ich sagen ich bin im Grunde sehr für einen Ausbau der erneuerbaren, man sollte jedoch versuchen mit den derzeitigen Strukturen ein Optimum an Erzeuger zu integrieren, bevor man daran geht für alle Teilnehmer teure Ausbaumaßnahmen durchzuführen.
    [1] http://www.wien.gv.at/umweltgut/public/grafik.aspx?ThemePage=9
    SG
    Werner

  7. @Transportunternehmen:

    ich würde bez. der Ablehnung des Zählpunkts mit der e-Control Kontakt aufnehmen -> 0810 10 25 54 (0,044 Euro/Minute), vielleicht wissen die auch was bez. einer Rechtsberatung

  8. Gut so, Herr Brandauer. Es ist wichtig, dass über diese Themen öffentlich diskutiert wird.
    Natürlich ist PV im städtischen Bereich ebenfalls wichtig uns sinnvoll, da haben wir nur meist das Eigentumsproblem. Am eigenen Haus am Land ist das schon viel einfacher. Und auf dem Niveau wo wir uns derzeit bewegen, sollte es am Land nun wirklich noch keine Probleme geben, aber ich bekomme aufgrund des Artikels nun immer mehr Infos zu Projekten, die sich diesem Thema bereits angenommen haben und Lösungen finden.

    Die Antwort zum Thema Repowering. Es passiert so unglaublich viel gerade, deshaIb schließe hiermit heute eine Wette ab, dass die Kosten für Module und Wechselrichter in 25 Jahren ein Viertel des heutigen Preises sind. Für meine 10kWp Anlage werde ich in den nächsten Wochen zwischen 20-25.000 € bezahlen, das Repowering sollte dann also nicht mehr als 5000,- kosten.
    Den Wetteinsatz dürfen Sie bestimmen ;-)

  9. Liebe Frau Daniel!
    Es ist auch meine Meinung dass dieses Thema öffentlich diskutiert wird, vor allem aus dem Grund den Menschen die tatsächlichen Probleme bei der Integration näher zu bringen und vor allem zu zeigen, dass es für viele Probleme bereits Lösungen gibt.
    Zum Thema kann ich Ihnen noch eine Veranstaltung empfehlen, Mitte Februar findet an der TU Graz ein Energiesymposium statt bei dem im zweijährigen Rhythmus aktuelle Forschungsthemen zum Thema Energie / Netze / Erneuerbare usw. präsentiert und diskutiert werden.
    Also falls Ihre PV Anlage nicht sehr umständliche Umbaumaßnahmen erfordert würde ich für 10 kWp nicht mehr als 2000 Euro investieren, selbst meine neue Anlage welche im letzten Jahr installiert wurde konnte ich (ohne Förderung) unter diesem Betrag realisieren.
    Um die Kostensenkungen er letzten Jahre zu verdeutlichen, meine Anlage aus Anfang der 90iger hat etwa 100000 Schilling pro kWp gekostet, was heute immerhin rund. 10000 Euro bei 2% Inflation entsprechen würde. Im Vergleich in Deutschland befinden wir uns aktuell bei ca. 1400 Euro/kWp inkl. Montage, Anschluss und Unterkonstruktion(exkl. Steuer), d.h. Bereits heute kosten PV-Module aus chinesischer Produktion etwa 0,8 cent/Wp. Ihre Anlage zu Repowern würde also bereits zu heutigen Konditionen (günstige Komponenten, gute Konditionen) nur 10000 Euro Kosten und 50% sollten da in 25 Jahren allemal möglich sein (Änderung der Konstruktion (weniger Aluminium usw vorausgesetzt.)
    Ein wirklich starker Zubau ist ab dem Zeitpunkt zu erwarten, wo ohne Förderung (etwa 6 cent/kWh) eine Amortisationszeit von etwa 10 Jahren erreicht wird.
    SG

  10. Ich seh schon, wir verstehen uns ;-) Danke für diese praxisnahen Preisinformationen, die sich auch mit dem decken was ich so höre. Hatte ihren Kommentar
    „Das Repowering klingt ja sehr schön, jedoch glaube ich nicht, dass die Kosten wesentlich geringer sein werden als bei der Erstinstallation.“
    falsch verstanden. Sie meinten wohl, dass in 25 Jahren das Repowering nicht viel billiger sein wird, als die Erstinstallation in 25 Jahren, unabhängig vom zukünftigen Preisniveau.

    Werde mir die Veranstaltung gleich notieren und bei meiner Anlage herrscht leider ein Platzproblem, weshalb ich nicht auf die chinesischen Module zurückgreifen kann und wohl oder übel einen Ferrari nehmen muss/will. Aber vielleicht kommen ja in den nächsten Monaten noch günstige Hochleistungsmodule in den Markt, ich höre Gerüchte…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.